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Ivan Robert Marko Milat

Taten, Profile und Opfer.
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sweetdevil31
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Ivan Robert Marko Milat

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 16. Aug. 2015, 19:43

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Vorname/ NameIvan Robert Marko Milat
Auch bekannt alsThe Backpacker Murders
KlassifizierungSerienmörder
Geburtsdatum/ -ort27. Dezember 1944 in Guildford, New South Wales, Australien
Gestorben am/ Ort-
CharakteristikFoltermörder, Mordlust
Tatort/eBelanglo State Forest, Australien
Zeitraum1989 - 1994
Bewiesene Taten7
Vermutete Taten-
Verhaftung22. Mai 1994
Verurteilung/ Urteil27. Juli 1995, 7x lebenslange Haft + 18 Jahre
Aktueller Statusin Haft, Hochsicherheitsgefängnis in Goulburn/ Australien
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► Leben

Ivan Milat wurde 1944 als Sohn von Stephan und Margaret Milat in Guildford geboren. Er kam als viertes von insgesamt 14 Kindern zur Welt. Milat besuchte die Brother-Highschool im Süden Sydneys. Sein aus Kroatien stammender Vater arbeitete hart, doch es reichte nicht, um die große Familie zu versorgen. So mussten die Kinder schnell zum Familieneinkommen selbst beitragen.

Nachdem bereits seine Brüder Schießen gelernt hatten, wurde er schon sehr früh mit Feuerwaffen vertraut gemacht. Milat verließ mit 15 Jahren die Schule und wurde Bauarbeiter. Später bekam er eine Anstellung bei der Stadt, wo er 15 Jahre lang arbeitete. Ende der 1970er Jahre lernte er seine spätere Frau kennen und heiratete sie kurz nach der ersten Begegnung. Die Ehe wurde Anfang der 1980er Jahre wieder geschieden, da Milat von seiner Frau Untreue vorgeworfen wurde. Im Jahre 1992 erhielt Milat einen großen Zuschuss von der Abteilung, in der er arbeitete. Diesen benutzte er, um sich mit seiner Schwester Shirley Soire in Eaglevale ein Haus zu errichten.

► Taten

Am 19. September 1992 entdeckten Ken Seily und Keith Caldwell bei einer Wanderung durch den Belanglo State Forest eine Frauenleiche, die als die vermisste Britin Joanne Walters identifiziert wurde. Einige Meter von der ersten Leiche entfernt fand man die Leiche von Walters’ Freundin Caroline Clarke, der aus kürzester Entfernung mehrfach in den Kopf geschossen worden war.

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Im Oktober 1993 stieß die Polizei auf die Leichen von Deborah Everist und James Gibson. Auch sie waren unter Ästen versteckt und wiesen ähnliche Verletzungen auf. Kurz darauf wurden auch die Leichen von Simone Schmidl, Gabor Neugebauer und Anja Habschied freigelegt. Alle waren brutal ermordet worden und zeigten Spuren schwerer Folterung.
Da die Opfer paarweise getötet wurden und jeweils unterschiedliche Tötungsarten (Messer, Gewehr) festgestellt wurden, gingen die Ermittler anfänglich von zwei Tätern aus.

2010 wurden erneut Überreste eines Jugendlichen im Belanglo State Forest gefunden. Im November 2010 wurde ein Verwandter Milats in diesem Fall wegen Mordes angeklagt. Im Oktober 2011 legte er ein Geständnis ab.

► Opfer

Deborah Everist

Everists skelettierte Leiche wurde am 5. Oktober 1993 gefunden. Es hatte dreieinhalb Jahre gedauert, bis man ihre Überreste fand. Deshalb war es für die Gerichtsmediziner schwierig, die genaue Todesursache festzustellen. Ihr Schädel war zertrümmert und sie hatte mindestens eine Stichwunde erlitten, was man an den Frakturen der Knochen erkennen konnte. Doch man konnte nicht herausfinden, ob ihr die Fraktur des Schädels erst nach dem Tod zugefügt worden war. Zudem war ihr Kiefer gebrochen, was darauf hinwies, dass sie geschlagen wurde. Mit welchem Gegenstand dies allerdings geschehen war, konnte man nicht mehr nachweisen. Ihr Mörder beerdigte sie in einem Wald bei Belanglo, in einem flachen Grab, das nur mit Gestrüpp bedeckt war.

James Gibson

James Gibsons Überreste wurden wie die Deborah Everists am 5. Oktober 1993 gefunden. Man nimmt an, dass die beiden zum gleichen Zeitpunkt umgebracht wurden. Die Untersuchung der Knochen ergab, dass ihm mehrere Stichwunden zugefügt worden waren. Eines der beiden Opfer sollte zweifelsfrei enthauptet werden, was jedoch nicht gelang. Zur Identifikation half einzig und allein sein Hut, der im Grab gefunden wurde. An ihm war eine Brosche befestigt, aufgrund derer ihn seine Eltern identifizieren konnten.

Simone Schmidl

Simone Schmidl war eine Deutsche aus Regensburg. Sie verschwand im Januar 1991 und wurde am 1. November 1993 gefunden. Auch ihr Körper war mit Stichwunden bedeckt, und sie wurde wie die anderen Opfer in einem flachen Grab, mit Gestrüpp bedeckt, begraben[5]. In Milats Haushalt fand man Gebrauchsgegenstände Schmidls.

Gabor Neugebauer

Gabor Neugebauer war ein Deutscher, der mit seiner deutschen Lebensgefährtin Anja Habschied eine Australienrundreise machte. Er wurde am 4. November 1993 gefunden. Doch er wurde nicht wie die anderen Opfer begraben, sondern gegen einen Baum gelehnt. An Neugebauers Leiche fanden sich sowohl Messerstiche als auch sechs Kopfschüsse.

Anja Habschied

Habschied starb am gleichen Tag wie Gabor Neugebauer. An ihrer Leiche fand man Schuss- und Stichverletzungen. Weiterhin wurde ihr der Kopf abgetrennt, der bislang nicht aufgefunden wurde.

Joanne Walters

Joanne Walters wurde am 19. September 1992 auf die gleiche Weise begraben vorgefunden. Auch sie hatte zahlreiche Stichverletzungen und die Polizei ging von sexuellem Missbrauch aus, der aber nie bestätigt werden konnte.

Caroline Clarke

Clarkes Leiche wurde einen Tag nach den sterblichen Überresten ihrer Freundin Joanne Walters gefunden. Neben Messerstichen fand man 10 Einschüsse in den Kopf. Auch bei ihr geht die Polizei von sexuellem Missbrauch aus.

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Peter Letcher 18, soll ein weiteres Opfer von Ivan Milat sein
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Die Kleidung von Peter wurde in einem Wald westlich von Sydney gefunden.
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Trophäen seiner Opfer
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Die Tatwaffen
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Mit diesen Seilen fesselte er seine Opfer.Die Seile wurden in seinem Haus gefunden.
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Quellen: wikipedia & news & dailymail
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Re: Ivan Milat

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 16. Aug. 2015, 19:43

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Re: Ivan Milat

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 17. Aug. 2015, 10:31

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/aus ... 43695.html

Reiseveranstalter in Australien: Auf den Spuren des Serienmörders durch den Wald

Sieben Rucksacktouristen waren Mitte der Neunzigerjahre im Belanglo Wald ermordet und verscharrt worden - nun bot ein Reiseveranstalter Touren an den Ort des Verbrechens an. Doch schnell hagelte es Kritik von allen Seiten.

Die sogenannten Backpackermorde provozierten in den Neunzigerjahren Abscheu und Entsetzen: Der australische Serienmörder Ivan Milat folterte und tötete damals mindestens sieben Rucksacktouristen und vergrub ihre Leichen im Belanglo-Wald, rund 130 Kilometer südwestlich von Sydney. Bei den Toten handelte es sich um drei Deutsche, zwei Briten und zwei Australier.

Der Reiseveranstalter Goulburn Ghost Tours wollte aus Milats gruseliger Fama offenbar Profit schlagen und bot seit einiger Zeit Touren durch den Wald an. "Bist du bereit, über Nacht zu ergrauen? Liebst du es, Angst zu haben? Würdest du gern ein Verbrechen aufklären? Dann ist die extreme Grusel-Tour von GGT genau das Richtige für dich!", hieß es. Sogar eine authentische "Geistererfahrung" wurde versprochen. "Kommt mit in den Wald, wo Ivan Milat seine Leichen vergraben hat. Wer in den Belanglo-Wald geht, kommt vielleicht nie zurück."

Die Proteste ließen nicht lange auf sich warten: Anwohner und Kriminalitätsopferverbände reagierten empört. Ebenso der Ministerpräsident des Bundesstaates New South Wales, Mike Baird: "Das ist total skandalös. Ich konnte es kaum glauben", sagte er.

Anfangs verteidigte Goulburn Ghost Tours die Veranstaltung noch und erklärte, die Ausflüge würden mit Respekt durchgeführt und sollten niemanden verärgern. Doch dann zog der Veranstalter das Angebot zurück. Eine Sprecherin erklärte, man habe viele Hass-Mails aber auch umsichtige und rührende Post erhalten, die zu einem Umdenken im Unternehmen beigetragen habe. Die Webseite wurde geschlossen, auch auf Facebook ist die Seite des Unternehmens nicht mehr abrufbar.

Milat selbst verfolgt das Theater um seine Person hinter Gittern: Er wurde im Mai 1994 verhaftet und später zu siebenmal lebenslanger Haft sowie weiteren 18 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
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