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Neue "Generation von Psychopathen" in Mexiko

Anwendung psychologischer Theorien, Methoden und Erkenntnisse auf Straftäter.
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Neue "Generation von Psychopathen" in Mexiko

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 28. Mai. 2015, 12:56

Fünf Kinder sind nach dem Mord an einem Sechsjährigen in Mexiko festgenommen worden. Ein Forensiker gibt eine erschreckende Analyse der Zustände, besonders unter jungen Menschen.

Nach dem Mord an einem sechsjährigen Jungen sind in Mexiko fünf Kinder festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei Mädchen und drei Jungen im Alter zwischen elf und 15 Jahren, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua am Montag mit. Die Leiche des Sechsjährigen war am Samstag nahe der Regionalhauptstadt Chihuahua in einem Erdloch gefunden worden, einen Tag nach der Vermisstenanzeige seiner Mutter.

Der Junge und seine mutmaßlichen Mörder kannten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus der Nachbarschaft. Die älteren Kinder hätten den Sechsjährigen angeblich zunächst dazu aufgefordert, Holz zu sammeln. Danach sollen sie ihm gesagt haben, dass sie eine Entführung nachstellen wollen. "Sie spielten, dann fesselten sie ihn und würgten ihn mit einem Stock im Nacken halb zu Tode", erklärte Staatsanwalt Sergio Almaraz.
Als der Kleine zu Boden gefallen sei, hätten die anderen Kinder Steine auf ihn geworfen und ihm schließlich ein Messer in den Rücken gestoßen. Ihr kleines Opfer hätten sie dann in einem flachen Erdloch vergraben und mit Unkraut und Tierkadavern bedeckt.

"Es war keine geplante Tat, sondern eine Spielregel"

Das Verbrechen zeige den "sozialen Verfall", erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Außerdem sei die Spontanität dieser grausamen Tat erschreckend: "Einer der Älteren schlug beim Spielen vor, dass sie den Jungen töten sollten. Es war keine geplante Tat, sondern eine Spielregel", so der Staatsanwalt.

Die fünf festgenommenen Kinder seien "Opfer einer extrem gewalttätigen Umwelt", sagte auch Martín Pérez von einer Nichtregierungsorganisation für Kinderrechte. Die organisierte Kriminalität und eine mangelnde Herrschaft des Rechts seien sehr präsent. "Die Kinder spiegeln wider, was sie täglich erleben." Der Forensiker Carlos Ochoa sagte, Fälle wie der Mord an dem Sechsjährigen markierten den "Beginn einer Generation von Psychopathen, die immer jünger werden".

Von den fünf Festgenommenen sind zwei Jungen 15 Jahre alt. Ihnen droht im Fall eines Schuldspruchs eine Haftstrafe.

In Chihuahua tobt seit Jahren ein Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Banden sowie den Sicherheitskräften, bei dem Tausende Menschen getötet wurden.

Quelle: Die Welt
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Re: Neue "Generation von Psychopathen" in Mexiko

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 28. Mai. 2015, 16:05

http://www.focus.de/politik/ausland/dur ... 11827.html

Durch den Drogenkrieg enthemmtWenn Kinder morden: „In Mexiko wächst eine Generation von Psychopathen heran“

Bild
Die Leiche des ermordeten Sechsjährigen wird vom Tatort weggetragen



Fünf Kinder haben in Mexiko einen Sechsjährigen brutal zu Tode gefoltert. Experten fürchten, dass in Mexiko eine Generation von Psychopathen heranwächst – ausgelöst durch die entfesselte Gewalt der Drogenkriege, die sie Tag für Tag erleben. Damit droht der Horror endgültig zum Alltag zu werden.

Sechs Kinder gehen zusammen in den Wald. Der Jüngste ist sechs Jahre alt. Die anderen lassen Christopher Holz sammeln und erzählen ihm dann, sie wollten eine Entführung nachstellen. Sie fesseln den kleinen Jungen, würgen ihn und bewerfen ihn mit Steinen. Danach stechen sie ihm ein Messer in den Rücken und verscharren ihn schließlich in einem Erdloch. So schildert die Staatsanwaltschaft den Tathergang.

Die beiden Mädchen und drei Jungen, die das getan haben sollen, sind zwischen elf und 15 Jahre alt. Der grausame Mord ereignete sich im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua. Nach Schilderungen der Tante des Opfers, war der Tathergang sogar noch brutaler. „Sie haben meinem Neffen die Augen herausgerissen, die Lippe abgeschnitten, die Backe zerschnitten und ihm 27 Stichwunden zugefügt“, zitiert das Nachrichtenportal „noticiasnet“.
Der Drogenkrieg schafft Psychopathen und Soziopathen

Immer häufiger kommt es in Mexiko zu Gewaltexzessen unter Kindern. Der Forensiker Carlos Ochia warnt schon lange davor, dass in seinem Land eine „Generation von Psychopathen und Soziopathen“ heranwächst. Der Grund dafür liege auf der Hand: der Drogenkrieg.

Seit Jahren tobt in dem Land ein blutiger Kampf zwischen Regierung und Drogendealern sowie unter den verschiedenen Kartellen. Mehr als 80.000 Menschen starben seit 2006 im Zusammenhang mit Drogenkriminalität, weitere 22.000 gelten als vermisst.

„Die letzten neun Jahre waren ein Blutbad“, sagte Juan Martin Perez García, Direktor der Kinderhilfsorganisation Redim, der mexikanischen Zeitung „Periodico Central“ – und das wirke sich unmittelbar auf die Kinder aus. Niemand erkläre ihnen, was um sie herum passiere.
Um sie herum ist überall Gewalt

„Gewalt stellt einen Bruch in deinem Leben dar, in deinem Weltbild“, so Perez weiter, „und wenn sich diese Gewalt in deinem Umfeld ausbreitet, wenn man sie in den Nachrichten hört und von allen Seiten, dann ruft sie Unsicherheit hervor und zerstört das Vertrauen in die Umgebung“.

Für ihn sind die mutmaßlichen Mörder von Christopher deshalb „Opfer einer extrem gewalttätigen Umwelt“. Allein am vergangenen Wochenende erfuhr Martin Perez von zwei neuen, ähnlichen Fällen: Ein zweijähriges Mädchen wurde von Jugendlichen misshandelt, ein 13-Jähriger von Jugendlichen getötet.
Kinder ahmen die Erwachsenen nach

Ahmen die Kinder die Erwachsenen nach? Ja, aber Experten zufolge geht es um mehr als nur um Imitation von Verhalten: Durch das, was um sie herum passiert, kann die Persönlichkeit der Kinder gestört werden.

Kriminologe Ochoa betont gegenüber der Zeitung „El Financiero“, dass der Fall Christopher „zu keinem Zeitpunkt ein Spiel war“. Es habe einen Vorsatz gegeben, der von einem Psychopathen gefasst worden zu sein scheine.
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Re: Neue "Generation von Psychopathen" in Mexiko

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 1. Jun. 2015, 20:55

Ist für mich vollkommen nachvollziehbar und verständlich. Die Kids sehen und erleben doch kaum etwas anderes als Gewalt und Brutalität. In Mexiko ist das Problem fast schon gravierender als in den Dauerkriegsgebieten und es gilt inzwischen als "männlich", wer schon im jüngsten Alter daran teilnimmt.
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Re: Neue "Generation von Psychopathen" in Mexiko

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 1. Jun. 2015, 21:09

Salva hat geschrieben:es gilt inzwischen als "männlich", wer schon im jüngsten Alter daran teilnimmt.
Noch trauriger geht es doch schon gar nicht mehr :|
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Re: Neue "Generation von Psychopathen" in Mexiko

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 8. Jun. 2015, 05:49

http://www.20min.ch/panorama/news/story/27451552

Fünf Kinder foltern Sechsjährigen zu Tode
In Chihuahua haben zwei Mädchen und drei Buben einen Sechsjährigen zu Tode gefoltert und dann in einem Erdloch verscharrt. Die Kinder wurden festgenommen.

Bild
Der sechsjährige Cristopher wurde in der mexikanischen Stadt Chihuahua von anderen Kindern zu Tode gequält.


Nach dem Mord an einem sechsjährigen Buben sind in Mexiko fünf Kinder festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei Mädchen und drei Knaben im Alter zwischen 11 und 15 Jahren.

Die Leiche von Cristopher Márquez Alvarado war am Samstag nahe der Regionalhauptstadt Chihuahua in einem Erdloch gefunden worden, einen Tag nach der Vermisstenanzeige seiner Mutter, gab die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua bekannt.

Grausamer Mord

Der Junge und seine mutmasslichen Mörder kannten sich aus der Nachbarschaft. «Sie spielten eine Entführung. Sie fesselten das Opfer und würgten es mit einem Stock im Nacken halb zu Tode», erklärt ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft. Als der Kleine zu Boden gefallen sei, hätten die anderen Kinder Steine auf ihn geworfen und ihm schliesslich ein Messer in den Rücken gestossen. Ihr kleines Opfer hätten sie dann in einem flachen Erdloch vergraben.

Nach Angaben der Tante des Opfers sollen sich die Dinge jedoch viel schlimmer abgespielt haben: «Sie haben meinen Neffen die Augen ausgestochen, eine Wange abgeschnitten, auf den Mund geschlagen, bis die Lippe platzte und 27-mal mit dem Messer auf ihn eingestochen», erzählt Rita Alvarado dem Portal NoticiasNet. «Am Schluss steckten sie ihn in einen Plastiksack und entsorgten Christopher wie ein Hund», betont die Grossmutter des ermordeten Kindes.

Verbrechen zeigt «sozialen Verfall»

Das Verbrechen zeige den «sozialen Verfall», erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Die fünf festgenommenen Kinder seien «Opfer einer extrem gewalttätigen Umwelt», sagte auch Martín Pérez von einer Nichtregierungsorganisation für Kinderrechte.

Die organisierte Kriminalität und eine mangelnde Herrschaft des Rechts seien sehr präsent. «Die Kinder widerspiegeln, was sie täglich erleben.» Der Forensiker Carlos Ochoa sagte, Fälle wie der Mord an dem Sechsjährigen markierten den «Beginn einer Generation von Psychopathen, die immer jünger werden».

Von den fünf Festgenommen sind zwei Jungen 15 Jahre alt. Ihnen droht im Fall eines Schuldspruchs eine Haftstrafe. In Chihuahua tobt seit Jahren ein Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Banden sowie den Sicherheitskräften, bei dem Tausende Menschen getötet wurden.
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