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Senator: Handydaten unverzichtbar im Kampf gegen Kriminalität

Beweissichernde Speicherung von Computerdaten.
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Finlule
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Senator: Handydaten unverzichtbar im Kampf gegen Kriminalität

#1

Ungelesener Beitrag von Finlule » Mi, 29. Jul. 2015, 16:05

Berlin (dpa)
Straftätern übers Handy auf die Spur kommen: Berliner Ermittler fragten im Vorjahr in 500 Verfahren Daten von sogenannten Funkzellen ab. Das geht aus dem Bericht hervor, den Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) am Dienstag im Senat vorlegte. Ohne Funkzellenabfrage wäre in den letzten Jahren eine ganze Reihe von schweren Verbrechen nicht aufgeklärt worden, betonte Heilmann. Sie sei unverzichtbar. "Wir hätten Mörder nicht gefasst, die jetzt noch frei herumlaufen würden."
Im ersten Quartal dieses Jahres wurde demnach in 167 Verfahren diese Methode angewandt. Im gesamten Jahr 2013 wurden laut Angaben in 305 Verfahren Handydaten oder mobile Internetverbindungen ausgewertet.

Bei der Abfrage einer Funkzelle werden für einen begrenzten Zeitraum die darin angemeldeten Mobilfunkgeräte erfasst, jedoch nicht der Inhalt der Gespräche.

Die Strafprozessordnung sieht strenge Regeln vor. Demnach darf die Abfrage nur von einem Richter angeordnet werden, nachdem die Staatsanwaltschaft sie beantragt hat. 2014 sei kein Antrag der Strafverfolgungsbehörden abgelehnt worden, hieß es. In den Strafverfahren ging es laut Heilmann um Mord, Raub, Totschlag, Brandstiftung und Drogenkriminalität.

CDU-Politiker Heilmann betonte, wer den Verzicht auf die Funkzellenabfrage fordert, schützt Kriminelle. Oft gebe es erst mit den erhobenen Daten den entscheidenden Ermittlungsansatz.
Das gelte auch für die Verkehrsdatenspeicherung. Die zehnwöchige Speicherfrist, die jetzt beschlossen wurde, sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, so der CDU-Politiker. Der Zeitraum sei aber zu knapp. "Aus meiner Sicht sollte die Speicherfrist sechs Monate betragen."

In Ausschüssen des Abgeordnetenhauses war 2014 gefordert worden, dass Polizei und Justiz jährlich einen Bericht zur Abfrage von Handydaten vorlegen. Die Analyse des Justizsenators wird nun an das Parlament übermittelt.

http://www.moz.de/nachrichten/berlin/ar ... 1/1409380/



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