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Quellen zur Kriminalstatistik

Empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens.
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Ehemaliges Mitglied
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Quellen zur Kriminalstatistik

#1

Ungelesener Beitrag von Ehemaliges Mitglied » Sa, 5. Nov. 2016, 15:47

Mach die Diskussion hier gerade mal auf, weil mich Kriminalistik im Allgemeinen interessiert und auch inwieweit man sie einsetzen kann zum Profiling.
Möglicherweise stimmt die Rubrik nicht so ganz, das soll @Salva dann richten ;)

Mich beschäftigt eine Frage und zwar, hat jemand Quellen zur Verfügung, möglichst wissenschaftliche, wo bezüglich Sexualmorden, bzw Fällen von Vergewaltigung und anschließender Tötung, darauf angegangen wird
- ob die Täter "fremd" oder "bekannt" waren, und auch der Grad der Bekanntheit bzw Fremdheit
- diese Unterscheidung fremd/bekannt zu der Art der Tatort-Örtlichkeit korreliert wird.
- das nochmal untergliedert wird bzgl Tatzeit vor allem Unterscheidung zwischen Werktag Mo-Do zu
Wochenend-Abend Fr-Sa,
eingeschränkt auch Sonntagnacht, bzw vor Feiertag.

Insbesondere würde mich interessieren, ob es statistische Befunde dazu gibt, inwieweit bei derartigen Taten, die im Freien begangen werden und zwar in Parks oder parkähnlichen Gebieten am Stadtrand (meist in Nähe von Bahnhöfen, oder Durchgangsstrecken zwischen zwei Wohngebieten/Stadtteilen) und auch am Wochenende spät in der Nacht, ob das für einen Zufallstäter, also keine Bekanntschaft zwischen Täter und Opfer spricht?

Meiner Meinung nach suchen sich Zufallstäter diese "Ecken" aus, ganz klar weil da die ungestörte Tatausführung und unerkanntes Entkommen gegeben ist und dennoch die "Dichte" potentieller entlang-kommender argloser Opfer im Vorfeld ausreichend ist. Und am WE besteht die Möglichkeit natürlich am besten weil da die meisten unterwegs sind und auch die Täter eher Zeit haben.

Ich habe einige Quellen dazu durchsucht, es wird aber meist nur zwischen fremd-bekannt unterschieden und v.a. bei der Örtlichkeit wird meistens nur in im Haus oder draußen unterschieden.

Konkret geht es mir um den Fall von der Maria in Freiburg. MMn spricht der Ort, an dem mit Büschen bewachsenen Ufer des Flüsschens Dreisam außerhalb eines Wohngebiets eher für einen Fremdtäter aka Zufallstäter.



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Salva
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Re: Quellen zur Kriminalstatistik

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 5. Nov. 2016, 17:08

@z3001x
Ich kenne solche extrem detaillierten Quellen nicht und bezweifle, dass es die überhaupt gibt. Wenn, dann erheben vielleicht die Ermittlungsbehörden und anverwandte Stellen solche spezifischen Daten und ob sie diese auch veröffentlichen, bezweifle ich aus nachvollziehbaren Gründen ebenfalls. Vielleicht findest du in den Bereichen der Kriminalpsychologie einige dieser Informationen, denn da gibt es im Net unzählige Quellen. Vor allem die Universitäten und Institute schreiben sehr interessante Artikel darüber. Einschlägige Hilfsorganisationen und Präventionsportale auch. Also viel Spaß beim recherchieren ;)
z3001x hat geschrieben:Konkret geht es mir um den Fall von der Maria in Freiburg. MMn spricht der Ort, an dem mit Büschen bewachsenen Ufer des Flüsschens Dreisam außerhalb eines Wohngebiets eher für einen Fremdtäter aka Zufallstäter.
Das würde ich in diesem Fall so nicht bzw. nicht grundsätzlich behaupten. Maria kann sehr wohl einen ihr bekannten Begleiter gehabt haben, denn immerhin wurde ja dieses andere Fahrrad gefunden und es ist nicht abwegig, dass sie in Anbetracht der Uhrzeit sogar froh um einen Begleiter war. Selbst wenn sie den erst in dieser Mensa kennengelernt haben sollte.


PS:
Wieso eigentlich "Zufallstäter"? Ein Mensch wird nicht zufällig zum Täter, sondern weil er die Tat bewusst ausführen will, die passende Gelegenheit dazu bekommt oder eine Tat sich aus den Umständen ergibt. Was ja einen gewissen Willen oder eine grundsätzliche Bereitschaft voraussetzt. "Zufallsopfer" ist klar. Aber "Zufallstäter" ist für mich ein Begriff, den ich persönlich für unzutreffend halte. Es sei denn, man steckt ein Opfer mit fünf Tätern in einen Raum und derjenige, der am Ende die Tat ausführt, wird als Zufallstäter bezeichnet :P
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