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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Snoopy
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#301

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Fr, 16. Dez. 2016, 19:57

Habakuk » 16 Dec 2016, 17:40 hat geschrieben:Und wie Du Deine Maßstäbe selektiv anlegst.
Hast Du Frau R. einmal gefragt, wie sie zur Tatsachenbehauptung kommt, es habe in Lichtenberg kein Mord stattgefunden? Wie sie dazu kommt, mit Sicherheit zu wissen , UK habe Peggy nicht missbraucht?
Wie sie Beobachtungen wie zB einer Stoffhändlerin in München als Tatsache hinstellen kann?
Ebenso Dinge wie die ewige Beschuldigung der Frau Knobloch? Hm?
Sie habe sich die "Tränen rausgedrückt"?

So könnte man ewig weitermachen. DAS sind die skandalösen Behauptungen, durch nichts belegt!
Hör mir bitte auf mit Deinen Vorhaltungen, die sind lächerlich !
Wende Dich bitte an wen auch immer, meinetwegen an den Weihnachtsmann, aber hör damit auf, hier die Rollen zu vertauschen.
Selbst wenn man von der Unschuld des UK ausgeht, dann hat er sich das selbst zuzuschreiben, denn er hat ja selbst gesagt, er habe sich das ausgedacht (und nicht etwa, daß ihm das untergeschoben wurde) und er war auch so "schlau", andere zu belasten ("daß ich dem das reindrück").
Ich lasse mir hier nach Jahren der Unterstellungen und Lügen seitens der BI und des UK mit Sicherheit nicht den schwarzen Peter zuschieben, das kannst Du Dir abschminken.
Jetzt komm mal wieder runter. Frau R. diskutiert hier nicht mit, sie hat also im Dialog mit mir keine zweifelhaften Behauptungen aufgestellt... ganz im Gegensatz zu dir. Daher habe ich nicht den geringsten Grund, sie nach IRGENDETWAS zu fragen. Und etwaige unzutreffende oder unbelegte Äußerungen anderer rechtfertigen zudem auch nicht im mindesten, selbst leichtfertig Behauptungen aufzustellen... da kannst du noch so krampfhaft mit dem Finger auf andere zeigen. Das ist doch nun wirklich ein bedauernswert armseliger Versuch, von deinen eigenen Argumentationsdefiziten abzulenken. Von der Aussage, U.K. sei "selbst schuld" an dem Geständnis, wenn es denn falsch sei, mal ganz zu schweigen. Unterirdischer geht es ja nun wirklich nicht mehr.
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Habakuk
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#302

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Fr, 16. Dez. 2016, 20:13

@Snoopy

Jaja, unterirdischer geht es nichtmehr...
Sag das den Leuten, die von Herrn Kulac beschuldigt wurden, weil er ihnen" das reindrücken " wollte.
Und sag es ebenso Peggys Mutter, die aus dieser Ecke seit Jahren beschuldigt wurde.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#303

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 17. Dez. 2016, 20:00

Es gab aber auch keinerlei Spuren von Ulvi, dessen Vater oder von sonst wen. Auch von der Mutter nicht. Nur die offiziell bekannte von diesem ehemaligen NSU-Mitglied. Das das zu Spekulationen aller Coleur führt, ist demnach logisch und das es im Fall Peggy Ungereimtheiten gibt, ist auch klar.
Habakuk hat geschrieben:Der Fall Peggy ist und bleibt anders gelagert.
Wie wahr! Die Frage ist halt: wie?
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#304

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Mi, 8. Mär. 2017, 12:07

Ermittler zum Mordfall: Keine Verbindung zwischen Peggy und Böhnhardt

Zwischen dem Mord der Schülerin Peggy und dem NSU-Mitglied Böhnhardt gibt es keinen Zusammenhang. Der Fund seiner DNA-Spur beim Leichnam der 2001 verschwundenen Neunjährigen sei eine "Trugspur"gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft in Bayreuth mit.

Tagesschau.de

So, jetzt haben wir es :)
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#305

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 8. Mär. 2017, 19:03

Aus dem Tagesschau-Link von @Jenny G.:
Das Textilteil sei durch Polizeigerät vom Fundort der Leiche Böhnhardts in Eisenach 2011 im Juli vergangenen Jahres an den Fundort von Peggys Leichnam gebracht worden.
Dieses "Polizeigerät" ist ein gemeiner Messstab, also nichts besonderes. Wie dieses Stoffteilchen vier Jahre lang unbemerkt daran haften bleiben konnte, verstehe ich nach wie vor nicht. Und das dieses Ding nur alle Schaltjahre zum Einsatz kommt, glaubt eh niemand.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#306

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 8. Mär. 2017, 19:09

@Jenny G.

Naja, es war ja klar, daß mit dieser Spur etwas nicht stimmt.

Daß nun allerdings nicht nur der Rest einer Körperflüssigkeit, sondern gleich ein Stoffstück von einem zum anderen Tatort übertragen wurde ist bemerkenswert...
In einer Zeit, in der es in der Beweissicherung auf winzigste Rückstände ankommt, ist das eine Schlamperei, zu der mir ehrlich gesagt nichts einfällt. Und der Fall Peggy ist einigermaßen prominent, wie sieht wohl die Beweissicherung in Fällen aus, denen "nur" regionale Bedeutung zugemessen wird?

Man will es sich nicht vorstellen...
Die PK war irgendwie auch nicht sehr erhellend. Wie hat man sich zB die Reinigung der Instrumente vorzustellen, wenn gleich ein Stück Stoff noch daran kleben bleibt? :thinking:

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#307

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 8. Mär. 2017, 19:17

@Salva

Eben. Und es handelt sich ja nicht um ein mikroskopisch kleines Teilchen, sondern um ein Stück mit 12 mm Länge.
Das ist doch mehr als peinlich.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#308

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 8. Mär. 2017, 19:51

@Habakuk
Eben. Was nützen die kriminalbiologischen Errungenschaften, wenn Jahre alter Dreck an der Technik hängt!
Mir fällt gerade ein Zitat von @pfiffi ein:
DNA... alles klar!
Kann man so oder so sehen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#309

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 8. Mär. 2017, 20:02

@Salva:

Was ich auch krass finde ist, wie schnell die Meldung in den meisten Medien wieder weg war. während man mit dem Fund von Böhnhardts DNA ein riesiges Fass aufgemacht hat.
Das müsste doch eigentlich einen Aufschrei auslösen, daß eine solche "Ermittlungsarbeit" möglich ist. Leider nichts dergleichen. Man wundert sich nur noch. Wo bleibt denn da die Glaubwürdigkeit?

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#310

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 8. Mär. 2017, 20:35

@Habakuk
Einen Aufschrei? Durch wen?
Dieser Fall zeigt, was längst jeder einigermaßen Informierte weiß: es wird passend gemacht, was passen muss und es wird verschwiegen, was irgendwie nach hinten losgehen könnte.
Die Botschaft ist ebenso deutlich: Das System irrt nicht. Und wenn, dann ist das auch wieder nur ein "Einzelfall".
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#311

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 8. Mär. 2017, 21:17

ich bin kein HUmanmbiologe.

Intuitiv möchte ich sagen: das Argument, bei Wind und Wetter würde sich DNA nicht 15 Jahre halten, kommt mir jetzt nicht völlig unplausibel vor.

Experten an die Front!
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#312

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 8. Mär. 2017, 22:04

@pfiffi

Ohne jetzt ein Experte zu sein, war es von Anfang an unwahrscheinlich, daß sich eine DNA, die so stark ist, daß sie eindeutig zuzuordnen ist, über 15 Jahre in diesem Umfeld hält.
Vor allen Dingen war es unwahrscheinlich, daß sich ausgerechnet auf diesem winzigen Stoffstück diese DNA befindet, wenn man von einer Leichenablage mittels "Umhüllung" ausginge.
Es passte von Anfang an nicht und das war eigentlich klar...

@Salva

Man hätte einen Aufschrei oder zumindest kritische Stimmen schon erwarten dürfen, als diese Meldung mit Böhnhardt herauskam. Stattdessen wurde zugestimmt, das konnte man dem NSU (und wollte es) auch noch zutrauen. Nachdenken war nicht...
Genausowenig dachte man übrigens beim WAV nach, da wurde eben die Sichtweise der BI übernommen, kritiklos.
Wie gesagt, über den Fall Peggy kann man ewig nachdenken, niemand hat eine Lösung, aber ich würde mir eine Berichterstattung wünschen, die nicht nur nachplappert, sondern eigene Gedanken vorstellt.
Und dann muss man auch dahin kommen, daß UK nach wie vor der Täter sein kann (nicht muss).

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#313

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 8. Mär. 2017, 22:50

Ich möchte schon gerne wissen: Ist so etwas möglich? Kann eine DNA (geschützt) 15 Jahre überleben? Das wäre abzuklären.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#314

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 8. Mär. 2017, 23:06

@pfiffi

"Geschützt" vielleicht schon, aber halt nicht unter Witterungseinflüssen wie im Fall Peggy.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#315

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Sa, 11. Mär. 2017, 15:40

Salva » 08 Mar 2017, 19:03 hat geschrieben:Dieses "Polizeigerät" ist ein gemeiner Messstab, also nichts besonderes. Wie dieses Stoffteilchen vier Jahre lang unbemerkt daran haften bleiben konnte, verstehe ich nach wie vor nicht. Und das dieses Ding nur alle Schaltjahre zum Einsatz kommt, glaubt eh niemand.
Ich glaube kaum, dass das Stück Stoff jahrelang an dem Messstab hing. Dieser geriet ja nur in den Fokus der Aufmerksamkeit, da man ihn auf einem Tatortfoto aus dem Böhnhardt-Wohnmobil wiedererkannt hatte. Was aber mitnichten heißen muss, dass das der einzige Gegenstand war, der sowohl dort, als auch am Fundort von Peggys Leiche verwendet wurde. Ich könnte mir eher vorstellen, dss der "Übeltäter" die Tasche war, in der die kriminaltechnischen Gerätschaften transportiert wurden, und in die der Stoffetzen bei der Tatortarbeit im ausgebrannten Wohnmobil gefallen war. Und während man die Werkzeuge selbst vermutlich sogar auch mal saubergemacht hat, hat man wohl vergessen, die Tasche selbst gründlich auf den Kopf zu stellen... im wahrsten Sinne des Wortes... :)
Habakuk » 08 Mar 2017, 22:04 hat geschrieben:Ohne jetzt ein Experte zu sein, war es von Anfang an unwahrscheinlich, daß sich eine DNA, die so stark ist, daß sie eindeutig zuzuordnen ist, über 15 Jahre in diesem Umfeld hält.
Vor allen Dingen war es unwahrscheinlich, daß sich ausgerechnet auf diesem winzigen Stoffstück diese DNA befindet, wenn man von einer Leichenablage mittels "Umhüllung" ausginge.
Es passte von Anfang an nicht und das war eigentlich klar...
Ich wüsste echt mal gerne, ob das für dich auch so "klar" gewesen wäre, hätte man U.K.s DNA an einem Gegenstand von Peggys Fundort gefunden... :OO:
pfiffi » 08 Mar 2017, 22:50 hat geschrieben:Ich möchte schon gerne wissen: Ist so etwas möglich? Kann eine DNA (geschützt) 15 Jahre überleben? Das wäre abzuklären.
Ja, geschützt (also vor allem kühl und trocken) natürlich. Sogar jahrzehntelang. Sonst könnte man ja nicht heutzutage noch uralte Kriminalfälle durch DNA-Analysen nachträglich aufklären...
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#316

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Sa, 11. Mär. 2017, 19:37

Jahrzehntelang war wohl noch etwas untertrieben...:

"Mithilfe neuester Extraktions- und Analysetechniken ist es Forschern vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig gelungen, eine nahezu vollständige mitochondriale Genomsequenz eines 400.000 Jahre alten Homininen aus Sima de los Huesos, Spanien, zu bestimmen."
https://www.mpg.de/7636592/hominine_aus ... los_huesos

Und Kern-DNA hat man immerhin auch schon bei 5000 Jahre alten Skeletten gefunden:

"«Der nächste Glücksfall ist», sagt Alt, «dass die vier Individuen so gut erhalten sind. So konnten wir bei allen Kern-DNA finden.» Denn mit der robusteren, mitochondrischen DNA lässt sich nur mutterschaftliche Verwandtschaft klären. Tatsächlich ergaben die DNA-Analysen, dass der Mann der Vater der beiden Jungen ist und die Frau ihre Mutter."
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2008-2 ... ahren.html
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#317

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 11. Mär. 2017, 19:50

@Snoopy
Es ist natürlich ein Unterschied, ob brauchbare DNS aus der Haarwurzel, eines Zahnes oder aus Knochen einer Leiche extrahiert werden kann, oder von einem z.B. Fetzen Stoff, der die Spuren eines Tatverdächtigen enthält. In jedem Fall müssen die äußeren Bedingungen passen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#318

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Sa, 11. Mär. 2017, 20:50

@Salva

So ist es, das ist sogar ein gewaltiger Unterschied.

@Snoopy

Das habe ich doch jetzt geschrieben, daß ich nicht an eine Aufklärung mittels DNA in diesem Fall glaube, egal von wem sie stammt. Es ist eben kein Fall, in dem man zB eindeutige Spuren wie Sperma, Blut usw bei einer Leiche zuordnen könnte, sondern nach dieser Liegezeit eben nur noch Knochen aufgefunden hat. Da kann man nur noch das Opfer identifizieren, aber keinen Täter.
Um ehrlich zu sein ist dieser Fall doch nur noch zu lösen, wenn ein Täter gesteht und zB den Ablageort des Schulranzens eindeutig und nachprüfbar benennt.
Alles andere ist juristisch nicht verwertbar. Selbst wenn sich Verbindungen eines Verdächtigen zum Fundort ergeben sollten.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#319

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Sa, 11. Mär. 2017, 21:44

Habakuk » 11 Mar 2017, 20:50 hat geschrieben:Das habe ich doch jetzt geschrieben, daß ich nicht an eine Aufklärung mittels DNA in diesem Fall glaube, egal von wem sie stammt. Es ist eben kein Fall, in dem man zB eindeutige Spuren wie Sperma, Blut usw bei einer Leiche zuordnen könnte, sondern nach dieser Liegezeit eben nur noch Knochen aufgefunden hat. Da kann man nur noch das Opfer identifizieren, aber keinen Täter.
Um ehrlich zu sein ist dieser Fall doch nur noch zu lösen, wenn ein Täter gesteht und zB den Ablageort des Schulranzens eindeutig und nachprüfbar benennt.
Alles andere ist juristisch nicht verwertbar. Selbst wenn sich Verbindungen eines Verdächtigen zum Fundort ergeben sollten.
Also ich denke, es hätte durchaus die Chance bestanden, die DNA einer nicht allzu geringen Menge Speichel, Sperma oder Blut an einem Stoffrest, der etwas geschützt, z.B. unter der Leiche oder unter einem Stück Plane o.ä., gelegen hat, auch nach 15 Jahren noch bestimmen zu können. Und soweit ich mich erinnern kann, haben sich die Experten doch direkt nach dem Auffinden der Leiche auch so geäußert, oder? Klar, das wäre schon ein Glücksfall gewesen. Aber jedenfalls nicht unmöglich.

Wie gerichtsfest ein solcher DNA-Treffer gewesen wäre, ist natürlich nochmal wieder eine ganz andere Frage.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#320

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Sa, 11. Mär. 2017, 21:58

@Snoopy

Es ist halt die Frage, was man als realistische "Chance" sieht. Ich könnte auch theoretisch einen Hauptgewinn im Lotto machen, glaube aber nicht daran.
"Die Experten" haben das, soweit ich gelesen habe, auch nicht für möglich oder gar wahrscheinlich gehalten, es sei denn, man sieht Mark Benecke als deren einzige Stimme.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#321

Ungelesener Beitrag von Snoopy » So, 12. Mär. 2017, 10:01

Habakuk » 11 Mar 2017, 21:58 hat geschrieben: "Die Experten" haben das, soweit ich gelesen habe, auch nicht für möglich oder gar wahrscheinlich gehalten, es sei denn, man sieht Mark Benecke als deren einzige Stimme.
Von Petermann habe ich eine ähnliche Aussage gehört. Und immerhin hat man ja DNA-Untersuchungen an den Fundstücken vorgenommen, sonst hätte es diesen Böhnhardt-DNA-Treffer gar nicht erst gegeben... das hätte man wohl kaum gemacht, wenn man von vornherein keine realistische Chance gesehen hätte, etwas zu finden.

Zudem frage ich mich, wie diese Aussage damit zusammenpasst?:
Habakuk » 08 Mar 2017, 22:04 hat geschrieben: Man hätte einen Aufschrei oder zumindest kritische Stimmen schon erwarten dürfen, als diese Meldung mit Böhnhardt herauskam. Stattdessen wurde zugestimmt, das konnte man dem NSU (und wollte es) auch noch zutrauen. Nachdenken war nicht...
Sehr merkwürdig - die "Experten haben das gar nicht für möglich gehalten"... trotzdem gab es keinerlei "kritische Stimmen"... :thinking:??? Da scheint mir bei dir doch eine ziemlich selektive Wahrnehmung vorzuliegen...

Allerdings wäre es höchst unwahrscheinlich gewesen, noch DNA zu finden, wenn dieser Stoffrest zu einer (grünen... :OO:) Decke gehört hätte, in die die Leiche eingehüllt war, und die bis auf eben diesen kleinen Rest schon vollständig zerfallen war. Da gebe ich dir Recht, falls du das meinst :)! Das ist aber eben längst nicht die einzige Möglichkeit, worum es sich bei dem Stofffetzen gehandelt haben könnte.

Ich habe wirklich den Eindruck, einige Leute, u. a. auch du, waren/sind so fixiert darauf, U.K. als Täter zu sehen, dass sie jedwede Theorie, die ihn als Täter annehmen lässt, begierig annehmen... alles, was dagegen spricht, vernachlässigen... und anscheinend kaum mehr in andere Richtungen denken können. Daher funktionierte die Schlussfolgerung bei der Meldung der Böhnhardt-DNA dann nahezu reflexhaft so:

1. Teilinformation "Stoffteil" -> Stoff = Decke... AHA, das Stück Stoff stammt bestimmt von der grünen Decke, in die U.K.s Vater die Leiche eingehüllt hat!!!

2. Teilinformation "Böhnhardt-DNA" -> Nä, das kann ja nicht sein... wie soll sich ausgerechnet an dem 0,00005%-Rest der Decke, der noch übrig ist, eine DNA-Spur gehalten haben (und dann auch noch die "falsche" DNA ;))...!!!

=> Fazit: Sicherlich hat man den Rest einer Decke gefunden, in die die Leiche eingewickelt war (passt zu U.K.); die Böhnhardt-DNA (passt nicht zu U.K.) war bestimmt nur eine versehentliche Verunreinigung durch die Kriminaltechniker.


Dass die Unwahrscheinlichkeit vielmehr bei der Decken-Theorie an sich liegt, ist dabei anscheinend völlig übersehen oder ausgeblendet worden.

Und deine Aussage, beim WAV habe man genausowenig nachgedacht, sondern kritiklos die Sichtweise der BI übernommen, setzt dem Ganzen wirklich die Krone auf, finde ich. Angesichts der immens hohen juristischen Anforderungen, die erfüllt, und Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen, um überhaupt die Wiederaufnahme eines Verfahrens erreichen zu können, und angesichts der sorgfältigen Beweisaufnahme, die in der neuen Hauptverhandlung dann durchgeführt wurde (nur eben ganz und gar nicht mit dem Ergebnis, das du wohl für richtig hältst), finde ich so eine Aussage schon geradezu absurd. Wie ignorant muss man sein (wollen), um annehmen zu können, dass eine BI, bestehend aus ein paar Privatpersönchen ohne jegliche politische oder wirtschaftliche Macht, den Einfluss hätte, zahlreiche involvierte Staatsanwälte und Richter zum kritiklosen Übernehmen ihrer Sichtweise zu bringen... :OO:
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#322

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 12. Mär. 2017, 21:12

@Snoopy

Schon wieder verdrehst Du meine Aussagen. Ist das Absicht?

Die Meldung, es handle sich bei dem Stofffetzen um Überreste einer Decke stand in zahlreichen Medienberichten und stammt nicht von mir. Und da wäre es eben naheliegend gewesen, diesen Stoffrest einer (wie wir heute wissen vermeintlichen) Decke mit den Fasern aus Kulacs Auto zu vergleichen (von DNA habe ich nicht gesprochen).

Wenn Du an die NSU-Spur geglaubt hast, dann ist es eben so, ich habe es eben nicht getan. Der Fall Peggy passte von Vornherein nicht in deren Schema. Und das nicht nur wegen Peggys Vorgeschichte (Verhaltensänderungen, die ganz klar auf einen Täter aus ihrem Umfeld hindeuten), sondern auch wegen den NSU-Taten an sich, die völlig anders gelagert sind.
Sogar einen Kinderpornoring um den NSU wollte man konstruieren, passte halt nur nicht zu Peggy, oder glaubst Du, ein prof. Ring entsorgt seine Opfer dermassen dilettantisch?

Meine Kritik bez. des "Nichtnachdenkens" bezog sich in erster Linie auf die Medien und die haben eben sowohl bei der NSU-Spur als auch rund um das WAV ihre Pflicht nicht erfüllt, nämlich Dinge zu hinterfragen. Das WAV wurde überstürzt durchgezogen (wenn es auch seine Berechtigung hatte, das sehe ich nicht anders), aber es hat eben viele Punkte NICHT beleuchtet, oder hast Du zB eine Vernehmung der Zeugin gesehen, die UK im ersten Verfahren schwer belastete? Du unterstellst also den Beteiligten des WAV eine gründlichere Arbeit als denen des 1. Prozesses? Darf man so sehen, muss man aber nicht. Verfahren werden meist nicht besser, je länger die Taten zurückliegen. Richter Hornig ist übrigens heute noch von der Richtigkeit seines Urteils überzeugt...

Im Übrigen habe ich schon mehrmals betont, daß auch ich nicht hundertprozentig von der Schuld des UK überzeugt bin, aber ich sehe keinen Grund, ihn als Täter auszuschließen. Der Leichenfund widerspricht seinem Geständnis in keinster Weise, im Gegenteil. Er widerspricht aber sehr wohl sämtlichen Aussagen der BI (Peggy in der Türkei, es gab keinen Mord, Peggy im Stoffgeschäft usw).

Und was Petermann betrifft: Für mich ein ähnliches Kaliber wie Benecke. Große Medienpräsenz, wenig bis keine tatsächlichen Erfolge. Meine Meinung...

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#323

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 12. Mär. 2017, 22:40

Habakuk hat geschrieben:Und was Petermann betrifft: Für mich ein ähnliches Kaliber wie Benecke. Große Medienpräsenz, wenig bis keine tatsächlichen Erfolge. Meine Meinung...
Da muss ich dich aber korrigieren, @Habakuk:

Axel Petermann war knapp 30 Jahre bei der Kripo und hat dabei über 1000 Fälle bearbeitet. Über seine Medienauftritte der letzten Jahre kann man zwar streiten, aber er ist bestimmt kein Dilettant ohne Erfolge.

Und was Dr. Mark Benecke betrifft: der ist immerhin ein weltweit anerkannter Kriminalbiologe, Rechtsmediziner, Ausbilder an Polizeischulen und Gastdozent u.a. in den USA und arbeitet als Gerichtsgutachter. Also auch kein Hähnchen in Sachen Fachwissen.

Und was die Verbindung Peggy / NSU betrifft: die gab es doch und zwar durch das Umfeld des Mädchens bzw. Bekanntschaften ihrer Mutter. Steht irgendwo hier im Thread.
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#324

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 12. Mär. 2017, 22:48

@Salva

Kennst Du bei Petermann oder Benecke einen Fall, der durch deren Expertise aufgeklärt wurde?:blush:

Und nein, die Verbindung zum NSU gab es nicht. Weder durch das Umfeld noch Bekanntschaften der Mutter.
Es wurde lediglich (durch Herrn Lemmer) einem Nachbarn rechte Gesinnung unterstellt, das wars.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#325

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 12. Mär. 2017, 23:15

@Habakuk

Was Petermann betrifft, die beschreibt er in seinem Buch "Der Profiler". Und zu Benecke: siehe ebenfalls dessen Bücher. ;)
Du darfst aber nicht vergessen, dass diese beiden Spezialisten in der Regel nicht alleine an einem Fall arbeiten, sondern als Mitglieder in Teams aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen.
Habakuk hat geschrieben:Und nein, die Verbindung zum NSU gab es nicht. Weder durch das Umfeld noch Bekanntschaften der Mutter.
Es wurde lediglich (durch Herrn Lemmer) einem Nachbarn rechte Gesinnung unterstellt, das wars.
Es ging ja bei dieser Verbindung nicht primär um die rechte Gesinnung, sondern eher um pädophile oder sexuelle Gemeinsamkeiten. Und das es pädosexuelle Neigungen beim NSU gab, dürfte unbestritten sein.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#326

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 12. Mär. 2017, 23:23

@Salva

Hm, naja, ich würde mich in einem Buch natürlich auch positiv darstellen. Wie gesagt, mir ist da kein einziger Erfolg bekannt, sehr wohl aber Stellungnahmen zu zig Fällen...

Wo sind pädosexuelle Neigungen des NSU denn "unbestritten"? Hab ich was verpasst?
Ich rede jetzt von Böhnhardt und Mundlos. Es gab doch nur diesen Tino Brandt, aber dessen Taten waren auch wieder anders, nämlich homosexuell+pädophil.
Und wo ist da die Verbindung zu Peggys Umfeld? Sorry, mir wäre keine bekannt...

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#327

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 12. Mär. 2017, 23:40

@Habakuk

Hier gibt Benecke einen kleinen Einblick in seine Arbeit und Petermann stellt sich in seinen Büchern nicht positiv dar, sondern schreibt über seine Fälle. Hier z.B.
Habakuk hat geschrieben:Wo sind pädosexuelle Neigungen des NSU denn "unbestritten"? Hab ich was verpasst?
Und wo bzw. bei wem wurde Kinderpornografie gefunden? Lies' einfach nochmal nach ;)
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#328

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 12. Mär. 2017, 23:54

@Salva

Nein, Salva, das stimmt so nicht. Es wurden auf dem Rechner von Mundlos grenzwertige Dateien (zwei, wenn ich nicht irre) gefunden. Das wären für einen wirklich Pädophilen erstaunlich wenige und erstaunlich uneindeutige.
Findet man wahrscheinlich auf vielen Rechnern, auch unbeabsichtigt von den Nutzern.

Im Wohnmobil fand man einige Kinderspielsachen, aber auch hier gab es keinen Zusammenhang zu vermissten Kindern. Zschäpe hat zB Nachbarskinder betreut. Aber wie gesagt, selbst wenn, wo ist die Verbindung zu Peggys Umfeld?

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#329

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 13. Mär. 2017, 00:02

@Habakuk

Auf Zschäpe's Rechner wurden solche Dateien gefunden:

Zeit Online:
Kinderpornos auf Zschäpes PC

2011 fanden die Ermittler kinderpornografisches Material auf dem PC von Beate Zschäpe. Zu dem Rechner könnte auch Böhnhardt Zugang gehabt haben.

Der Fund wurde damals nicht weiterverfolgt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau sagte im Februar 2013, das Verfahren sei eingestellt worden, weil die zu erwartende Strafe im Verhältnis zu den Strafen für die terroristischen Taten "voraussichtlich nicht beträchtlich ins Gewicht" falle. Will heißen: Das Verfahren wegen des Besitzes von Kinderpornografie wurde nicht weiterverfolgt, weil die sonstigen Vorwürfe – unter anderem die Mittäterschaft an zehn Morden – schwerer wiegen. [...]

News.de:
Flotte Dreier und Kinderpornos: So wild trieb es Beate Zschäpe

[...] Gewalt und Pädophilie scheinen im direkten Umfeld des NSU keine Seltenheit. So finden sich auch bei Beate Zschäpe Hinweise auf extreme Sexualneigungen. Ermittler entdeckten auf ihrem Rechner kinderpornographische Dateien. Der NSU-Opferanwalt Yavuz Narin kommt zu dem Schluss: "Nach Prüfung der Akten ist mir die Häufung derartiger Fälle im Umfeld des NSU aufgefallen. Von einem Netzwerk zu sprechen, ist möglicherweise fast untertrieben, man müsste eher von einem Sumpf sprechen." [...]
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

#330

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Mo, 13. Mär. 2017, 00:10

Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Schon wieder verdrehst Du meine Aussagen. Ist das Absicht?
Wo verdrehe ich da etwas? Erstens spreche ich nicht nur von dir, und zweitens drücke ich deutlich aus, dass das mein Eindruck ist, den ich sowohl durch deine Äußerungen, als auch durch die Äußerungen anderer Personen, die einen ähnlichen Standpunkt vertreten, gewonnen habe.
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Die Meldung, es handle sich bei dem Stofffetzen um Überreste einer Decke stand in zahlreichen Medienberichten und stammt nicht von mir. Und da wäre es eben naheliegend gewesen, diesen Stoffrest einer (wie wir heute wissen vermeintlichen) Decke mit den Fasern aus Kulacs Auto zu vergleichen (von DNA habe ich nicht gesprochen).

Daran, dass in "zahlreichen Medienberichten" stand, es habe sich bei dem Stoffteil um die Überreste einer Decke gehandelt, habe ich nun wieder keinerlei Erinnerung. Kannst da dafür bitte mal Quellen nennen? Nach meiner Wahrnehmung wurde nämlich in den Medien stets lediglich von "Textil" oder "Stoff" geschrieben... wohingegen in einschlägigen Foren daraus aber sehr rasch der vermeintliche "Rest einer Decke" wurde... :OO:
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Wenn Du an die NSU-Spur geglaubt hast, dann ist es eben so, ich habe es eben nicht getan. Der Fall Peggy passte von Vornherein nicht in deren Schema. Und das nicht nur wegen Peggys Vorgeschichte (Verhaltensänderungen, die ganz klar auf einen Täter aus ihrem Umfeld hindeuten), sondern auch wegen den NSU-Taten an sich, die völlig anders gelagert sind.
Sogar einen Kinderpornoring um den NSU wollte man konstruieren, passte halt nur nicht zu Peggy, oder glaubst Du, ein prof. Ring entsorgt seine Opfer dermassen dilettantisch?
Ich habe nicht "daran geglaubt", ich habe es aber auch nicht für ausgeschlossen gehalten. Und deine Argumente überzeugen nicht... auf die war ich an früherer Stelle auch schon eingegangen: Dass ein Mensch Mitglied einer rechtsradikalen Terrororganisation ist, bedeutet nicht, dass er nicht auch ein ganz profaner mordlustiger/pädophiler/sadistischer Kindermörder sein kann; eine Verbindung zum NSU müsste bei dieser Tat überhaupt nicht bestanden haben. Und die Veränderungen von Peggy sind derart unspezifisch, dass sie sicherlich nicht "ganz klar" auf einen "Täter" hindeuten... allenfalls deuten sie auf Probleme hin, die das Kind zu diesem Zeitpunkt hatte, und die alle möglichen Ursachen gehabt haben könnten.

Abgesehen davon, dass U.K. als Täter gerade nicht passt, wenn man den Veränderungen des Mädchens eine solche Bedeutung beimisst... da er ansonsten nur gegenüber Jungen übergriffig wurde, und auch das eher bei spontanen Gelegenheiten und nicht "geplant", ist es wohl äußerst unwahrscheinlich, dass er ausgerechnet Peggy systematisch über einen längeren Zeitraum missbraucht haben könnte.
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Das WAV wurde überstürzt durchgezogen
Überstürzt? Du vergisst dabei wohl, dass sogar die Staatsanwaltschaft den Wiederaufnahmeantrag befürwortet hat. Demnach bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Fall jemand zu Unrecht des Mordes schuldig gesprochen war. Wie lange soll denn die Justiz in so einem Fall deiner Meinung nach abwarten, um eine neue Verhandlung durchzuführen? Die Argumente für eine Wiederaufnahme waren ohnehin schon lange bekannt, die BI und U.K.s Anwalt hatten nie ein Geheimnis daraus gemacht. Und die Ermittlungen waren auch schon längst wieder aufgenommen worden. Also warum hätte man länger warten sollen?
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:aber es hat eben viele Punkte NICHT beleuchtet, oder hast Du zB eine Vernehmung der Zeugin gesehen, die UK im ersten Verfahren schwer belastete?
Was soll denn das für eine Zeugin gewesen sein? Etwa die, die sich ein Jahr nach Peggys Verschwinden plötzlich erinnert haben will, U.K. zum fraglichen Zeitpunkt auf einer Bank mitten im Ort sitzen gesehen zu haben, wo ihn ansonsten NIEMAND sonst bemerkt hatte :OO:? Falls du die meinst... selbst wenn diese Frau ihre Aussage bestätigt hätte... und ganz abgesehen davon, dass man sich fragen kann, wie seriös es gewesen wäre, bei derartig vielen widersprüchlichen Zeugenaussagen ausgerechnet diese eine für zutreffend zu halten... was würde das aussagen? Reinweg gar nichts.

Übrigens wurde die Beweisaufnahme ja auch abgekürzt, als alle relevanten Zeugen vernommen worden waren, und sich daraus keinerlei Hinweise auf U.K.s Schuld ergeben hatten. Bloß gut, dass dann nicht noch zig weitere Zeugen vernommen wurden, von denen ohnehin nichts Entscheidendes mehr zu erwarten war...
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Im Übrigen habe ich schon mehrmals betont, daß auch ich nicht hundertprozentig von der Schuld des UK überzeugt bin, aber ich sehe keinen Grund, ihn als Täter auszuschließen. Der Leichenfund widerspricht seinem Geständnis in keinster Weise, im Gegenteil. Er widerspricht aber sehr wohl sämtlichen Aussagen der BI (Peggy in der Türkei, es gab keinen Mord, Peggy im Stoffgeschäft usw).
Also Moment mal. Die Türkeispur, die Sichtung im Stoffgeschäft usw. sind keine "Aussagen der BI"... das sind Spuren, die sich im Rahmen der Ermittlungen ergeben haben, als die BI noch längst nicht existierte. Die BI hat sie nicht erfunden. Sie hat nur einige dieser Spuren für wahrscheinlich gehalten und intensiv verfolgt. Da hat sie sich also wohl einfach geirrt. Nicht unbedingt verwerflich, finde ich, angesichts der Tausenden von Theorien, die kursierten und noch kursieren...
Habakuk » 12 Mar 2017, 21:12 hat geschrieben:Und was Petermann betrifft: Für mich ein ähnliches Kaliber wie Benecke. Große Medienpräsenz, wenig bis keine tatsächlichen Erfolge. Meine Meinung...
Na wenn du meinst, dass von Richter Hornig, der U.K. im Jahr 2004 selbst schuldig sprach, eine kompetentere und unvoreingenommenere Stellungnahme zu erwarten ist... :D :OO:
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