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Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil

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Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 17. Mai. 2015, 20:12

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/gr ... -1.5091538

Gruppe schlägt 49-Jährigen mit Spatenstiel fast tot

Nach einem Angriff auf einen 49-jährigen Deutsch-Türken aus Löhne am Donnerstag ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes. Der Attacke war ein Streit im Straßenverkehr vorangegangen.

Wie die Polizei mitteilte, hinderte eine fünfköpfige Gruppe von Männern den Autofahrer gegen 21 Uhr daran, von einem Parkplatz am Bahnhof Löhne auf die Bünder Straße zu fahren. Es entwickelte sich ein Streit, bei dem die fünf Männer den 49-Jährigen angriffen. Daraufhin wehrte sich der Autofahrer mit einem Spatenstiel, den er aus seinem Kofferraum genommen hatte.

Die fünf Angriffer entrissen dem Fahrer jedoch den Spatenstiel. Ein 26-jähriger Mann aus der Gruppe schlug mehrfach auf den Kopf des 49-Jährigen ein. Als das Opfer am Boden lag, wurde er von mehreren Tatverdächtigen getreten. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen. Es besteht Lebensgefahr. Zeugen informierten die Polizei.

Die fünf russischstämmigen Tatverdächtigen im Alter zwischen 26 und 28 Jahren wurden am Tatort festgenommen. Vier von ihnen alkoholisiert. Drei der fünf Tatverdächtigen sind der Polizei bereits wegen Gewalt-, beziehungsweise Eigentumsdelikten bekannt.
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Zuletzt geändert von Salva am Sa, 18. Jun. 2016, 12:57, insgesamt 3-mal geändert.



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Re: Spatenstiel-Attacke in Löhne

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 17. Mai. 2015, 20:15

http://www.lz.de/owl/20461188_Spatensti ... orben.html

Spatenstiel-Attacke in Löhne: 49-Jähriger gestorben

Haupttatverdächtiger nach Tat dem Haftrichter vorgeführt

Bild
Tatort: Die Polizei hat den Parkplatz vor dem Löhner Bahnhof abgesperrt. Auf dem Boden sind die Blutspuren des 49-jährigen Opfers gut zu erkennen. Die Beamten der Kriminalpolizei vernehmen noch am Donnerstagabend vor dem Bahnhof die Zeugen

Löhne. Der am Donnerstag in Löhne (Kreis Herford) durch einen brutalen Angriff verletzte 49 Jahre alte Mann ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft gestorben. Dies teilten die Behörden am Sonntagnachmittag mit.

Der aus Löhne stammende Mann hatte seine Tochter am Vatertagsabend zum Bahnhof gebracht. Als er wieder zur Ausfahrt auf die Bünder Straße fuhr, geriet er mit einer fünfköpfigen Gruppe russisch-stämmiger Männer in Streit, in dessen Verlauf der 49-Jährige durch einen Spatenstiel schwer verletzt wurde. Das Polizeipräsidium Bielefeld richtete mit Unterstützung der Polizei Herford eine 14-köpfige Mordkommission „Bahnhof“ ein.
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Re: Spatenstiel-Attacke in Löhne

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 19. Mai. 2015, 11:54

http://www.bild.de/news/inland/vater/ku ... .bild.html

Kurz nach diesem Selfie
Vater (49) zu Tode geprügelt

Bild
Selma hatte ihren Vater besucht. Auf dem Weg zum Bahnhof machte sie diese Aufnahme

Löhne – Glücklich lächeln Selma (27) und ihr Vater Harun A. (49) in die Kamera. Nur wenige Minuten nach dem Selfie wird der Mann ins Koma geprügelt! Er stirbt zwei Tage später.

Das Drama: Der herzkranke Lkw-Fahrer setzt seine Tochter abends am Bahnhof in Löhne (NRW) ab. Als er vom Parkplatz fahren will, stellen sich ihm fünf Betrunkene (26–29) in den Weg.

Bild
Ein Mann zerschmetterte Harun A. (49) mit einem Spatenspiel den Schädel

Ein Zeuge beobachtet, wie Harun aus dem Wagen steigt und einen Spatenstiel aus dem Kofferraum holt. Er hat Angst. „Er wollte sich wohl verteidigen”, vermutet seine Witwe.

Die Männer entreißen ihm den Stiel. Als A. wegläuft, zerschmettert ihm ein Täter von hinten mit dem Werkzeug den Schädel. Als Harun A. blutend und röchelnd am Boden liegt, treten die Männer noch mehrmals zu. Anschließend flüchten die Täter.

Harun kommt in eine Klinik, fällt ins Koma, kurz darauf ist er tot. „Er war ein Mann der Liebe! Warum musste er so sinnlos sterben?“, klagt Witwe Yasmine A. (47). Am Schauplatz des Dramas haben Angehörige und Freunde ein Herz aus Kerzen aufgestellt und Blumen abgelegt.

Die Familie trauert um den geliebten Vater

Harun H. galt als äußerst hilfsbereiter, fleißiger und netter Mann. Jahrelang war er Jugendbetreuer in mehreren Fußballvereinen, half Nachbarn und Freunden bei Umzügen, Reparaturarbeiten, grillte Würstchen am Sportplatz und erledigte Fahrdienste.

Bild
Angehörige und Freunde haben ein Herz aus Kerzen für Harun aufgestellt

Seine Witwe: „Mein Mann war überall beliebt und hatte keine Feinde.“ Sie fordert, dass künftig Saufgelage am Vatertag verboten werden. „Das ist ein christliches Fest, das zu einer Alkoholorgie verkommen ist. Deshalb musste mein Mann sterben“, sagt sie.

Bild
Witwe Yasmine A. 47) trauert um ihren toten Mann

Die fünf Schläger wurden gefasst. Gegen sie läuft ein Ermittlungsfahren wegen Totschlags. Der Haupttäter sitzt in U-Haft.
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Re: Spatenstiel-Attacke in Löhne

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 21. Mai. 2015, 09:58

Drei der fünf Tatverdächtigen sind der Polizei bereits wegen Gewalt-, beziehungsweise Eigentumsdelikten bekannt.
Und jetzt Mord oder Totschlag... R.i.P, Harun Aydurmus


Politiker sind für eine Überwachung des Löhner Bahnhofs

...
Auf Anfrage der NW veröffentlicht Polizeisprecher Michael Albrecht die Gesamtzahl der Straftaten im und am Bahnhof aus den vergangenen vier Jahren: Im Jahr 2011 gab es demnach 18 Straftaten, 2012 waren es 24, 2013 gab es eine deutliche Steigerung auf 40 Straftaten, die im vergangenen Jahr noch einmal durch 41 Straftaten getoppt wurde. Für das aktuelle Jahr gibt es noch keine Statistik. „Alles deutet aber darauf hin, dass die Zahlen nach unten gehen“, sagt Albrecht. Die meisten dieser Straftaten waren einfache Diebstähle, laut Albrecht „mehr als 60, 70 Prozent“. Davon wiederum sei der überwiegende Anteil Fahrraddiebstahl.

Der Bahnhof ist also ein Magnet für Fahrraddiebe, nicht aber für Gewaltverbrechen. Eine hohe Zahl von Fahrraddiebstählen gibt es auch an verschiedenen Löhner Schulen.

Gewaltverbrechen wie die tödlich endende Prügelei am Himmelfahrtstag sind am Löhner Bahnhof dagegen vergleichsweise selten. Seit 2011 verzeichnet die Polizei jedes Jahr mindestens zwei solcher gewalttätiger Straftaten, die im Polizeijargon „Rohheitsdelikte“ genannt werden, im Jahr 2013 waren es sogar vier. Albrecht: „An den Herforder Diskotheken verzeichnen wir jedes Wochenende in etwa so viele Rohheitsdelikte wie am Löhner Bahnhof im ganzen Jahr.“

Für dieses Jahr verzeichnet die Polizeistatistik bereits wiederum zwei schwere Gewalttaten am Bahnhof. Die jüngsten Opfer sind bekannt, weil wir ausgiebig darüber berichtet haben: Es sind der schwer verletzte 21-jährige Flüchtling Ousmane und der getöteten 49-jährige Löhner Harun Aydurmus.
Fazit:
...
Im Gegensatz zu der gefühlten Sicherheit steht jedoch die Polizeistatistik. Demnach ist der Bahnhof im kreisweiten Vergleich kein Brennpunkt der Kriminalität.

...
Adlers Antrag (*Linken-Fraktionschef Ulrich Adlers Antrag zu mehr Personal zur Überwachung des Löhner Bahnhofs) wurde mit Verweis auf die hohen Kosten abgelehnt. Nach Schätzung des Ordnungsamtsleiters kostet die Rundumüberwachung durch fünf Mitarbeiter 250.000 Euro.

Derzeit suchen zwei Mitarbeiter des Löhner Ordnungsamts regelmäßig in den Abend- und Nachtstunden montags bis samstags alle städtischen Liegenschaften auf, das sind Schulen, Sportstätten, Kinderspiel-und Bolzplätze, sowie Feuerwehrhäuser. Ein Schwerpunkt der Kontrollen neben der Aqua Magica, dem Fichtensee und dem Löhner Werre-Wehr ist auch der Bahnhof, der allerdings nicht der Stadt, sondern dem Kaiserslauterner Privatmann Epifanio Di Fede gehört.
Quelle: Neue Westfälische

Es braucht also noch ein paar Schwerverletzte und Tote mehr.
„An den Herforder Diskotheken verzeichnen wir jedes Wochenende in etwa so viele Rohheitsdelikte wie am Löhner Bahnhof im ganzen Jahr.“
Mt dem Unterschied, dass es an öffentlichen Orten/ Plätzen/ Einrichtungen JEDEN erwischen kann. Und zwar JEDERZEIT.
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Re: Spatenstiel-Attacke in Löhne

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 30. Aug. 2015, 07:15

23.07.2015
Mutmaßlicher Täter der Prügelattacke vor dem Löhner Bahnhof muss sich bald vor Gericht verantworten Anklage lautet auf Totschlag

Löhne (WB). Die tödliche Prügelattacke vom 14. Mai vor dem Löhner Bahnhof wird zum Fall für das Schwurgericht in Bielefeld. Staatsanwalt Christoph Mackel hat jetzt gegen den mutmaßlichen Täter Mikhail. Z (26) Anklage wegen Totschlag erhoben. Ein Termin zum Prozessbeginn ist noch nicht anberaumt. Spätestens im Oktober ist aber damit zu rechnen.

Der tragische Tod des 49-Jährigen Familienvaters Harun Aydurmus hatte in Löhne eine große Welle der Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst. Des Totschlags angeklagt ist Mikhail Z. (26). Der Bad Salzufler sitzt seit dem 15. Mai in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede.

Staatsanwalt Mackel wirft Mikhail Z. vor, dass er am Abend des Tattages erheblich angetrunken und in Begleitung von vier weiteren Männern Harun Aydurmus an der Fahrt vom Bahnhofsparklatz gehindert habe. Der Familienvater (49) hatte zuvor seine Tochter Selma mit dem Auto dort abgesetzt, damit diese mit dem Zug zurück nach Bielefeld fahren konnte.

Zwischen ihm und den fünf Männern soll es zu einem lautstarken Streit gekommen sein, in dessen Verlauf sich die Gruppe vor Harun Aydurmus aufgebaut haben und auf ihn zugegangen sein soll. Der 49-Jährige hatte daraufhin einen abgebrochenen Spatenstiel aus dem Kofferraum seines Fahrzeuges geholt. Er soll diesen dann abwehrend vor sich haltend rückwärts in Richtung Bahnhofsgebäude gegangen sein. Ob Harun Aydurmus selbst mit dem Stiel auf Mitglieder der Gruppe eingeschlagen hat, sei noch unklar.

Mikhail Z. soll es dann gelungen sein, ihm den Spatenstiel zu entwinden und damit mindestens zweimal ausgeholt und gezielt das Opfer seitlich stark am Kopf getroffen haben. Damit habe der Beschuldigte tödliche Verletzungen in Kauf genommen. Auch Tritte gegen den schließlich am Boden liegenden Familienvater soll es gegeben haben. Dieser musste mit einem Rettungshubschrauber in die neurochirurgische Abteilung des Bielefelder Krankenhauses Gilead I gebracht werden, wo er trotz Operationen starb.

Vor dem Vorfall in Löhne soll sich die Gruppe in einer Gaststätte in der Nähe des Bahnhofes aufgehalten haben. »Mein Mandant hatte gefeiert und ziemlich viel getrunken«, sagte Rechtsanwalt Dr. Lutz Klose auf Anfrage dieser Zeitung. Dass Mikhail Z. zur Tatzeit zurückgerechnet einen Blutalkohol von mehr als 2,3 Promille gehabt habe, sei auch keine Entschuldigung. »Mein Mandant bedauert zutiefst, was geschehen ist. Aber ich muss auch sagen, dass er nicht kriminell ist und bislang einen vernünftigen Lebensweg hatte. Er hat eine Ausbildung absolviert, ist übernommen worden und hat als Handwerker seinen Job gemacht«, sagte der Rechtsanwalt.

Ein Termin für den Prozessbeginn sei noch nicht anberaumt. »Ich rechne aber damit, dass spätestens im Oktober Verhandlungsbeginn sein wird«, sagte der Rechtsanwalt.

Über den genauen Hergang gibt es unterschiedliche Zeugenaussagen, die sich in einigen Punkten aber decken. Fest steht, dass Harun Aydurmus laut der Untersuchung durch die Rechtsmediziner an einem Schädel-Hirn-Trauma gestorben ist. Er hatte Blutergüsse an beiden Oberarmen sowie am Ellenbogen und Oberschenkel durch Schläge oder Fußtritte, ebenso auf beiden Seiten des Kopfes. Zudem wurden Hirnblutungen und ein Bruch der Schädelbasis festgestellt, der durch das Aufschlagen des Kopfes auf die Plastersteine verursacht worden sein soll.

Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich bei Mikhail Z. um einen in Kirgisien geborenen Mann, der in Königsberg aufgewachsen und dort bis zur achten Klasse in die Schule gegangen ist. Vor zwölf Jahren ist er mit seiner Mutter nach Deutschland gekommen, wo er seinen Abschluss nach der neunten Klasse an der Hauptschule und eine Ausbildung zum Heizungs- und Sanitärbauer gemacht hat. Von seinem Arbeitgeber ist er unbefristet übernommen worden. Sein Vater ist vor 23 Jahren tödlich verunglückt. Mikhail Z. ist ledig und hat keine Kinder.

westfalen-blatt
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Re: Löhne: Spatenstiel-Attacke

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Okt. 2015, 08:18

Prozessauftakt: Vater stirbt nach Schlägen mit Spatenstiel
Offenbar gerieten sie zufällig aneinander, dann eskalierte die Gewalt: Weil er einen Familienvater in einem Streit mit einem Spatenstiel totgeschlagen haben soll, steht ab heute ein 26-Jähriger vor dem Landgericht Bielefeld. Die hölzerne Waffe stammt aus dem Kofferraum des Opfers. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 49-Jährige sich damit hatte verteidigen wollen, nachdem er auf dem Bahnhofsparkplatz in Löhne bei Bielefeld mit einer Gruppe Betrunkener in Streit geraten war. In dessen Verlauf stieg der 49-Jährige aus und holte den Spatenstiel aus dem Kofferraum. Als schließlich jedoch der Angeklagte den Holzstiel in die Hände bekam, soll er mindestens zweimal gegen den Kopf des Vaters geschlagen haben. Dieser ging zu Boden und schlug mit dem Kopf auf den Asphalt. Er starb am Tag später an einem Schädel-Hirn-Trauma. Der Angeklagte muss sich wegen Totschlags verantworten.
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Re: Löhne: Spatenstiel-Attacke

#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Okt. 2015, 11:20

Hat ER Harun A. mit einem Spatenstiel erschlagen?
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Dabei stieg Harun A. aus seinem Wagen und holte den Spatenstiel aus dem Kofferraum. Er hatte gerade erst seine Tochter Selma (27) am Bahnhof abgesetzt. Gut gelaunt schoss die junge Frau kurz zuvor noch ein Selfie im Auto.
Als schließlich jedoch der angeklagte Deutschrusse Mikhail Z. den Holzstiel in die Hände bekam, soll er mindestens zweimal gegen den Kopf des Vaters geschlagen haben.
Harun A. ging zu Boden und schlug mit dem Kopf auf den Asphalt. Er starb am Tag später an einem Schädel-Hirn-Trauma. Der Angeklagte muss sich wegen Totschlags verantworten.
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Re: Löhne: Spatenstiel-Attacke

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Okt. 2015, 14:37

Bielefeld/Löhne – „Ich entschuldige mich und trage die Verantwortung”, stammelte er unter Tränen.
Zum Prozessauftakt um das Vatertagsdrama von Löhne hat der Angeklagte vor dem Landgericht Bielefeld die Tat pauschal gestanden. Zu Einzelheiten äußerte sich Mikhail Z. (26) aber nicht – wegen Erinnerungslücken.
Dem Täter drohen bis zu 15 Jahre Haft. Auch gegen seine Freunde wird ermittelt. Urteil am 3. Dezember.
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Re: Löhne: Spatenstiel-Attacke

#9

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 24. Okt. 2015, 14:52

Prozess wegen Totschlags fortgesetzt – Kammervorsitzende droht mit Ordnungsstrafen Parteien geraten aneinander
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Im Prozess um den gewaltsamen Tod des 49-jährigen Löhners Harun Aydurmus sind vor dem Landgericht Bielefeld die ersten Konflikte zwischen den Parteien aufgebrochen. Kammervorsitzende Jutta Albert kündigte in der gestrigen Verhandlung im Fall der Wiederholung sogar Ordnungsstrafen an.

Grund für diese klare Ansage der Chefin der zehnten Strafkammer ist eine Konfrontation am Ende des ersten Verhandlungstages am Dienstag. Da waren vor dem Sitzungssaal des Schwurgerichts die Mutter des Angeklagten Mikhail Z. (26) und die Witwe des Opfers, Yasmine Aydurmus, aneinandergeraten und stritten sich lautstark.

Angehörige sollen »Zurückhaltung« üben


Jutta Albert nahm diesen Vorfall aus dem bisher sehr ruhig verlaufenen Prozess gestern zum Anlass, die Familien von Täter und Opfer gleichermaßen streng zu ermahnen: »Ich erwarte, dass sich jeder angemessen benimmt.« Die Angehörigen sollten »Zurückhaltung« üben. Das Gericht werde künftig das Verhalten »überwachen«. Diese mündliche Anweisung nahm die Kammervorsitzende sogar zu Protokoll. Gebe es wiederholt solche Auseinandersetzungen, werde das Schwurgericht mit Ordnungsstrafen reagieren. Albert: »Wenn so etwas passiert, dann fliegen die Personen achtkantig raus.«

Die Kammervorsitzende habe ihre Ansage neutral formuliert und keinen dabei ins Visier genommen, meinten anschließend Rechtsanwalt Christian Thüner, der die Witwe des Opfers als Nebenklägerin vertritt, sowie seine Kollegin Deborah Weinert.
Geprägt war der zweite Tag des Totschlags-Prozesses gegen den gebürtigen Kirgisen mit russischer Staatsangehörigkeit danach von den Aussagen zweier Zeuginnen, die am 14. Mai 2015 den Vorfall auf dem Löhner Bahnhofsvorplatz beobachtet hatten. Die 16-jährigen Schülerinnen hatten den Tag in Bad Oeynhausen verbracht, waren abends mit dem Zug zurück gekehrt. Sie hielten sich mit Freunden an und auf einer Sitzbank am Bahnhof auf, als Mikhail Z. neben ihnen Platz nahm. Er habe mit Freunden über Belanglosikgeiten wie deren Alter, über Rauchen und Trinken gesprochen. Auf beide Schülerinnen wirkte der Mann alkoholisiert. »Er war ein bisschen angetrunken«, fasste eine der Jugendlichen ihre Eindrücke zusammen.

Laborwerte maßgeblich für Bewertung

Überdies schilderte zumindest eine der beiden Schülerinnen die Ereignisse der folgenden Prügelei jedoch abweichend von ihrer polizeilichen Aussage. Die erste Zeugin gab unter anderem an, dass sie gesehen habe, wie der Geschädigte gegangen und dann umgefallen sei. Zudem habe sie gesehen, dass der Angeklagte nach dem Opfer getreten habe, jedoch nicht, ob diese Tritte den Löhner getroffen hätten.
Die zweite Zeugin beschrieb dann eine von ihrer vorherigen Aussage abweichende Rangelei um den Holzstiel. Aydurmus habe damit nach Mikhail Z. geschlagen. Dann habe zunächst der Russe, dann der Familienvater, schließlich wieder Z. den Holzstiel gehabt. Schließlich sei der 49-Jährige geschubst, gefallen, geschlagen und getreten worden. Harun Aydurmus war seinen schweren Kopfverletzungen erlegen.
Der 26-jährige Anlagenbauer aus Bad Salzuflen ist deswegen des Totschlags angeklagt worden. Eine Blutprobe von ihm hatte zur Tatzeit mindestens 2,1 Promille, höchstens jedoch 2,55 Promille ergeben. Diese Laborwerte sind neben den subjektiven Empfindungen der Zeugen am Tatort maßgeblich für die Bewertung, ob der Angeklagte als vermindert schuldfähig eingestuft wird. Der Prozess soll nun am Freitag, 6. November, fortgesetzt werden. Dann ist vorgesehen, dass drei der Männer, in deren Begleitung der Angeklagte war, zu dem Geschehen aussagen. Ebenso wird voraussichtlich der Gerichtsmediziner Art und Umfang der erlittenen Verletzungen erörtern.

»Die relativ lange Pause bis zur nächsten Verhandlung ist für meine Mandantin eine schwere seelische Belastung«, schilderte Thüner die Gemütslage seiner Mandantin
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Re: Löhne: Spatenstiel-Attacke

#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 2. Dez. 2015, 07:26

Urteil im Spatenstiel-Prozess fällt am Donnerstag

02.12.2015, 06:59 Uhr
Im Prozess gegen einen 26-Jährigen, der einen 49-Jährigen mit einem Spatenstiel erschlagen haben soll, fällt am Landgericht Bielefeld am Donnerstag ein Urteil. Der Angeklagte war in Begleitung mehrerer Kumpel am Vatertag 2015 vor dem Bahnhof im ostwestfälischen Löhne mit dem Älteren aneinandergeraten. Die jungen Männer sollen den sechsfachen Vater laut Staatsanwaltschaft daran gehindert haben, sein Auto vom Parkplatz zu lenken. Um sich zu schützen oder zu wehren, holte der 49-Jährige aus dem Kofferraum den hölzernen Spatenstiel. Diesen bekam jedoch der Angeklagte in die Hände. Er soll dann mit großer Wucht mindestens zweimal zugeschlagen haben, so die Staatsanwältin. Der 49-Jährige starb später im Krankenhaus an schweren Kopfverletzungen.
...
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun A. († 49)

#11

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 3. Dez. 2015, 13:53

Überraschender Freispruch in Bielefelder Totschlags-Prozess

03.12.2015, 13:39 Uhr
Im Prozess um einen tödlichen Streit im ostwestfälischen Löhne ist der 26-jährige Angeklagte überraschend freigesprochen worden. Es könne nicht festgestellt werden, wie genau der 49 Jahre alte Familienvater gestorben sei. Außerdem habe der 26-Jährige aus Notwehr gehandelt, urteilten die Richter des Landgerichts Bielefeld am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft gefordert. Selbst die Verteidigung hatte auf eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten plädiert.
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun A. († 49)

#12

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 3. Dez. 2015, 18:02

Wie die Polizei mitteilte, hinderte eine fünfköpfige Gruppe von Männern den Autofahrer gegen 21 Uhr daran, von einem Parkplatz am Bahnhof Löhne auf die Bünder Straße zu fahren. Es entwickelte sich ein Streit, bei dem die fünf Männer den 49-Jährigen angriffen. Daraufhin wehrte sich der Autofahrer mit einem Spatenstiel, den er aus seinem Kofferraum genommen hatte.

Die fünf Angriffer entrissen dem Fahrer jedoch den Spatenstiel. Ein 26-jähriger Mann aus der Gruppe schlug mehrfach auf den Kopf des 49-Jährigen ein. Als das Opfer am Boden lag, wurde er von mehreren Tatverdächtigen getreten. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen.
Wer handelte jetzt aus Notwehr? Entweder stimmen die Schilderungen in den Medien nicht, oder das Urteil stinkt zum Himmel :evil:
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun A. († 49)

#13

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 4. Dez. 2015, 18:59

Ankläger lassen Freispruch im Spatenstiel-Prozess prüfen

04.12.2015, 17:48 Uhr
Nach dem überraschenden Freispruch im Spatenstiel-Prozess hat die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Das teilte ein Sprecher am Freitag mit. Auch der Nebenklage-Anwalt kündigte an, das Urteil des Bielefelder Landgerichts vom Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen. Am Donnerstag hatte das Gericht einen 29-Jährigen freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, in einem Streit einen 49-Jährigen Familienvater im ostwestfälischen Löhne mit einem Spatenstiel erschlagen zu haben. Der Jüngere habe in Notwehr gehandelt, begründeten die Richter ihr Urteil.

Auf Notwehr habe sich nicht einmal die Verteidigung des 29-Jährigen berufen, sagte der Anwalt der Familie. Die Strafverteidiger waren von Körperverletzung ausgegangen und hatten in ihren Plädoyers eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten gefordert. Die Staatsanwaltschaft ging von Totschlag aus und plädierte auf eine doppelt so lange Haftstrafe.
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#14

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 18. Jun. 2016, 13:03

Hat jemand Informationen zum aktuellen Stand bzw. der Revision? Für mich ist das Urteil nach wie vor ein Justizskandal! Wie hätte sich Herr Aydurmus denn sonst gegen fünf jüngere Angreifer wehren sollen? Selbst wenn die Notwehrthese stimmen sollte: warum muss man den Mann niederschlagen UND dermaßen zusammentreten, dass er an seinen Verletzungen stirbt? Der Tatablauf ist ebenso unbegreiflich wie das Urteil und ich hoffe, dass es zu einer Revision kommt und die Täter diesmal angemessen bestraft werden.
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#15

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 9. Mär. 2017, 07:54

Erfolgreiche Revision: Spatenstiel-Prozess neu aufgerollt

09.03.2017 06:00
Keine halbe Stunde nach der Urteilsverkündung legte die Staatsanwaltschaft Widerspruch ein (TAG24 berichtete). Mit Erfolg: Ab dem 16. März wird der Spatenstiel-Prozess von Löhne neu aufgerollt.
Bild nicht mehr vorhandenDetlev Binder (kl. Bild) übernimmt die Verteidigung des Angeklagten Mikahil Z..
Das Bielefelder Landgericht hatte einen damals 26-Jährigen aufgrund von Notwehr freigesprochen. Dieser hatte am 14. Mai 2015 den Familienvater Harun A. bei einer Auseinandersetzung am Löhner Bahnhof mit einem Spatenstiel niedergeschlagen. Das Opfer starb dabei.

Die Staatsanwältin hatte sich für sechseinhalb Jahre Haft wegen Todschlags ausgesprochen, während die Verteidiger drei Jahre und drei Monate Haft für ihren Mandanten wollten. Am Ende kam der 26-Jährige auf freien Fuß. Das Gericht argumentierte, dass er in Notwehr gehandelt habe.

"Das Urteil hat nicht nur unter Juristen in ganz Ostwestfalen für großes Kopfschütteln gesorgt", wird Anwalt Christian Thüner in der Neuen Westfälischen zitiert. Der Prozess beginnt jetzt von vorne. "Das ist natürlich für die Familie A. erneut eine große Belastung", sagt Thüner.

Während das Team der Nebenkläger mit vier anstatt zwei Anwälten vor Gericht sein wird, tauscht die Seite des Angeklagten den Verteidiger komplett aus. Übernehmen wird jetzt Detlev Binder, der als bundesweit bekannter Strafverteidiger auch Wilfried W. im "Horror-Haus"-Prozess vertritt.

Auch für seinen Mandanten sei die Situation nicht einfach: "Der erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Erst die große Erleichterung nach dem Freispruch und dann die Verzweiflung nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes."
Tag24
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#16

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 10. Mär. 2017, 01:01

Auch für seinen Mandanten sei die Situation nicht einfach: "Der erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Erst die große Erleichterung nach dem Freispruch und dann die Verzweiflung nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes."
Kann ich mir sehr gut vorstellen! Dass es keine Notwehr war, zeigen doch alleine schon die Verletzungen, die Herrn Aydurmus zugefügt wurden.
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 22. Mär. 2017, 11:30

Rechtsmediziner nimmt zu den Verletzungen des Opfers Stellung

22.03.2017 06:00
Nun schon zum zweiten Mal verhandelte das Bielefelder Landgericht über einen Streit mit Todesfolge. Der 28-jährige Angeklagte soll einen anderen Mann am Vatertag 2015 in Löhne mit einem Spatenstiel erschlagen haben.
Da die Revision der Staatsanwaltschaft vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe erfolgreich war, wurde der Fall neu aufgerollt.

Am zweiten Prozesstag hatte der Rechtsmediziner Sven Schmidt das Wort. Dieser hatte die Verletzungen des Todesopfers bei einer Obduktion der Leiche genauer untersucht und festgestellt, dass der Mann durch stumpfe Gewalteinwirkungen auf den Kopf ums Leben gekommen war.

Dabei konnte er laut Informationen der Neuen Westfälischen nicht explizit sagen, ob der Tod nun durch Schläge, Tritte oder einen Sturz eingetroffen war.

Bis ins kleinste Detail listete er die zahlreichen Verletzungen auf. Das Opfer hatte ein gelockertes Gebiss, eine Schneidezahn fehlte und es gab Zahnabdrücke auf der Lippe. "Solche Mundverletzungen sind ein Hinweis auf stumpfe Gewalteinwirkungen", klärte der Rechtsmediziner auf.

An der rechten Seite des Kopfes stellte er eine Schädelbasisquerfraktur fest, weswegen dem Toten Blut aus den Ohren lief. "Dafür muss der Schädel kräftig komprimiert werden", veranschaulichte er.

Mit einem Spatenstiel würden nach Ansicht der Rechtsmediziners solche Krafteinwirkungen entfaltet werden. Allerdings könnte auch ein Tritt gegen den Kopf eine solche Fraktur hervorrufen.

Ein Sturz würde seiner Meinung nach allerdings nicht alle erlittenen Verletzungen erklären. Die Zeugenaussagen dreier junger Frauen konnten bisher nicht weiterhelfen, da ihre Erinnerungen lückenhaft und zum Teil widersprüchlich sind.

Da die Todesursache bisher nicht eindeutig bestimmt werden kann, könnte dies Auswirkungen auf die Anklage haben.

Der 28-Jährige müsse sich dann eventuell nicht mehr für Totschlags verantworten, sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge, was ein milderes Urteil nach sich ziehen könne.
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#18

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 22. Mär. 2017, 19:21

Ich rate dem Gericht, sich schnellstens einen anderen Rechtsmediziner zu suchen! Es kann doch nicht sein, dass der anhand des Wundbildes bzw. Sekundärverletzungen wie Hämatome o.ä. einen Schlag mit einem Spatenstiel nicht von einem Fußtritt unterscheiden kann! Abgesehen von der Schädelfraktur: woher kommen denn die anderen Verletzungen? Die Typen haben Harun A. absichtlich zusammengeschlagen und -getreten und zwar so, wie es aus solchen gewaltbereiten Gruppen heraus immer wieder geschieht und mir kann auch kein Mensch auf der Welt erzählen, dass der Tod des Mannes nicht gewollt war! Körperverletzung mit Todesfolge... wie lächerlich ist das denn??
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#19

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 6. Apr. 2017, 08:00

Gründe für den tödlichen Spatenstiel-Angriff unklar

06.04.2017 06:00
Ein 28 Jahre alter Mann muss sich vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Er soll einen anderen Mann am Bahnhof Löhne mit einem Spatenstiel erschlagen haben. Das Gericht muss klären, ob es sich dabei um Notwehr oder Totschlag handelte.
Bild nicht mehr vorhandenMit diesem Spatenstiel soll der 28-Jährige den Familienvater erschlagen haben.
Der 28-Jährige beschreibt sich selbst nicht als aggressiv, auch nicht wenn er getrunken hat. Am 14. Mai 2014 kam es zu der tödlichen Auseinandersetzung, bei der der Angeklagte laut eines Arztes maximal 2,5 Promille gehabt haben soll. Der Vatertag sei jedoch "außergewöhnlich" gewesen. "Ich habe mich betrunken gefühlt", wird er in der Neuen Westfälischen zitiert.

Ob der Angeklagte schon einmal gewalttätig in Erscheinung getreten war, ist nicht eindeutig. Andreas S., ein Nebenklägervertreter der Familie A., erinnert sich an eine Auseinandersetzung aus dem Jahr 2014. Da das Verfahren allerdings eingestellt wurde, sagte sein aktueller Verteidiger Detlev Binder: "Er war daran nicht beteiligt."

Auch das eigentlich Tatgeschehen vom 14. Mai konnte vor Gericht noch nicht geklärt werden. Eine Polizistin aus Bielefeld hatte damals einen Freund des Angeklagten befragt. Er soll sich allerdings "aus Angst" weggedreht haben, als es zum Streit kam. "Das ist relativ unglaubwürdig", sagte die Zeugin.

Ein weiterer Polizist hatte den 28-Jährigen vernommen, aber "er hat wenig bis gar nichts gesagt, Anwalt Klose übernahm das Ganze." Der getötete Familienvater A. soll den Spatenstiel aus seinem Kofferraum geholt und den Angeklagten geschlagen haben. Er habe ihm den Stiel dann entrissen und A. einen Schlag versetzt.

Blaue Flecke als Beweis für die angeblichen Schläge hatte der Angeklagte nicht.

Zeugen, die am Bahnhof saßen, erinnerten sich noch gut an den Angeklagten. "Er war auf Krawall gebürstet, auf Streit aus." Dann ging alles ganz schnell. "Es war ein Schlag, dann lag er da." Auch ein zweiter aus der Gruppe konnte sich an nicht mehr viel erinnern. "Ich habe nur das Bild im Kopf, wie er auf dem Boden liegt und das Blut fließt."

Warum es überhaupt zum Streit zwischen dem Angeklagten und dem Familienvater kam und warum er aus seinem Auto ausstieg und sich in die gefährliche Situation begab, ist weiter unklar.

Das bestätigte auch die Richterin, die beim ersten Prozess, in dem der Angeklagte zunächst freigesprochen wurde, mit verhandelte. "Für unsere Kammer ist das bis zum Schluss unverständlich geblieben."

Am 27. April wird ein Sachverständiger sein Gutachten darstellen. Anschließend sollen die Plädoyers gehalten werden.
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Re: Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#20

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 6. Apr. 2017, 21:40

Warum es überhaupt zum Streit zwischen dem Angeklagten und dem Familienvater kam und warum er aus seinem Auto ausstieg und sich in die gefährliche Situation begab, ist weiter unklar.
?
Wie die Polizei mitteilte, hinderte eine fünfköpfige Gruppe von Männern den Autofahrer gegen 21 Uhr daran, von einem Parkplatz am Bahnhof Löhne auf die Bünder Straße zu fahren. Es entwickelte sich ein Streit, ...
RP Online vom 15. Mai 2015

Warum tut sich das Gericht so schwer damit, die Tatsachen so zu sehen, wie sie nun mal sind? :confused:
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Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil | Revision

#21

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 4. Mai. 2017, 16:27

Tödliche Hiebe mit Spatenstiel: Mann zu Haft verurteilt

04.05.2017, 16:19 Uhr
Für den tödlichen Angriff auf einen sechsfachen Familienvater muss ein 28 Jahre alter Mann nun doch ins Gefängnis. Das Landgericht Bielefeld verurteilte den Angeklagten am Donnerstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren.
Vor eineinhalb Jahren hatte eine andere Kammer des Gerichts noch anders geurteilt und den Mann freigesprochen, weil er aus Notwehr gehandelt habe. Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben. Angeklagt war er wegen Totschlags.

Bei dem Streit im Mai 2015 waren der 49-Jährige Familienvater und der betrunkene Angeklagte samt seiner Clique aufeinandergetroffen. Der 49-Jährige wollte von einem Parkplatz herunterfahren, der Angeklagte und seine Kumpel standen im Weg.

Der Familienvater stieg aus und schlug mit einem Spatenstiel auf sein Gegenüber ein. Die Männer entwanden ihm den Stiel und schlugen zurück. Der 49-Jährige ging zu Boden und wurde von mehreren aus der Gruppe getreten und tödlich getroffen. Einen Fall von Notwehr sahen die Richter nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Löhne: Tötungsdelikt Harun Aydurmus († 49) | Urteil

#22

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 4. Mai. 2017, 20:12

Körperverletzung mit Todesfolge, 4 Jahre. Auf Bewährung in Freiheit dann etwa in 2,5. Sehr billig davongekommen mit dem Totschlag, aber wesentlich besser als dieser wahnwitzige Freispruch aufgrund der angeblichen Notwehrsituation!
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