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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

Gelöste Fälle, erloschene Fahndungsaufrufe und Warnhinweise.
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sweetdevil31
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 14. Dez. 2018, 05:49

Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

14.12.2018, 03:13 Uhr
In Nürnberg ist es zu mehreren Messerattacken gekommen. Laut Ermittlern könne es sich bei den drei Fällen um ein und denselben Täter handeln.
Bei Messerattacken sind am Donnerstagabend in einem Stadtteil in Nürnberg drei Frauen schwer verletzt worden. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich in allen drei Fällen um ein und denselben Täter gehandelt haben könnte, teilte die Polizei in der Nacht auf Freitag mit. Eine Polizeivertreterin sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe derzeit "keinerlei Hinweise" auf einen terroristischen Hintergrund. Die Polizei leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Die Nürnberger Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

Die Attacken ereigneten sich demnach im Nürnberger Stadtteil St. Johannis. Zunächst sei am Donnerstagabend gegen 19.20 Uhr eine 56-jährige Frau unvermittelt von einem Unbekannten in den Oberkörper gestochen worden, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Der Täter sei geflüchtet. "Die schwer verletzte Frau musste nach notärztlicher Erstversorgung in einem Klinikum notoperiert werden", erklärte die Polizei.

Gegen 22.45 Uhr habe ein Unbekannter dann auf eine 26-Jährige eingestochen. Kurz darauf sei eine 34-Jährige angegriffen worden. "Beide Frauen erlitten durch die Stiche lebensgefährliche Verletzungen, die im Krankenhaus notoperiert werden mussten", erklärte die Polizei. Wie es den Frauen zurzeit geht, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen. (…)
T-Online

(…) Die Polizei suchte unter anderem mit Polizeihunden und einem Hubschrauber nach dem Täter oder den Tätern. Mehrere Personen wurden überprüft. Es lagen zunächst unterschiedliche Täterbeschreibungen vor. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise.
FAZ
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 15. Dez. 2018, 08:58

Drei Frauen in Nürnberg niedergestochen

14.12.2018, 20:58 Uhr
Nach den Angriffen auf drei Frauen in Nürnberg sucht die Polizei weiter nach dem Täter.
Im Rahmen der Fahndung überprüften Polizisten mehrere Personen, wie eine Sprecherin sagte. Dabei halten die Beamten auch Menschen fest, um die nötigen Maßnahmen durchführen zu können. "Das ist ganz normale Ermittlungsarbeit", so die Sprecherin. Schon zuvor war eine Sonderkommission mit 40 Beamten eingesetzt worden.

Die Fußgängerinnen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren waren am Donnerstagabend in einem Zeitraum von etwa drei Stunden niedergestochen worden, als diese auf dem Nachhauseweg waren. Die Polizei ging davon aus, dass sie alle von ein und demselben Täter angegriffen wurden. Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht. Der Mann habe sie wohl völlig zufällig ausgewählt und vor den Taten auch nicht angesprochen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund haben die Beamten bisher nicht. Zwei der Frauen schwebten zunächst in Lebensgefahr.

Die Polizei warnte die Bevölkerung per Twitter vor dem flüchtigen Mann. Bisher konnte nur das erste Opfer genauere Angaben zu dem Täter machen. Er soll demnach zwischen 25 und 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er soll eine normale Figur haben, blonde bis dunkelblonde Haare und helle Haut. Die beiden anderen Frauen wurden so schwer verletzt, dass sie noch nicht ausführlich vernommen werden konnten.

Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht. Der Mann habe sie wohl völlig zufällig ausgewählt und vor den Taten auch nicht angesprochen. "Die Vorgehensweise ist ungewöhnlich", sagte der Leitende Kriminaldirektor Thilo Bachmann. Bislang gebe es "kein erkennbares Motiv". Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund haben die Beamten bisher nicht. Zwei der Frauen schwebten zunächst in Lebensgefahr. (...)

Ein Verdächtiger konnte in der Nacht vor den Beamten flüchten: Ein Mann, auf den die Beschreibung des Täters passte, rannte beim Anblick einer Streife in ein Haus. Die Einsatzkräfte verfolgten ihn und sperrten das Gebäude ab. Da in einer Wohnung Licht brannte und der Bewohner nicht öffnete, brachen die Beamten die Tür auf - doch die Räume waren leer. Auch Keller, Dachboden und Garagen wurden durchsucht - erfolglos. Ein Polizeisprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob es sich bei dem Mann wohl um den Täter handelte. "Es ist eine Spur, die überprüft wird", sagte er lediglich. (...)
Vollständiger Bericht T-Online
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 15. Dez. 2018, 19:32

Sa, 15. Dezember 2018 | Nürnberg: Ein 38-jähriger Mann wurde aufgrund eines erfolgten DNA-Abgleichs als dringend tatverdächtig festgenommen. Er sitzt seit heute Nachmittag in Untersuchungshaft.

Die näheren Einzelheiten gibt Herr Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Herrn Polizeipräsident Roman Fertinger, Herrn Leitenden Kriminaldirektor Thilo Bachmann und Frau Oberstaatsanwältin als Hauptabteilungsleiterin, Frau Gabriels-Gorsolke, im Rahmen einer Pressekonferenz am

Sonntag, 16.12.2018, 12:30 Uhr, im Polizeipräsidium Mittelfranken, Richard-Wagner-Platz1 90443 Nürnberg

bekannt.

Quelle: Presseportal
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 16. Dez. 2018, 19:52

So, 16.12.2018: Einer der nach Messerangriffen auf drei Frauen in Nürnberg gefasster Tatverdächtiger ist bereits vielfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Der Mann sei bereits 18-mal verurteilt worden, sagte Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke heute in Nürnberg. Vorwiegend gehe es um Diebstahl, Drogendelikte, Brandstiftung, Betrug und Beleidigung. Der 38-Jährige habe aber auch einmal eine Jugendstrafe wegen einer Vergewaltigung erhalten. Es sei "ein Spaziergang quer durchs Strafgesetzbuch", sagte die Anklägerin.
Bereits am Freitag festgenommen
Der 38 Jahre alte Deutsche ohne festen Wohnsitz soll am Donnerstagabend innerhalb von rund drei Stunden drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren niedergestochen haben. Alle drei Opfer wurden am Oberkörper schwer verletzt – zwei der Frauen schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Noch werden sie im Krankenhaus behandelt.

Bereits am Freitagvormittag hatte eine Polizeistreife den Mann in der Nähe der Tatorte vorläufig in Gewahrsam genommen. Auf ihn hatten die Beschreibungen der Opfer sowie von Zeugen gepasst. Außerdem hatte er die Tatwaffe dabei – ein etwa 25 Zentimeter langes Messer. Dafür konnte er keine schlüssige Erklärung abgeben.

Verräterische DNA-Spur
Am Samstag bestätigte sich nach Ansicht der Ermittler, dass Sie den Richtigen haben: An dem bei dem Mann gefundenen Messer sowie an seiner Kleidung konnten genetische Spuren von einem seiner Opfer nachgewiesen werden. Glücklicherweise habe der Mann das Messer und seine Kleidung nicht entsorgt, sagte Gabriels-Gorsolke. «Wir können klar Entwarnung geben», sagte Mittelfrankens Polizeipräsident Roman Fertinger. «Für uns ist er der Täter.»

Etwa zwei Stunden vor dem ersten der drei Angriffe hatte der 38-Jährige versucht, in einem Nürnberger Kaufhaus ein anderes Messer mit einer gebogenen Klinge zu stehlen. Dies war nicht die Tatwaffe. Woher er diese hatte, ist bisher unklar. Bei diesem versuchten Diebstahl wurde der Mann gestellt, und die Polizei nahm seine Personalien auf. Die letzte Meldeadresse des gebürtigen Thüringers war demnach in Berlin. Es stellte sich aber heraus, dass die nicht mehr aktuell ist. Für die meisten seiner bisherigen Straftaten wurde der Mann laut Staatsanwaltschaft im Osten Deutschlands verurteilt.

Für weitere Taten verantwortlich?
Der 38-Jährige habe sich seit etwa einer Woche in Nürnberg aufgehalten, sagte der Leitende Kriminaldirektor Thilo Bachman. «Er hat nach bisherigen Erkenntnissen keine festen Ankerpunkte.» Nun müsse ermittelt werden, warum er nach Nürnberg gekommen sei. Bereits in den Jahren 2005 und 2009 habe er sich in der Region aufgehalten – allerdings nie für längere Zeit. Die Frage sei auch, ob der Mann für ähnliche weitere Taten bundesweit verantwortlich sei, sagte Bachmann. Das Puzzle, das sich den Ermittlern bislang zeige, habe «eine Kontur, aber noch lange kein klares Bild».

Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft – bislang allerdings nur wegen des versuchten Diebstahls. Einen weiteren Haftbefehl wegen der Messerangriffe werde die Staatsanwaltschaft in der kommenden Woche beantragen, sagte Gabriels-Gorsolke.
Quelle: e110
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 18. Dez. 2018, 06:50

Mutmaßlicher Messerstecher von Nürnberg schweigt

17.12.2018, 19:53 Uhr
Innerhalb von drei Stunden stach der Mann drei Frauen nieder. Nun sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft und sagt kein Wort.
Nach der Festnahme des mutmaßlichen Messerstechers von Nürnberg wertet die Polizei weiter Hinweise zu dem Fall aus. Mehr als 200 seien bisher eingegangen, sagte eine Sprecherin. Details nannte sie nicht. (...)

Die Polizei sucht nun nach einer möglichen Zeugin, die in der Nähe eines Tatorts im Stadtteil St. Johannis mit einem Hund unterwegs war und etwas gesehen haben könnte. Von ihr erhofften sich die Beamten nützliche Hinweise, sagte die Polizeisprecherin.

Bislang sitzt der Mann nur wegen Diebstahls in Haft


Der laut Staatsanwaltschaft gebürtig aus Sachsen-Anhalt stammende Mann – zuvor hieß es fälschlicherweise, er sei gebürtiger Thüringer – sitzt seit vergangenem Freitag wegen Diebstahls in Untersuchungshaft. Er hatte versucht, in einem Geschäft ein Käsemesser zu stehlen.
Bild
Das Bild der Tatwaffe ist während der Pressekonferenz zur Festnahme des mutmaßlichen Messerstechers eingeblendet: Bei der Festnahme hatte der Mann das Messer dabei. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)
Die Anklagebehörde will auch "zeitnah" Haftbefehl wegen versuchten Mordes in drei Fällen beantragen. Weil der Mann schon in U-Haft sitze, gebe es erst einmal keinen Grund zur Eile, sagte eine Sprecherin. Der Haftantrag werde höchstwahrscheinlich noch diese Woche gestellt. (…)
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Messerstecher (38) "hatte ein Drogenproblem"

#6

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mi, 19. Dez. 2018, 19:19



"Messerstecher von St. Johannis hatte ein Drogenproblem"

Auf Facebook spricht Daniel G. von Therapie - 38-Jähriger hat zwei kleine Töchter

Warum ließ die Polizei den Verdächtigen mit 18 Vorstrafen, der Stunden vor der Bluttat bei einem Ladendiebstahl ertappt wurde, laufen?
Der Tatverdächtige, der nach einer Korrektur der Behörden nicht aus Thüringen, sondern aus Sachsen-Anhalt stammt, versuchte wenige Stunden vor den Attacken in St. Johannis in einem Geschäft am Plärrer ein Käsemesser im Wert von 4,88 Euro zu klauen. Die gerufene Streife nahm die Personalien auf, die in seinem Personalausweis stehen, eine Anzeige war in Vorbereitung.
Welches Motiv der mutmaßliche Täter Daniel G. hatte, ist nach wie vor unklar, da er zu den Vorwürfen schweigt. Alle drei Frauen wurden bei den Angriffen verletzt — zwei von ihnen lebensgefährlich. Sie befinden sich auf dem Weg der Besserung. Die Blutspuren am Messer und der folgende DNA-Abgleich brachten den Nachweis, dass G. der Täter sein musste.
Daniel G. hat ein Facebook-Profil, auf dem er den betont coolen Tattoo-Träger mit Sonnenbrille gibt. Auf seinem Bauch steht groß "ACAB" für "All Cops are Bastards".

"All Cops are Bastards" - Ist das nicht ein typischer Antifa-Slogan?

Wie ein pubertärer Jugendlicher zeigt er triumphierend ein Selfie aus einem Zugabteil, in dem er verbotenerweise raucht. Die Fotos von zwei kleinen Töchtern, geboren 2012 und 2016, tauchen nur kurz auf. Daniel G.’s Beziehungen zu den Müttern scheitern offenbar sehr schnell.
Der 38-Jährige war zuletzt am 20. Oktober dieses Jahres auf der Plattform aktiv. Da tauscht er sein Profilbild ein letztes Mal. An die Stelle dreier martialischer Totenköpfe setzt er ein Selbstporträt. Ein schmallippiger Mann mit Glatze, schwerer Silberkette und dunkler Sonnenbrille ist zu sehen.

Volltext und Kommentare: http://www.nordbayern.de/region/nuernbe ... -1.8417885


Polizei sucht dringend nach Zeugin, die am Donnerstag, 13. Dezember 2018, um etwa 22 Uhr mit ihrem Hund in der Rückertstraße gewesen sein soll: http://www.nordbayern.de/region/nuernbe ... -1.8416092
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 4. Jan. 2019, 10:23

Do, 03. Januar 2019: Nach den Messerattacken sind die drei verletzten Frauen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mit.

Mehr: T-Online
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 14. Feb. 2019, 05:42

Drei Frauen auf offener Straße niedergestochen: Verdächtiger gesteht Angriffe

13.02.2019 13:57
Nach den schockierenden Messerattacken auf drei Frauen Mitte Dezember in Nürnberg in Bayern hat der 38 Jahre alte mutmaßliche Angreifer nun gestanden.
Der Mann habe Ende Januar von sich aus um einen Vernehmungstermin gebeten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. "Er gab an, sein Gewissen erleichtern zu wollen." Zuvor berichtete nordbayern.de über das Geständnis.

Der aus Sachsen-Anhalt stammende Tatverdächtige soll am 13. Dezember drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren brutal niedergestochen haben.

Alle drei Opfer wurden am Oberkörper schwer verletzt, zwei der Frauen schwebten zeitweise in Lebensgefahr. Eine Polizeistreife hatte den mehrfach vorbestraften Deutschen ohne festen Wohnsitz einen Tag nach der Tat festgenommen. Auf ihn hatten die Beschreibungen der Opfer sowie von Zeugen gepasst.

Außerdem hatte der Gefasste die Tatwaffe dabei - ein großes Messer. Für die Ermittler erhärtete sich der Tatverdacht unter anderem durch DNA-Spuren eines Opfers an dem Tatmesser. (…)
Quelle: Tag24
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Nürnberg: Drei Frauen bei Messerattacken schwer verletzt

#9

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 21. Sep. 2019, 12:20

19. September 2019: Mit seinen Angriffen auf drei Frauen versetzte ein obdachloser Mann eine ganze Region in Angst und Schrecken. Vor Gericht zeigt sich der Angeklagte reuig. Doch die Opfer leiden bis heute unter den Taten.
Zu Prozessbeginn sind seine ersten Worte: "Ich möchte mich bei den Frauen entschuldigen. Es tut mir unheimlich leid." Doch die Antwort auf das Warum für seine Messerattacken auf drei Frauen in Nürnberg bleibt der 39-jährige Angeklagte am Donnerstag zum Auftakt vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth schuldig.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Mord in drei Fällen vor - zudem Diebstahl mit Waffen und gefährliche Körperverletzung. Einige Medien bezeichneten ihn als "Ripper von Johannis". Der damals obdachlose Deutsche soll am 13. Dezember vergangenen Jahres auf offener Straße im Nürnberger Stadtteil St. Johannis drei Frauen anscheinend wahllos und ohne jede Vorwarnung niedergestochen haben.

Die Opfer überlebten nur durch schnelle ärztliche Hilfe und Notoperationen. Die Taten sorgten bundesweit für Entsetzen. Einen Tag nach den Messerattacken wurde der gelernte Lagerist festgenommen.

Keine Antwort zu Motiv

In seiner polizeilichen Vernehmung sagte der Mann, er könne sich selbst nicht erklären, dass er "so etwas zustande gebracht" habe. Er wolle dafür büßen, das sei er den Frauen schuldig. "Ich muss ihnen zeigen, dass ich wirklich schuld bin. Lebenslang muss ich ins Gefängnis und anschließend Sicherungsverwahrung."

Warum er nur Frauen auswählte und ob sein Motiv Hass auf Frauen war, auch dazu gab es am ersten Verhandlungstag keine klare Antwort. In seiner Vernehmung bei der Polizei hatte der Vater einer Tochter diese Frage verneint. "Ich habe nicht darüber nachgedacht, ich bin einfach weitergelaufen und hab' denen das Messer reingesteckt." Er habe wechselhafte Beziehungen zu Frauen gehabt, sagte er den Beamten: "Mal haben die mich betrogen, mal ich sie."

An jenem Dezembertag habe er sich zunächst in einer Wärmestube und dann im Hauptbahnhof aufgehalten, sei danach ziellos durch die Stadt gelaufen und habe den Plan gefasst, einen Überfall zu machen. Um sich hierfür Mut anzutrinken, habe er in einem Supermarkt eine Flasche Schnaps und ein Küchenmesser gestohlen. Wegen dieses Diebstahls nahm ihn die Polizei vorübergehend fest, ließ ihn aber ohne Diebesbeute wieder frei.

Die drei Opfer kämpfen mit Folgen

Dies handelte der Polizei Kritik ein. Denn wenig später kaufte der Tatverdächtige laut Anklage ein neues Messer mit einer 13 Zentimeter langen Klinge und rammte es seinem ersten Opfer, einer 56-jährigen Arzthelferin, in den Oberbauch. Sie sagte vor Gericht, seit dem Angriff könne sie nur jeweils fünf Minuten auf einer Seite liegen und nicht auf dem Bauch schlafen.

Das zweite Opfer, eine damals 26 Jahre alte Apothekerin, sagte aus, sie sei an dem Abend von einer betrieblichen Weihnachtsfeier gekommen und habe bemerkt, dass sich ihr jemand von hinten schneller nähert. "Ich habe erst gedacht, dass mich der Mann am Rücken drei Mal stark geboxt hat. Der will mich ablenken, um mir die Geldbörse zu stehlen." Erst an der Haustüre habe sie gemerkt, dass ihr in den Rücken gestochen wurde. Nach zwei Notoperationen habe sie heute keine Schmerzen mehr, jedoch müssten sich beschädigte Nerven noch regenerieren. Sie vermeide es derzeit, nachts allein unterwegs zu sein.

Das dritte Opfer war zur Tat 34 Jahre alt und wurde durch einen Bauchstich am schwersten verletzt. Die inzwischen schwangere Frau war ihrer Aussage zufolge bis vor Kurzem arbeitsunfähig und befindet sich in einer Traumatherapie. Das Urteil soll Mitte Oktober gesprochen werden.
Quelle: Herbert Mackert / rw / DPA / Stern
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