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Islam-Kritikerin und Bloggerin Tamalika Singha "Arpita Roychoudhury" (23) tot aufgefunden

Ungeklärte Umstände und Sachverhalte.
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Salva
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Islam-Kritikerin und Bloggerin Tamalika Singha "Arpita Roychoudhury" (23) tot aufgefunden

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 24. Dez. 2018, 23:15

Mo, 24. Dezember 2018: In Berlin-Gesundbrunnen wurde vor wenigen Tagen die Leiche von Arpita Roychoudhury in ihrer Wohnung entdeckt. Die 23-jährige Islam-Kritikerin und Bloggerin hatte zuvor mehrfach Todesdrohungen von Muslimen erhalten. Die Umstände ihres Todes sind noch ungeklärt.

Bild
Tamalika Singha "Arpita Roychoudhury" († 23). Foto: Stefanie Silber/PEN
Die aus Bangladesch stammende Tamalika Singha, die unter dem Pseudonym Arpita Roychoudhury bekannt war, flüchtete im vergangenen Jahr vor den Korangläubigen in ihrer Heimat nach Deutschland. Unterstützung bekam sie dabei vom bekannten P.E.N Autorenclub, der ihr laut Daily Bangladesh ein Stipendium gewährte.

Nach dem Hinweis, dass Arpita Roychoudhury seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen worden war und in ihrer Wohnung kein Licht brannte, entdeckte ein Mitglied des P.E.N. Clubs am vergangenen Dienstagabend den leblosen Körper der jungen Frau auf dem Boden ihrer Wohnung im Weddinger Gebiet Gesundbrunnen.

Am 12. Dezember habe sie noch einen befreundeten Blogger angerufen, der aber nicht ans Telefon ging. Er habe am darauf folgenden Morgen versucht, sie zu kontaktieren, sie aber nicht erreicht. Das sei offensichtlich das letzte Lebenszeichen von ihr gewesen.

Der P.E.N.Club bestätigte inzwischen den Tod der jungen Bloggerin. Man sei schockiert und traurig, könne aber noch nichts Genaues sagen, da die Polizei noch in den Ermittlungen stecke, erklärte der Sprecher der Organisation Felix Haller.

„Wir trauern um unsere Stipendiatin Arpita Roychoudhury, die seit Dezember 2017 in unserem Writers-in-Exile Programm in Berlin lebte und nun viel zu jung verstorben ist. Ihr Tod erschüttert uns zutiefst und macht uns sprachlos. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie in Bangladesch und ihren Freunden“ teilte der P.E.N Club auf seinem Twitter Account mit.
Über Tamalika Singha
Die Bloggerin und Aktivistin Arpita Roychoudhury (Pseudonym) wurde 1995 in Bangladesch geboren. Aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit wurde sie als Mitglied einer hinduistischen Minderheit früh mit Diskriminierung konfrontiert. 2012 begann Arpita Roychoudhury, auf Facebook und bengalischen Blogs unter ihrem wahren Namen über die Diskriminierung von Frauen, Kindern und Minderheiten zu schreiben. Nachdem ihr Profil mehrfach gesperrt und ihr gedroht wurde, schrieb sie unter dem Pseudonym Arpita Roychoudhury.

In 2013 begann die bengalische Regierung auf Druck radikal-islamistischer Gruppen, Beiträge humanistischer und islamkritischer Autoren durch eine Änderung der Sektion 57 des Information & Communication Acts zu zensieren. Mehrere Blogger wurden auf grausame Weise ermordet, viele flohen ins Ausland und waren gezwungen, ihre Texte aus dem Internet zu löschen. Unter diesen Verschärfungen der Gesetze litt auch Roychoudhury, die Drohungen gegen sie verschärften sich zunehmend, ohne dass die Behörden etwas dagegen unternahmen.

Seit 2014 ist Roychoudhury für den Blog „Nobojug“ (übersetzt: Neues Zeitalter) tätig, wo sie eine leitende Position einnahm. Als exponiertes Mitglied der feministischen, säkularen Blogger-Szene wurde sie in ihrer Heimat öffentlich belästigt, bedroht und misshandelt. Eine Gruppe Jugendlicher drang in ihr Elternhaus ein und bedrohte die ganze Familie. Roychoudhury wurde von einer Gruppe aggressiver Männer durch Vergewaltigung bedroht, außerdem gab es Morddrohungen. Nichtsdestotrotz begann sie einen Bachelor of Science in Botanik an der National University of Bangladesh, in der Hoffnung, auf dem Campus sicherer zu sein. Sie schrieb weiterhin kritische Blogbeiträge, bevor sie entführt, tagelang gedemütigt und gefoltert wurde. Auch die staatlichen Behörden verweigerten ihr die Unterstützung, selbst als Roychoudhury nach eigenen Angaben nur knapp einem Mordanschlag auf offener Straße entging.

Schließlich brach sie ihr Studium ab und floh mithilfe eines Stipendiums von Frontline Defenders (FLD), Center of Inquiry (CFI), Protecting Belief Asia Region und Forum Asia, gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester nach Indien. 2017 wurde sie als Stipendiatin des Writers-in-Exile Programms nach Berlin eingeladen, nach längerem Visumverfahren konnte sie im Dezember 2017 endlich nach Deutschland ausreisen.
Quellen: PEN | jouwatch


"Wie viele andere Menschen auch träumte ich von einem normalen Leben. Aber ich hatte nur die Wahl, entweder diesen Kampf weiterzukämpfen oder bis zu meinem Tod immer wieder unterdrückt und erniedrigt zu werden. Mein Leben, das ich mir so nicht gewünscht hatte, hat mich gezwungen, mutig zu sein."
(Arpita Roychoudhury, 1995-2018)
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