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1989 | Menden/OT Schwitten | Marion (35) und Tim (2) Heße ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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1989 | Menden/OT Schwitten | Marion (35) und Tim (2) Heße ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 7. Feb. 2019, 10:42

Ein Verbrechen erschüttert eine ganze Region in Nordrhein-Westfalen. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus. Doch den Ermittlern fallen Ungereimtheiten auf. Schließlich steht für die Beamten fest: Bei dem vermeintlichen Unfall handelt es sich um Mord.

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Marion (35) und Tim (2) Heße sind in ihrem Auto verbrannt.
Foto: ZDF

► "Da sah ich hinten einen kleinen Körper. Ich konnte das nicht glauben."
(Werner Bartmann, damals als Feuerwehrmann einer der ersten am Tatort in den Ruhrwiesen)

Menden, Ortsteil Schwitten, 27. Januar 1989, gegen 18 Uhr: Ein Auto geht in Flammen auf. Der VW Passat Kombi wurde anscheinend aus der Kurve geschleudert und ist gegen den Sockel eines Hochspannungsmastes gerast. Die Insassen, die 35-jährige Marion Heße und ihr zweijähriger Sohn Tim, verbrennen.

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Im VW Passat mit dem amtl. Kennzeichen MK-NA 8 verbrennen Marion Heße und ihr Sohn Tim nach einem zunächst angenommenen Unfall.
Foto: Aktenzeichen XY-Szenenfoto

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Der ausgebrannte Passat von Marion Heße.
Foto: Martina Dinslage/Walther / Westfalenpost


Größere Kartenansicht

► Zweifel an der Unfalltheorie

Ein KfZ-Sachverständiger überprüft die Schäden in der Frontpartie des Fahrzeuges und kommt zu dem Schluss, dass die Aufprallgeschwindigkeit sehr gering war. Niemals hätte das Auto dadurch in Brand geraten können.

Das Getriebe befand sich im zweiten Gang. Möglich ist aber auch, dass der Passat gegen den Betonpfosten geschoben wurde.

Auch der Nachweis von bleihaltigem Benzin am und im Passat, der nur bleifreien Treibstoff fährt, sowie eine 5 Meter lange Benzinspur belegen: Das Fahrzeug kann nicht durch den Aufprall in Brand geraten sein, sondern wurde absichtlich angesteckt. Im Wageninneren, wird die Polizei später feststellen, herrschten mehr als tausend Grad, sogar der Motorblock ist angeschmolzen.

Zudem: Zeugen haben kurz zuvor den Passat zusammen mit einem Geländewagen gesehen. Dieser soll sich später von dem brennenden Passat entfernt haben. Bis heute hat die Kripo diesen Geländewagen nicht ausfindig machen können.

► Der Brandort

Von der Siedlung auf der Anhöhe aus, in der auch Marions Elternhaus steht, fallen die Ruhrwiesen ab. Gerade deshalb fragen sich die Ermittler, warum gerade diese Örtlichkeit ausgewählt wurde. Sie gehen davon aus, dass mindestens einer der Täter einen persönlichen Bezug zu der Örtlichkeit hatte, denn ansonsten findet man diese Stelle erst gar nicht.

Das lodernde Auto dort unten müssen viele gesehen haben. Einige melden es der Feuerwehr.

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Luftbild des Brandortes bei Menden.
Foto: e110

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An diesem Strommasten wurde das brennende Auto gefunden. Ein Holzkreuz erinnert an die Toten.
Foto: Lars Becker/WA

Feuerwehrmann Werner Bartmann, selbst Schwittener, hat Dienst als Wachabteilungsführer. Er rückt mit drei oder vier Kollegen aus, es ist die Besetzung für einen normalen Pkw-Brand. Doch schon auf der Anfahrt sehen sie: Dieser Wagen brennt wie eine Fackel. Dass am Steuer ein Mensch sitzt, erkennen sie beim Eintreffen sofort, auch wenn noch etwas darauf liegt. "Das war wohl das Schiebedach des Autos."

► Ist der Brandort auch der Tatort?

Nach Stand der Ermittlungen ist es zumindest nicht der einzige Tatort. Laut Polizei waren Mutter und Sohn entweder betäubt oder schon tot, als das Fahrzeug in den Schwitter Feldern in Flammen aufging. Daraus schließen die Ermittler, dass es mindestens zwei, wahrscheinlich aber mehr Täter gibt. Einer der Täter muss demnach den VW Passat von einem unbekannten ersten Tatort an den späteren Fundort gefahren haben. Anschließend wird Marion Hesse auf den Fahrersitz gesetzt, um es so aussehen zu lassen, als wenn sie selbst am Steuer gesessen hätte. Tim wird im Kindersitz festgeschnallt.

► Was geschah am Tattag?

Marion Heße hatte sich am Nachmittag dieses Tages, auf dessen Bitte hin, mit ihrem Mann gegen 15.30 Uhr zu einem Spaziergang in Dortmund an der Aral-Tankstelle in direkter Nachbarschaft zum Hotel Wittekindshof an der B1 verabredet. Dort hatte der selbständige Steuerberater einen geschäftlichen Termin, für den er die von seiner Frau mitgebrachte Mandanten-Akte benötigte.
Zwischen 16.30 und 17 Uhr trennen sich die Wege des Paares. Während der Ehemann, laut des leitenden Ermittler Ralf Eickler "ein bekennender Sportwagenfahrer", mit seinem Porsche 911 zum Mandantentermin fährt, will Marion Hesse zurück nach Menden fahren. "Was zwischen diesem Moment und dem Auffinden des Fahrzeugs an dem Strommast passierte, liegt noch im Dunkeln", sagt Ermittler Eickler. Gemeint ist die Zeit zwischen 17 Uhr und 18.46 Uhr. So ist nicht klar, welche Strecke Marion Hesse nach Menden nimmt. Die naheliegendsten Routen von Dortmund zu ihrem Wohnhaus führen entlang stark befahrener Straßen.

Wann und wo sie auf ihre Mörder trifft, steht nicht fest. Vermutet wird, dass sie auf dem Weg nach Menden abgepasst wird und aus freien Stücken anhält - vielleicht weil sie ihre Mörder kennt? Sicher ist, dass Marion Hesse zwischenzeitlich nicht mehr nach Hause zurückgekehrt ist.

► Die Suche nach dem Tatmotiv

Die Ermittler konnten kein Motiv für den Mord ausfindig machen, obwohl bald von "ominösen Geschäftsbeziehungen" von Herrn Heße im Dortmunder Rotlichtmilieu die Rede ist. So soll er an einem "Bistro in Dortmund" beteiligt sein, das auch von Geldgebern finanziert wird, die nach Ansicht der Ermittler dem Rotlichtmilieu zuzuordnen sind.
Später heißt es aus der Familie, Marion habe sich von ihrem Mann trennen wollen. War es ein Auftragsmord? Der bestreitet jedoch, etwas mit dem Tod von Frau und Kind zu tun zu haben. Niemand habe seine Familie bedroht. Die Kripo bestätigt das, kann nichts Gegenteiliges ermitteln. Eine Spontantat war es aber auch nicht: Das Benzin ist mitgebracht worden. Es war ein geplanter, heimtückischer und grausamer Mord.

► Ermittlungen

Von dem dunklen Geländewagen, der auch vor der Tat mehrfach in den Feldern gesehen wurde, sind folgende Details bekannt:

- Marke "Mercedes-Benz G-Klasse" oder andere Fahrzeuge wie z.B. "Jeep Cherokee"
- Baujahr vor 1989
- höhenungleiche Scheinwerfer
- flache Kühlerhaube
- senkrecht verlaufende Windschutzscheibe
- Kein Reserverad am Heck
- lautes Motorengeräusch

Bild
So könnte der gesuchte Geländewagen ausgesehen haben.
Foto: e110

"Wir sind diesen Hinweisen damals sehr akribisch nachgegangen und haben unter anderem Listen mit Haltern dieser Fahrzeuge überprüft", berichtet Ermittler Eickler. Eine heiße Spur ist allerdings nicht dabei.

Im VW Passat hat die enorme Hitze alle wichtigen Spuren wie Fingerabdrücke, Fasern oder DNS vernichtet, was die Ermittlungen enorm erschwert. Die Verzweiflung der Fahnder in Menden wächst mit jedem Tag. Sie brauchen Aussagen. Ablesbar ist das an der Höhe der Belohnung für Hinweise. Erst sind es 3000 Mark, dann 10 000, schließlich mit dem Segen des Ministeriums 100 000 Mark, die bis dahin höchste staatliche Belohnung überhaupt. Diese Rekordsumme ist für viele ein Zeichen dafür, dass die Polizei doch auf den Tipp aus dem Milieu setzt - wo der Lohn der Angst so hoch liegen muss wie das Risiko für Leib und Leben. Aber es kommt nichts mehr.

Brief an Verwandte

Marion und Tim Heße wurden in Mönchengladbach beerdigt. Etwa drei Monate danach stand auf ihrem Grab eine Vase mit einer Art Brief an Verwandte von Marion Heße. Der Schreiber bot für 50.000 Mark Informationen über den Mörder von Marion Heße.
Kurze Zeit später wurde die Familie angerufen: "Man habe kein Interesse mehr, weil die Polizei doch eingeschaltet worden sei." Der Anrufer wird bis heute gesucht.

► Belohnung

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, ist eine Belohnung in Höhe von 50.000 Euro ausgesetzt.

► Zuständige Polizeidienststelle

Kripo Hagen, Telefon 02331 - 986 20 66 / Vertrauenstelefon 0173 - 291 44 24

Quellen: e110 | ZDF | Westfalen Post | WA.de
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#2

Ungelesener Beitrag von Tamins » Do, 7. Feb. 2019, 12:19

Habe gerade den Kartenausschnitt bei Google einfach direkt mal aufgerufen was die Umgebung um den Fundort (Strommast) betrifft. Es fiel sofort ein Eintrag auf - ein Chapter eines Motorradclubs der gerade einmal ca. ein Kilometer entfernt liegt.

www.lesdurs-mc-nomads.de


Tschö und bis dann mal.
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#3

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Do, 7. Feb. 2019, 21:59

Ein widerliches Verbrechen.
In der Tat. Und ein extrem Feiges, noch dazu.

Schön, das der Fall nochmal Aufmerksamkeit bekommt.

Wie in so ziemlich allen "ungelösten Mordfällen", zumindest dem en groß, so ist auch dieser Fall ein Ungelöster, aus lediglich ein und demselben Grund.
Es wurde nicht in eine bestimmte Richtung ermittelt.
Ob mit purer Absicht, oder wegen reiner Fehl-Ermittlungen, vermag ich nicht zu sagen. Da bin ich wahrlich überfragt.

Hier waren weder Motorrad-Rocker, MC-Chapter, die "Sons of Menden", noch sonstige organisierte Kriminelle am Werk.
Dieser ekelhafte Mord geht wieder einmal, einzig und alleine, nur auf das Konto einer ganz "bestimmten" Person.
Man sollte sich doch mal überlegen/fragen:
"Wer" zur Hölle?!
"Welche" Person im Leben der ermordeten Marion H., könnte denn nur so einen Hass auf Sie und Ihren Sohn entwickeln, um diese schändliche Tat auch nur im Entferntesten zu rechtfertigen?!
In was für dunkle Machenschaften müsste denn diese Frau und Mutter verwickelt gewesen sein?!
Ich weiß nicht, ob die Leute das nicht sehen wollen?!
Wie sollte denn ein möglicher Liebhaber, Mafiosi, Junkie, Dealer, meinetwegen "Motorrad-Rocker", zu Marion H. eine solche, tiefere persönliche Beziehung aufgebaut haben, damit er sich zu einer solchen Tat hinreißen lässt?!
Es war ein gezielter Mordanschlag, auf genau diese Frau und Ihren Sohn. Was denn sonst?!
Verstehe ich nicht. Will mir einfach nicht in den Kopf.
Was glaubten denn damalige Ermittler, bitte?!

"Cui Bono"?!
Wer hätte denn wohl einen Grund dafür?!
Es hieß in der "WestfalenPost":

"Marion habe sich von ihrem Mann trennen wollen. Der bestreitet jedoch, etwas mit dem Tod von Frau und Kind zu tun zu haben."

Ist es wahr?! Wer hätte das gedacht?!

Wer verwischt denn gerne seine Spuren, mit Feuer oder Wasser?!
Der Claudia Ruf-Fall, oder der Armani-Fall, seien hier genannt.

https://www.welt.de/vermischtes/weltges ... undin.html

Dieser abscheuliche Fall aus Landshut 2009, sollte diesen Aspekt ebenfalls verdeutlichen.
Auch hier, war es der Ex-Freund/Ex-Mann, der seine Freundin/Frau, erst ermordete und dann die Leiche verbrannte. Sich seiner Spuren so entledigen wollte.

Im Gegensatz zu den wirklich guten Landshuter Kommissaren jedenfalls, wollten damalige Mendener-Ermittler überhaupt nichts davon sehen. Wie leider in so vielen anderen "Kalten Fällen" auch.

Am Tattag wurde des öfteren ein dunkler Geländewagen, rund um den Feldweg, bzw. den späteren Tatort gesichtet.
Offensichtlich ein sogenannter "red herring/ein roter Herring", soll heißen, eine bewusst falsch gelegte Fährte, um vom eigentlichen Verbrechen abzulenken.
Dies wird mir sehr schnell, anhand eines erstaunlich naiven Statements des damaligen Ermittlers, verdeutlicht.

Der Ehemann, laut des leitenden Ermittler Ralf Eickler "ein bekennender Sportwagenfahrer", fuhr mit seinem Porsche 911 zum Mandanten Termin.

Ach, so!
Dann ist ja alles klar!
Wie bescheuert auffällig/unauffällig, das muss ich schon sagen.
Der Ehemann fährt gerne, und ausschließlich, "Porsche". Also Sportwagen. Ne, das ist dann schon klar. Dann könnte der ja nie im Leben, "niemals", in einem Geländewagen sitzen?! Das ist doch logisch!
Ist das jetzt Dummheit, Nix-Blickerei, oder war es dem zu späten Ermittlungsansatz in eine bestimmte Richtung geschuldet?!
Oder soll mir das jetzt ein mögliches "Alibi" erklären?!
Von wegen = "Sportwagen", passt ja nicht zu, "Geländewagen" = Verstehen Sie?! Ergo = Alibi. Logisch, oder?!
Is mir persönlich zu blöd, tut mir leid, is mir echt zu blöd.
Weil, das ist ja jetzt wahrlich nicht der einzige Fall, in dem das direkte, "MÄNNLICHE" Umfeld, aus mir unverständlichen Gründen, die Mord-Green Card erhält.

Ob nun der Ehemann, der Ex-Freund, der Vater oder der Stiefvater?!
Für meinen Geschmack jedenfalls, zieht sich der Aspekt des in die Tat involvierten, direkten (Männlichen!) Umfelds, wie ein roter Faden durch alle sogenannten Cold Cases. Ungefähr 98% der Fälle, würde ich mal dreist behaupten.
Dies dürfte auch der Grund für eine hohe "Nicht-Aufklärungsquote", aller/sämtlicher Cold Case-Fälle sein.
Das oft und gern genannte "aufrollen" gewisser alter Fälle ist demnach pure Augenwischerei, und nichts als heiße Luft.
Ein möglicher Täter aus dem Umfeld des Opfers, würde zwangsläufig eine Falsch-Ermittlung der Polizei darstellen. Eine falsche Hypothese, demnach. Die Polizei-Hypothese ist aber in jedem Fall unantastbar. Sie wird weder kritisiert, noch korrigiert, oder sonst irgendwie in Frage gestellt. Die Polizei würde sonst Ihr Gesicht verlieren. Ein solcher Fall ist ziemlich undenkbar.
Eventuelle, spätere Ermittlungs-Erfolge sind nur möglich, wenn das männliche Umfeld nichts mit der Tat zu tun hat.
Und das ist, meiner Meinung nach, in den Cold Case-Fällen, äußerst bis ziemlich selten der Fall.
Daher wird es, was eine Aufklärung angeht, bei 30 Jahre alten Volks-Polizei Fällen, oder gelegentlicher Spuck-Treffer, durch den ein oder anderen Ex-Knacki, bleiben.
Meine Meinung.
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#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 8. Feb. 2019, 11:04

Fr, 8. Februar 2019: Nach der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am vergangenen Mittwoch gingen im Studio etwa ein Dutzend Hinweise ein
Wie erwartet, hat der Fall das Publikum sehr bewegt. [...] Besonders viele Hinweise kamen zu einem Geländewagen, der unmittelbar vor dem Mord Marion Heßes Wagen folgte. Besonders ein Anruf ließ Kriminalhauptkommissar Ralf Eickler aufhorchen: Eine Zuschauerin gibt an, konkrete Angaben zu diesem Geländewagen machen zu können. Sie möchte sich dazu persönlich mit dem Beamten treffen.
Quelle: e110


Nie gekannte Klarheit
Für Zuschauer, die sich vorab mit dem Mordfall befasst hatten, machte der Film die heutige Sichtweise der Ermittler auf bestimmte Umstände deutlich. So war in nie gekannter Klarheit gezeigt worden, dass beide Opfer an einem anderen Ort betäubt und erst unmittelbar vor der Brandstiftung in Marion Hesses VW Passat gelegt wurden.

Schwitter Felder: Tatort bewusst gewählt?
Auch der Tatort am Hochspannungsmasten in den Schwitter Feldern erscheint den Fahndern nicht zufällig gewählt: Die Mörder hatten einen Unfall vortäuschen wollen und den Passat gegen den Masten gesetzt. Genau dieser Ort war kurz zuvor der Schauplatz eines Unfalls gewesen, der eine junge Frau das Leben kostete. An sie erinnert bis heute das Kreuz mit dem Namen „Silke“. Schlussfolgerung der Ermittler laut „XY“: Die Täter kannten sich mit der Örtlichkeit gut aus. Was gegen die verbreitete Theorie eines Auftragsmordes durch Killer aus dem Ruhrgebiets-Milieu spräche.
Quelle: Westfalenpost
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