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Recklinghausen: Durchsuchung wegen Kinderpornografie - Vermisster Marvin Konsog (15) im Schrank gefunden

Vergewaltigung, Missbrauch, Kinderpornografie, Prostitution.
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Salva
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Recklinghausen: Durchsuchung wegen Kinderpornografie - Vermisster Marvin Konsog (15) im Schrank gefunden

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 22. Dez. 2019, 00:12

Sa, 21. Dezember 2019: Ein Mann aus Recklinghausen soll Kinderpornografie verbreitet haben. Die Polizei durchsucht seine Wohnung - und findet in einem Schrank einen seit über zwei Jahren vermissten 15-Jährigen.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um einen seit zwei Jahren vermissten Jugendlichen aus dem benachbarten Oer-Erkenschwick, der damals aus einer Wohngruppe verschwunden war. Polizisten entdeckten den Jugendlichen in einem Schrank, wie die Kreispolizei Recklinghausen mitteilte. Dort habe er sich versteckt oder sei versteckt worden.

„Hinweise, dass der Junge gegen seinen Willen in der Wohnung festgehalten wurde, liegen zurzeit nicht vor“, betonte ein Sprecher. „Es spricht einiges dafür, dass er sich schon längere Zeit freiwillig dort aufgehalten hat.“ Nähere Einzelheiten zu dem Jugendlichen machte die Polizei aus Opferschutzgründen nicht.

Der 44-Jährige steht unter Verdacht, kinderpornografische Schriften verbreitet zu haben. In der Wohnung wurde bei der Durchsuchung am Freitag auch ein 77-Jähriger angetroffen. Nach dpa-Informationen soll es sich um den Vater des 44-Jährigen handeln, der dort ebenfalls lebt. Beide wurden vorläufig festgenommen, der 77-Jährige kam noch am Abend wieder auf freien Fuß.

Sichergestellt worden seien technische Geräte und Datenträger, eine Auswertung sei sofort veranlasst worden. Bei der Suche kam auch ein Datenträgerspürhund zum Einsatz. Der 15-Jährige befand sich am Freitag noch im Polizeigewahrsam. Das Jugendamt sei eingeschaltet.
Quelle: Westdeutsche Zeitung
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#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 24. Dez. 2019, 13:52

Di, 24. Dezember 2019: Hätte das Leiden von Marvin K. viel eher beendet werden können?
Wenige Tage nach der Festnahme eines 44-Jährigen in Recklinghausen ist noch immer nicht ganz klar, was in der Wohnung passiert ist. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag bestätigte, wurde der Mann bereits im Jahr 2018 wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. Außerdem sei davon auszugehen, dass sich der vermisste Marvin mindestens zwei Jahre in der Wohnung des Mannes aufgehalten habe.

Wie Bild nun erfahren haben will, soll die Wohnung des dringend tatverdächtigen Mannes bereits ein Jahr vor dem Verschwinden des heute 15-Jährigen durchsucht worden sein. Vor etwa einem Jahr dann die Verurteilung. Zu diesem Zeitpunkt könnte Marvin bereits in der Wohnung gelebt haben.

Im Jahr 2009 soll der 44-Jährige zu seinem Vater in die Wohnung gezogen sein, dieser soll auch die Miete für das gemeinsame Heim gezahlt haben. Als die Beamten den 15-Jährigen in dem Schrank am Freitag entdeckten, wurde zunächst auch der 77-Jährige festgenommen. Kurze Zeit später wurde er jedoch bereits wieder auf freien Fuß gesetzt.

Das Blatt zitiert ebenfalls einen Nachbarn des Beschuldigten. Dabei erklärt Nahcbar Peter M.: „Er war immer mit jüngeren Männern zusammen, verließ selten das Haus, schickte oft den Vater zum Einkauf.“ Demnach soll der 44-Jährige oftmals gedroht haben.

Wie die Polizei nun selbst in einer veröffentlichten Mitteilung zugibt, hätte bereits im Sommer ein Hinweis auf den nun Festgenommenen als Tatverdächtigen im Fall Marvin vorgelegen. Dieser sei nach der Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY“ eingegangen.

Wie die Polizei in der Mitteilung erklärt, müsse nun geprüft werden, ob diesem Hinweis mit aller Konsequenz nachgegangen wurde.
Was auf den Datenträgern zu sehen ist und ob Marvin missbraucht wurde, wird aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht erläutert.

Wurde Marvin manipuliert? Hintergründe noch unklar
„Der Typ, bei dem er gefunden wurde, muss Marvin immer manipuliert haben“, sagte die 53-Jährige Mutter der Bild am Sonntag (BaS). Der Junge habe sich an ihr festgeklammert und sie nicht mehr loslassen wollen. „Er sagte, er kam da nicht raus. Und trotzdem ist er mit denen irgendeine Bindung eingegangen. Das alles ist total hart für mich.“
Quelle: Merkur
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#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 3. Jan. 2020, 11:32

Sa, 28. Dezember 2019: Hinweis einfach abgeheftet? - Marvin wäre längst gefunden worden

Im Vermisstenfall Marvin Konsog wurde offenbar einem Hinweis nicht nachgegangen. Das soll bei der Duisburger Polizei nicht mehr vorkommen. Künftig gilt das Vier-Augen-Prinzip. Offene Altfälle werden geprüft. Wegen der jetzt bekannt gewordenen Panne gibt es interne Vorermittlungen.
Duisburg/Recklinghausen (dpa) – Nach der mutmaßlichen Ermittlungspanne im Fall des lange verschwundenen Jugendlichen im Ruhrgebiet hat die Duisburger Polizei erste Konsequenzen gezogen: Interne Abläufe wurden verändert und alle offenen Vermisstenfälle überprüft, sagte Sprecherin Jaqueline Grahl gestern. Zudem seien disziplinarrechtliche Vorermittlungen eingeleitet worden. Gegen wen sie sich richten, ist nicht bekannt.

Hintergrund: Die Duisburger Polizei soll nach Ausstrahlung einer Spezial-Ausgabe der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» Ende Juli 2019 einem Hinweis auf einen Tatverdächtigen nicht nachgegangen sein. Tatsächlich war bei ihm der Junge vergangene Woche im Schrank entdeckt worden (e110 berichtete). «Bei dem Hinweis ging es darum, dass der jetzt 44-Jährige 2016 Kontakt mit dem Jungen hatte», sagte Grahl weiter. «Der Hinweis ist wohl abgelegt worden ohne weitere Maßnahmen», teilte ein Duisburger Polizeisprecher am Dienstag mit.

Auf Einzelbewertung künftig nicht verlassen
Als Konsequenz aus dem Fall will die Duisburger Polizei bei Vermisstenfällen Arbeitsabläufe ändern. «Wir werden zukünftig bei der Spurenbearbeitung nach dem Vier-Augen-Prinzip verfahren, damit wir eine Einzelbewertung gegebenenfalls nochmal korrigieren können», sagte Grahl. Auch werde sich die Polizei nochmal alle nicht abgeschlossenen Vermisstenfälle vornehmen und alle Hinweise überprüfen. Es sei noch unklar, um wie viele Fälle es gehe.

Ob die mutmaßliche Ermittlungspanne auch strafrechtliche Konsequenzen hat, ist noch offen. Die Akte ist nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Duisburg zwischenzeitlich bei der Behörde eingegangen und wird dort geprüft.

18-köpfige Ermittlungskommission
Der aus Duisburg stammende Junge war im Juni 2017 im Alter von 13 Jahren aus einer Wohngruppe in Oer-Erkenschwick verschwunden. Nach ihm wurde bundesweit gefahndet. Aus Zufall wurde der mittlerweile 15-Jährige vergangene Woche in der Wohnung des 44-Jährigen in Recklinghausen in einem Schrank entdeckt, als man bei dem Mann nach Kinderpornos suchte. Er kam wegen des Verdachts einer schwerwiegenden Sexualstraftat in Untersuchungshaft. Der Jugendliche soll sich mindestens zwei Jahre bei dem Mann aufgehalten haben.

Über den eigentlichen Fall wurden gestern keine weiteren Einzelheiten mehr bekannt. Die Auswertung der in der Wohnung des 44-Jährigen gefundenen Datenträger dauere an. Die 18-köpfige Ermittlungskommission habe ihre Arbeit auch an den Feiertagen fortgesetzt, betonte ein Sprecher der Polizei Recklinghausen. Auch das Umfeld des Tatverdächtigen sei weiter von Interesse.
Quelle: wel / e110
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#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 21. Mär. 2020, 09:48

Do, 19. März 2020: Beamtin soll zutreffenden XY-Hinweis ignoriert haben
Im Fall des vermissten Jugendlichen, der in einem Schrank in einer Wohnung in Recklinghausen gefunden wurde, wird inzwischen gegen eine Polizistin ermittelt. Sie könnte sich der fahrlässigen Körperverletzung im Amt strafbar gemacht haben, wie es in einem vertraulichen Bericht an den Landtag heißt.

Hintergrund ist der Hinweis einer Zeugin nach «Aktenzeichen XY…ungelöst». Sie hatte bereits Ende Juli 2019 den Namen des polizeibekannten Wohnungsbesitzers genannt. Die Polizistin soll dem Hinweis aber nicht nachgegangen sein. Der 15-Jährige war erst im Dezember durch Zufall entdeckt worden. Gegen seinen verdächtigen «Gastgeber» (44) wurde inzwischen Anklage unter anderem wegen Vergewaltigung erhoben.

Objektive Pflichtverletzung
Die Ermittler prüfen laut dem vertraulichen Bericht, ob der Jugendliche noch nach dem Hinweis der Zeugin missbraucht und dabei verletzt wurde – und ob ein Zusammenhang zur «objektiven Pflichtverletzung» der Polizistin besteht.

In einem weiteren Bericht stellt das Innenministerium fest, dass eine «ordnungsgemäße kriminalfachliche Bearbeitung des Hinweises» bereits im Juli 2019 zum Auffinden des Vermissten hätte führen können. Der von der Zeugin genannte Mann war wegen des Besitzes von Kinderpornografie bereits im März 2018 zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Dennoch wurde der Hinweis zu den Akten gelegt.

472 Mal sexuell missbraucht
Als Ermittler die Wohnung des 44-Jährigen später auf der Suche nach Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs ins Visier nahmen, fanden sie den 15-Jährigen im Schrank. Dem Wohnungsbesitzer wird in der Anklage Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch und 472 Fälle von sexuellem Missbrauch des Jugendlichen vorgeworfen.
Quelle: e110
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