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Ahrensfelde, Sommer 2018: Wurde Max Radloff (13) ermordet? - Neue Hinweise!

Ungeklärte Umstände und Sachverhalte.
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Salva
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Ahrensfelde, Sommer 2018: Wurde Max Radloff (13) ermordet? - Neue Hinweise!

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 25. Feb. 2020, 15:09

Auf dem Gelände der alten Kläranlage in Ahrensfelde (Barnim), direkt an der Berliner Stadtgrenze, entdeckte ein Spaziergänger am 2. August 2018 die Leiche des 13-jährigen Max Radloff aus Marzahn. Auffällig war, dass der Junge teilentkleidet war. Deshalb schlossen Jens Höwer von der Mordkommission Eberswalde und seine Kollegen schon damals ein möglicherweise sexuell motiviertes Verbrechen nicht aus.

Bild
Max Radloff († 13) aus Berlin-Marzahn.
Foto: Polizei/rbb

Rückblick: Der Tag, an dem Max verschwand
Es ist der 31. Juli 2018, ein Dienstag in den Sommerferien. Am Nachmittag besucht Max eine Bekannte der Familie, bei der er an diesem Tag auch übernachten will. Sie wohnt wie er in Marzahn.

Am frühen Abend geht er von dort wieder los, weil er noch verabredet ist. "Mit einem 15-Jährigen. Das hat die Handyauswertung ergeben", sagt die Polizei. Die Jungs treffen sich in Marzahn-Nord und laufen gemeinsam zu Fuß zwei Kilometer zu dem Gelände in Ahrensfelde, auf dem Max später tot aufgefunden wird.
Handy wurde abgestellt

Die Mordkommission zieht in Betracht, dass noch weitere Personen involviert waren. Möglicherweise hat sich Max an dem Abend noch mit jemand anderem getroffen? Und es kam vielleicht zu einer Annährung und schließlich zu einer Eskalation?

Am Abend macht sich die Bekannte der Familie, bei der Max übernachten soll, erste Sorgen um den Jungen. Sie ruft ihn an. Er geht zwar an sein Handy, benimmt sich ihren Angaben zufolge aber merkwürdig. Mitten im Gespräch bricht er den Anruf ab. "Die Bekannte hat versucht, ihn noch einmal zu erreichen. Aber da war das Handy abgestellt", ergänzt Kommissar Jens Höwer.

Hat Max das Telefon selbst ausgeschaltet? Wenn ja, warum hat er es getan? Oder wurde er dazu gezwungen? Von wem? Fragen, die die Polizei noch nicht beantworten kann. Zwei Tage später wird Max' Leiche auf dem Gelände in Ahrensfelde gefunden.

15-Jähriger ist der einzige Zeuge
Der bisher einzige Zeuge ist der 15-jährige Junge, mit dem sich Max am Abend seines Verschwindens verabredet hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass der 15-Jährige am 31. Juli 2018 um 23 Uhr zurück in Marzahn ist. Er ist verletzt. Doch er kann sich nicht an den Abend erinnern. Die Polizei erklärt: "Zu dem, was auf dem Gelände passiert ist, kann er bis heute keine verständlichen Angaben machen."

Schwierige Ermittlungen
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Denn Max Radloff ist bereits am 31. Juli 2018 verschwunden und, wie aus der rechtsmedizinischen Untersuchung später hervorgeht, auch an diesem Tag zu Tode gekommen. Die Leiche war somit zwei Tage sommerlichen Temperaturen von über 35 Grad ausgesetzt. "Das hat natürlich zu ziemlich schnellen und fortschreitenden Veränderungen des Körpers geführt", sagt Jens Höwer. Deshalb ließen sich auch keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung oder ähnliches mehr feststellen.

Eine giftige Substanz als Todesursache schließt der Mordermittler ebenfalls nach umfangreichen toxikologischen Gutachten aus. "Max hat weder in der Vergangenheit noch am Tag seines Todes Drogen konsumiert." Jens Höwer fasst zusammen: "Es handelte sich bei Max um einen gesunden 13-Jährigen, der nicht so einfach stirbt."

Neuer Ermittlungsansatz

Bild
Überwachungskamera: Max R. mit einem unbekannten BMX-Rad.
Foto: Polizei/Moz
Im Mittelpunkt dabei: ein gelbes BMX-Rad. Mit diesem wurde Max R. wenige Stunden, bevor er starb, im Fahrstuhl eines Hochhauses in Berlin-Marzahn gefilmt – beim hoch- und runterfahren. Das Erstaunliche daran: Er besaß selbst kein BMX-Rad. Woher stammte es also? War es geliehen? Geklaut? Wollte er es vielleicht auf dem Gelände der alten Kläranlage zu Geld machen – und irgendwas ging schief? Am Fundort der Leiche jedenfalls fehlte von dem BMX-Bike später jede Spur. "Es könnte eine Rolle spielen und uns weiterhelfen", sagt Höwer.

Nur kurz nach Ausstrahlung der rbb-Sendung hat der Kriminalkommissar bereits am Montag vier neue Hinweise entgegengenommen. "Sie haben zwar nur wenig Substanz, aber wir sind für jede Hilfe dankbar", sagt Höwer.

Zeugenaufruf

Wer zwischen dem 31. Juli bis 2. August 2018 etwas Auffälliges auf dem Gelände des alten Klärwerkes im Ahrensfelder Ortsteil Eiche beobachtet hat, kann sich an die Kriminalpolizei wenden: telefonisch unter 03334 27992720 oder über den Online-Service.

Quellen: Kriminalreport | rbb24 | MOZ
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