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Vogtareuth: Bundespolizistin (36) tötet ihre Kinder und sich selbst

Delikte innerhalb der Familie oder Beziehung.
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Salva
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Vogtareuth: Bundespolizistin (36) tötet ihre Kinder und sich selbst

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 3. Apr. 2020, 19:04

Fr, 3. April 2020: Drei Leichen sind in einem Wohnhaus in Vogtareuth am Freitagmorgen gegen 4.40 Uhr gefunden worden. Es handelt sich um eine Mutter und ihre beiden Kinder. Die Polizei geht davon aus, dass die Bundespolizistin Ramona Findling (36) zuerst ihre Töchter (2, 12) und dann sich selbst erschossen hat.

Bild
Ramona F. aus Vogtareuth hat mutmaßlich ihre beiden Töchter und dann sich selbst erschossen.
Foto: Bild
Es ist eine Familientragödie, die sich in dem lachsrosa-farbenem Haus in der Blumenstraße ereignet hat: Ramona F., 36 Jahre alt, Ausbilderin bei der Bundespolizei in Rosenheim, und ihre zwölf und zehn Jahre alten Töchter sind tot. Vieles deutet derzeit darauf hin, dass die Frau ihre Kinder gewaltsam tötete und sich anschließend selbst das Leben nahm, so Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums in Rosenheim. Ob Ramona F. dazu ihre Dienstwaffe benutzte, ist derzeit nicht bekannt. Der von seiner Frau getrennt lebende Vater der beiden Mädchen wurde von Notfallseelsorgern betreut, wie Pressesprecher Martin Emig am Tatort mitteilte.

Die Familie zog vor zehn Jahren in das rund 3300 Einwohner große Dorf, die Töchter gingen beide in Vogtareuth in die Schule. Die Straße rund um den Tatort ist am Freitagvormittag wie ausgestorben, kein Nachbar im Garten. In diesem Teil Vogtareuths wohnen viele Familien, auch etliche ehemalige und aktuelle Mitschülerinnen und Mitschüler leben in der Nachbarschaft von Familie F. Sie haben bis vor Kurzem, bis zur Ausgangsbeschränkung, noch mit den beiden Mädchen gespielt, sind gemeinsam herumgetobt. Nun müssen ihre Eltern ihnen helfen, mit dem Verlust der Nachbarsmädchen fertig zu werden.

Ramona F. hatte große Pläne

Zum Motiv der Tat ist nach wie vor nichts bekannt. Auch ein Sprecher der Polizei vor Ort wollte sich nicht dazu äußern, was die mutmaßliche Täterin Ramona F. veranlasst haben könnte, zuerst ihre Töchter und dann sich selbst zu erschießen.

Vor gut einem Jahr gehörte Ramona F. zu den Finalistinnen des Rosenheimer Gründerpreises. Die Bundespolizistin, selbst als Mädchen Missbrauchsopfer, hatte ein Kurskonzept entwickelt, das Mädchen und Frauen in die Lage versetzt, sich gegen Gewaltverbrechen zu wehren. Mit einigen Kollegen wollte sie ein Unternehmen gründen, das diese Kurse anbietet – den Mädchen und Frauen direkt, aber auch Unternehmen wollten Ramona F. und ihre Kollegen, allesamt Bundespolizisten, ansprechen.

Entsprechende Kurse bot sie zusammen mit einem Kollegen bereits über dessen Selbstverteidigungsschule in verschiedenen Orten in der Region an.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln intensiv zur Tat in Vogtareuth

Wie es innerhalb eines Jahres dazu kam, dass aus der strahlenden Bundespolizistin und Jungunternehmerin eine offenbar völlig verzweifelte Frau wurde, ist Teil der Ermittlungen der Kripo Rosenheim. Deren Fachkommissariat hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.

Gutachter des Landeskriminalamtes und Rechtsmediziner aus München waren schon in den Morgenstunden am Tatort und unterstützten die Kripo bei deren Ermittlungen rund um die Familientragödie in Vogtareuth.
Quellen: OVB | OVB: Mehr Power für Mädchen und Frauen - Bundespolizistin Ramona Findling hat ein Kurskonzept zur Abwehr von Gewaltverbrechen entwickelt | e110
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PommesAgnum
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Vogtareuth: Bundespolizistin (36) tötet ihre Kinder und sich selbst

#2

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Mo, 6. Apr. 2020, 17:36

Salva hat geschrieben:
Fr, 3. Apr. 2020, 19:04
Der von seiner Frau getrennt lebende Vater der beiden Mädchen wurde von Notfallseelsorgern betreut, wie Pressesprecher Martin Emig am Tatort mitteilte.
Hier liegt die Betonung auf "wurde", weil der trauernde Witwer seine Trauer scheinbar recht schnell überwinden konnte.

Man bekommt vor lauter Corona-Pandemie ja gar nichts anderes mehr mit, muss ich gestehen. Da geschah die Tage ein ähnliches Familiendrama mit leider tödlichem Ausgang. Allerdings soll da der Vater zuerst seinen 12 jährigen Filius erstochen haben, und danach sich selbst. Man nagle mich bitte nicht fest, jedenfalls gab es da schon einen sehr fetten Widerspruch in den Aussagen der einzigen Überlebenden des Familiendramas, der Frau Mama. Abgesehen davon, ist ein Selbstmord mit einem Messer auch schon ein kleines Kunststück für sich.
Wie dem auch sei, so denke ich, haben die beiden Fälle aber eine Sache gemeinsam, sie glänzen beide mit einer falschen Opfer/Täter Darstellung, bei allem nötigen Respekt versteht sich. Ich sage und betone es am Besten gleich und im voraus, das ist natürlich und, wie immer, nur meine eigene ganz persönliche Meinung. Aber in Zeiten, in denen schön zu sehen ist, wie leicht die Leute alles hinnehmen, und bloß nichts hinterfragen, weil... Das macht man ja nicht, gell?! Das macht vor Allem der gute deutsche Bürger nicht.

„Der Ehemann der Frau und gleichzeitige Vater der beiden Mädchen befand sich zur Tatzeit im Haus und fand die drei Getöteten unmittelbar im Anschluss im ersten Stock des Wohnhauses. Er verständigte die Rettungskräfte. Die bisherigen Ermittlungen und Spurensicherungsmaßnahmen erbrachten keine Hinweise auf eine Beteiligung des Ehemannes“, heißt es in der Pressemeldung weiter.

https://www.merkur.de/bayern/vogtareuth ... 38994.html

Hm, der von seiner Frau getrennt lebende Vater der beiden Mädchen befand sich zur Tatzeit also im Haus?! Um 4:40 Uhr Morgens, bzw., Nachts, wenn man so will?! Er fand die drei unmittelbar im Anschluss im ersten Stock, wie es heißt. Jetzt kann man sich natürlich zunächst mal fragen, was denn der in Trennung lebende Ehemann am Freitagmorgen, und zu dieser ungewöhnlich frühen Uhrzeit, wohl dort zu schaffen hatte. Weil das ja nicht der Normalfall gewesen sein durfte, wenn beide offensichtlich seit geraumer Zeit "getrennte" Wege gingen. Demnach hatte er dort doch eigentlich, und ich betone das jetzt bewusst, hatte er dort eigentlich doch nichts zu suchen, wenn ich das richtig erkenne.
Zur besseren Erinnerung noch mal die erste, anfängliche Schlagzeile, Zitat "Oberbayerisches Volksblatt (ovb):

"Drei Leichen sind in einem Wohnhaus in Vogtareuth am Freitagmorgen gegen 4.40 Uhr gefunden worden."

Ja, klar! Allerdings vom getrennt lebenden Ehemann. Obendrein soll der sich zur eigentlichen "Tatzeit" sogar irgendwie auch im Haus aufgehalten haben. Das ist ja schon mal alles wieder nicht von schlechten Eltern, möchte ich meinen, ohne hier pietätlos klingen zu wollen, man möge mir verzeihen. Wenn es dann aber noch heißt, er fand die 3 Opfer unmittelbar im Anschluss im ersten Stock des Hauses vor, dann komme ich wahrhaftig in's Grübeln. Weil, wenn er bei dieser "angeblichen" Verzweiflungstat seiner (Ex-) Frau schon zugegen war, zu fragwürdiger Uhrzeit, obwohl das anscheinend nicht der Norm entspricht, dann wird er die zwei getöteten Mädchen und ihre Mutter zweifellos und "unmittelbar im Anschluss" vorgefunden haben, davon kann man ausgehen.

Wie mir scheint wurde "das" mögliche Motiv eventuell auch sogar schon vorweg genommen. Zitat ovb:
"Entsprechende Kurse bot sie zusammen mit einem Kollegen über dessen Selbstverteidigungsschule an."
Das ist aber wirklich nur meine ganz eigene Sicht der Dinge, denn, Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln intensiv zur Tat in Vogtareuth. Nun, ja, da bin ich auch erstmal beruhigt, muss ich gestehen.

Etwas anderes ist da schon wieder die Selbstmordstatistik. Offizielle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (StBA) zum
Suizid mit Schusswaffen belegen für das Jahr 2017: Suizid durch Handfeuerwaffen im Jahr 2017 = 132 insgesamt.

https://de.statista.com/statistik/daten ... land-2006/

Tja, is wirklich schwierig da Nachforschungen anzustellen.
Im Jahr 1999 beispielsweise verübten in Deutschland noch 11.157 Personen Suizid (8.080 Männer/3.077 Frauen).
Lediglich in 906 Fällen wurden hierbei Schußwaffen eingesetzt (846 Männer/60 Frauen)
92% aller Selbsttötungen in der Bundesrepublik wurden demnach nicht mit Schußwaffen begangen!

Das finde ich aber krass, muss ich ehrlich sagen. Weil sich damit im Jahre 1999 noch, sage und schreibe, 906 Menschen (darunter immerhin 60 Frauen!) mit einer Schusswaffe das Leben genommen haben. Wohingegen es 18 Jahre später nur noch 132 Personen taten. Leider fehlt hier die Geschlechtertrennung. Aber, dennoch?! Weil es doch schon wieder das typische, übliche Propaganda-Framing erkennen lässt. Denn, so wie es immer durch die Nachrichten geht, habe ich mit einer viel höheren/steigenden Zahl gerechnet. Jedoch ist gegenteiligeres der Fall. Zitat StBA:
"Der Langzeittrend hingegen zeigt eine deutliche Abwärtsbewegung." - Ja, das kann man wohl laut sagen! Wenn es einmal nur auf Schusswaffen bezogene Suizide mit 906 Personen waren, und 18 Jahre später nur noch 132 Personen sind, ist das schon ziemlich deutlich, Langzeittrend hin oder her.

Im Jahr 2017 starben demnach in Deutschland insgesamt 9 235 Personen durch Suizid – das waren über 25 Personen pro Tag. Männer nahmen sich deutlich häufiger das Leben als Frauen, rund 76 % der Selbsttötungen wurden von Männern begangen. Das durchschnittliche Alter von Männern lag zum Zeitpunkt des Suizides bei 57,6 Jahren, Frauen waren im Durchschnitt 58,6 Jahre alt. Insgesamt ist die Zahl der Suizide in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen: 1980 nahmen sich beispielsweise noch rund 50 Personen pro Tag das Leben.

Worauf ich eigentlich hinaus will, sollte klar sein. Bei 132 Suiziden mit Schusswaffen im Jahr 2017, waren dann wie viele davon Frauen zuzuschreiben?! 10, vielleicht 12?! Keinesfalls mehr. Die Selbsttötung bei Frauen mit einer Schusswaffe ist daher also beinahe schon so gut, wie ausgeschlossen, weil einfach nicht mehr existent/gegeben. Hinzu kommt dann noch die Wahrscheinlichkeit für eine Frau auch noch die zwei Töchter zu erschießen. Ich will nicht sagen "unmöglich", jedoch äußerst zweifelhaft. Mich erinnert der Fall etwas an den 2015'er Fall der Familie Schulze aus Drage.
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