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Was ist ein "Ehrenmord"?

Traditionell oder religiös motivierte Verbrechen.
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Was ist ein "Ehrenmord"?

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 18. Jun. 2016, 10:43

Um der Frage, "Was ist ein "Ehrenmord"?" auf den Grund zu gehen, soll zunächst das Wort "Ehre" und dessen Bedeutung in anderen Kulturen beschrieben werden. Sehr gute Erklärungen zu diesem Thema finden sich bei unserem Partner Forum



Daraus:

► Was ist Ehre?
Die türkische Ehre, auf die sich ein Mörder beruft, hat nichts mit der deutschen Ehre zu tun, die einem zuteil wird, wenn man das Bundesverdienstkreuz erhält, hohen Besuch empfängt oder ein Versprechen gibt. Das leicht altertümlich klingende deutsche Wort drückt ein besonders positives, vornehmes, erhebendes Gefühl aus. In der Regel wird die Ehre verdient: Man ehrt einen Wissenschaftler für seine Forschung oder eine Politikerin für ihre Bemühungen um den Frieden.

In der türkisch-islamischen Kultur dagegen wird die namus nicht verdient, sondern verteidigt. Auch Seyran Ateş, eine der profiliertesten deutschen Frauenrechtlerinnen aus der Türkei, weist in ihrem Buch Der Multikulti-Irrtum auf die völlig unterschiedliche Bedeutung hin: „Wer in einem türkischen Zusammenhang namus hört, assoziiert damit zum überwiegenden Teil nicht etwas Positives, sondern eine Last, etwas, was es zu behüten gilt und wofür man bereit ist, sein Leben zu geben, etwas, was man ganz schnell verlieren kann und damit dann auch seine Existenzberechtigung.“ Denn wer seine Ehre nicht verteidigt, wird zum namussuz adam, zum ehrlosen Mann. Das ist „das Schlimmste“, was einem Türken passieren kann.
► Wann ist ein Mord ein Ehrenmord?
Eine gängige Definition lautet:
Ein Mord ist ein Ehrenmord, wenn der Täter als Motiv für seine Tat die Familienehre angibt.
Doch das greift zu kurz: Denn es gibt Morde, die nur als Ehrenmord getarnt werden, in denen es in Wirklichkeit aber um etwas anders geht, zum Beispiel um Geld oder Land oder um die Vertuschung eines anderen Verbrechens, zum Beispiel Inzest. Auf der anderen Seite gibt es Mörder, die für die Ehre töten, sich aber hüten, das Wort Ehre überhaupt in den Mund zu nehmen.

Ein Ehrenmord bezeichnet einen Mord nach einem ganz spezifischen Muster. Folgende Aspekte können bei der Identifizierung helfen:

• Ist der Mord mit anderen Familienmitgliedern geplant oder handelt es sich um einen (nicht nur angeblichen) Einzeltäter?

• War die Tat überhaupt geplant oder geschah sie tatsächlich im Affekt?

• Ist der Täter nach der Tat bestürzt oder fühlt er sich im Recht?

• Hält das Täterumfeld die Tat für richtig, und demonstriert die Familie Solidarität?

• Gibt es Aussagen des Täters (nicht nur zur Tat), die sich auf die Ehre beziehen? Hat er früher schon einmal etwas mit seiner Ehre rechtfertigt?

• Die Heirat war keine Liebesheirat, sondern eine Zwangsheirat oder arrangierte Ehe. Dazu gehört häufig, dass die Braut bei der Hochzeit sehr jung war, manchmal minderjährig. Braut und Bräutigam kannten sich vorher nur minimal.

• Braut und Bräutigam sind miteinander verwandt, sie sind beispielsweise Cousin und Cousine. Einer der beiden reist im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Deutschland (oder in den Westen) ein. Allerdings dauert es oft Monate oder Jahre, bis der Mann die Frau nachholt.

• Kommt die Frau nach Deutschland, lebt sie jahrelang bei den Eltern des Mannes und führt deren Haushalt. Nicht, weil man sich so gut versteht, sondern weil die Eltern die Frau kontrollieren, während der Mann arbeitet oder aus anderen Gründen nicht zu Hause ist.

• Die Frau kann während der Beziehung kein Deutsch lernen. Ein Kursbesuch wird ihr verboten. Oft darf sie nicht einmal allein aus dem Haus.

• Nach Misshandlungen trennt sich das spätere Opfer vom Täter, was der Täter nicht akzeptiert. In einigen Fällen lebt ein bereits geschiedenes Paar (gegen den Willen der Frau) noch zusammen. In anderen Fällen bedroht und belästigt der Täter das Opfer massiv (Stalking).

• Der Täter legt ganz unterschiedliche Maßstäbe an sein eigenes (sexuelles) Verhalten und an das des Opfers an. Er begründet dies durch die Geschlechterrollen. Zum Beispiel: Er selbst hat (tatsächliche oder behauptete) Affären, bringt aber seine Frau um, weil sie angeblich einen anderen Mann angeschaut hat.

• Der Täter kommt aus einer Familie, die einen türkischen (marokkanischen, irakischen ...) Ehrbegriff pflegt.

• In Fällen, in denen der Täter nicht der Mann oder Exmann des Opfers ist, wird oft das jüngste männliche Familienmitglied ausgewählt, da er die geringste Strafe zu erwarten hat.

Wichtig: Selbstverständlich weist nicht jeder Ehrenmord all diese Aspekte auf. Die Auflistung hilft aber, Ehrenmorde besser zu identifizieren.
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Was ist ein "Ehrenmord"?

#2

Ungelesener Beitrag von Minou1964 » Mo, 20. Sep. 2021, 16:10

Also ich finde den Begriff "Ehrenmord" verharmlosend. Irgendwie klingt das ja als habe jemand im Namen der Ehre die "Berechtigung" einer Person das Leben zu nehmen. Ich bin jetzt nicht so sehr der Political Correctness Typ in allen Fällen - aber ich finde wirklich Ehrenmord geht gar nicht.
Meist handelt es sich dabei um Femizide. Wie man das ganze nennen soll wenn ein Mann aus diesen Gründen ermordet wird? Dazu kenne ich noch keinen Begriff.
Aber Femizid, als Bezeichnung für einen Mord, dessen Opfer eben nur ermordet wurde, weil es weiblich ist finde ich viel klarer.
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Was ist ein "Ehrenmord"?

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 20. Sep. 2021, 20:34

Minou1964 hat geschrieben:
Mo, 20. Sep. 2021, 16:10
Also ich finde den Begriff "Ehrenmord" verharmlosend.
... während der Begriff "Femizid" Ursprung und Hintergrund eines derartig gelagerten Mordes verallgemeinert, die wahren Beweggründe bzw. Tatmotivation also unausgesprochen lässt. Ist aber leider so in unseren Breitengraden, wenn es um bestimmte Kulturen mit "speziellen" Traditionen geht.
Minou1964 hat geschrieben:
Mo, 20. Sep. 2021, 16:10
Aber Femizid, als Bezeichnung für einen Mord, dessen Opfer eben nur ermordet wurde, weil es weiblich ist finde ich viel klarer.
Es gibt Männer die Frauen töten weil sie eben das Pech hatten, Frauen zu sein. Das wären quasi Frauenhasser oder wie man die auch immer nennen mag. Einer der berühmtesten unter denen ist wohl Ted Bundy. Der ermordete nicht nur Frauen um ihres Geschlechtes Willen, sondern auch noch speziell jene, die eine bestimmte Haarfrisur und -farbe trugen. Da würde in meinen Augen der Begriff "Femizid" eher passen als zu einer Tat bei der eine Frau ermordet wird, nur weil sie ihren Mann verlassen oder betrogen hatte und somit - gem. Tradition und Kultur - die Ehre ihres Mannes und die der Familien beschmutzte.
Im Übrigen ist es ja nicht so, dass nur Frauen Oper von Ehrenmorden werden können. Oft genug erwischt es auch Männer, wie z.B. die neuen Partner oder Liebhaber der verheirateten Frau. Nur wird um sie keine große Nummer gemacht. Sind halt nur Männer.
Minou1964 hat geschrieben:
Mo, 20. Sep. 2021, 16:10
Wie man das ganze nennen soll wenn ein Mann aus diesen Gründen ermordet wird? Dazu kenne ich noch keinen Begriff.
Gibt es wohl auch keinen. "Homizid", vielleicht. Wobei Homizid "Tötung eines Menschen" bedeutet und somit wieder verallgemeinert was ja aufgrund der Gleichstellungsfrage nicht sein darf oder soll.
Es wird also mit "Femizid" der Mord an einer Frau aufgrund ihres Geschlechtes benannt, der an einem Mann aber nicht explizit. Und die anderen 170 +/- Geschlechter spreche ich erst gar nicht an!
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Miri
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Was ist ein "Ehrenmord"?

#4

Ungelesener Beitrag von Miri » Mi, 2. Nov. 2022, 23:20

Eine ernsthafte. Frage

Gibt es Anlaufstellen für Jungen, die von ihrer Familie dazu ausersehen sind einen solchen Ehrenmord zu begehen, weil sie entweder noch nicht strafmündig sind oder zumindest Aussicht nach dem Jugendstrafrecht beurteilt zu werden? Ich kann mir vorstellen, dass es auch solche gibt, die das gar nicht ausführen wollen, aber nicht wissen, wie sie sich dem Familienclan widersetzen sollen.

Ich fände es zumindest grob sexistisch hier Heldenmut einzufordern, nur weil es biologisch männliche Kinder oder Jugendliche sind. Ich sehe hier einen ganz klaren Machtmissbrauch, ebenso wie bei Kindern, die als Soldaten rekrutiert werden. Auch bei letzteren ist es mir natürlich klar, dass das letztlich zu schlimmen Taten führt.
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#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 3. Nov. 2022, 22:10

Miri hat geschrieben:
Mi, 2. Nov. 2022, 23:20
Gibt es Anlaufstellen für Jungen, die von ihrer Familie dazu ausersehen sind einen solchen Ehrenmord zu begehen, weil sie entweder noch nicht strafmündig sind oder zumindest Aussicht nach dem Jugendstrafrecht beurteilt zu werden?
Da gibt es einige Anlaufstellen. Nebst der nächsten Polizeidienststelle u.a.:

Hilfe Telefon (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben)
HennaMond e.V.
TelefonSeelsorge
SOLWODI Deutschland e.V.

Eigentlich eher für die Opferseite gemacht, helfen diese Organisationen und Vereine auch bei der Prävention.

Miri hat geschrieben:
Mi, 2. Nov. 2022, 23:20
Ich fände es zumindest grob sexistisch hier Heldenmut einzufordern, nur weil es biologisch männliche Kinder oder Jugendliche sind. Ich sehe hier einen ganz klaren Machtmissbrauch, ebenso wie bei Kindern, die als Soldaten rekrutiert werden. Auch bei letzteren ist es mir natürlich klar, dass das letztlich zu schlimmen Taten führt.
Gemessen an unseren Vorstellungen trifft das natürlich zu. Selbstverständlich auch in juristischer bzw. strafrechtlicher Hinsicht. Du musst aber bedenken, dass Zivilisationen gibt, die ganz anders sozialisiert sind als wir hier im "Westen". Stichwort hierfür: Politischer Islam mit seiner eigenen Gesetzgebung, der Scharia. Aktuell unser größtes Sorgenkind und nicht nur in diesem Bereich.
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#6

Ungelesener Beitrag von Miri » Fr, 4. Nov. 2022, 08:02

Da gibt es einige Anlaufstellen. Nebst der nächsten Polizeidienststelle u.a.:

Ist es auch im allgemeinen Bewusstsein, dass Jungen, die einen solchen Auftrag nicht ausführen wollen, sich an eine solche Stelle wenden könnten? Ein Überzeugungstäter wird es dann trotzdem nicht tun.
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#7

Ungelesener Beitrag von Miri » Mo, 7. Nov. 2022, 16:25

Ich füge ergänzend hinzu

Ich vermute, dass es auch ohne massive Indoktrination durch Propaganda des politischen Islam den meisten Menschen schwerfällt ein nahes Familienmitglied anzuzeigen. Wäre das anders, wäre die Zahl der zur Anzeige gebrachten Straftaten wegen häuslicher Gewalt vermutlich noch wesentlich höher.

Ich versuche mich nun hinein zu versetzen, ich wäre ein Junge, zudem in einem Alter, in dem die meisten Menschen ihre Eltern oder Familie noch brauchen. Noch nicht strafmündige Jungen, an die ich mit meiner Frage an allererstes denke, gehörten definitiv dazu. Ich versuche mir des weiteren vorzustellen an mich wird das Ansinnen gestellt würde, meine Schwester zu ermorden, bzw. die Familienehre wieder herzustellen, obwohl ich das gar nicht möchte.

Die Frage, ob ich in diesem Fall beherzt zur Polizei gegangen und meine Eltern, Onkels, Brüder wegen Anstiftung zum Mordes angezeigt hätte, könnte ich jedenfalls nicht mit einem klaren Ja beantworten.

Ich vermute, dass nahezu schon jeder mal den Flyer von terre des femmes „Wer bestimmt, wenn Du heiraten darfst? “https://www.braunschweig.de/leben/fraue ... thilfe.pdf gesehen hat. Damit wird betroffenen Mädchen signalisiert, dass man ihre Probleme ernstnimmt, was ich ganz wunderbar finde. Gibt es eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, die sich direkt an Jungen mit Migrationshintergrund wendet?
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#8

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 8. Nov. 2022, 20:21

Miri hat geschrieben:
Fr, 4. Nov. 2022, 08:02
Ist es auch im allgemeinen Bewusstsein, dass Jungen, die einen solchen Auftrag nicht ausführen wollen, sich an eine solche Stelle wenden könnten?
Eine Familie, die einen Ehrenmord beschließt, ist definitiv radikal (religiös) eingestellt. Ich glaube, dass sich der oder die zur Tat Auserwählten dann eher nicht an die Polizei bzw. an irgendwelchen Organisationen wenden würden. Da gäbe es noch andere Anlaufstellen wie z.B. der Imam in ihrer Moschee...

Miri hat geschrieben:
Mo, 7. Nov. 2022, 16:25
Gibt es eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, die sich direkt an Jungen mit Migrationshintergrund wendet?
Nicht seitens der Regierung. Im Gegenteil: unsere ideologisch völlig verblendete und auch sonst unfähige Innenministerin hat vor Kurzem die Arbeit der Expertenkommission zum Politischen Islam eingestellt. Begründung: kein Bedarf, weil keine Probleme. Unfassbar. :dislike:

Wer den Koran gelesen hat - und vielleicht auch u.a. die Haticen und Sunna - weiß, dass es ja nicht nur um Heirat oder Kopftuchzwang geht, sondern dass die Scharia auch das Erbrecht, das Strafrecht, das Familienrecht usw. beinhaltet und das hat mit unserer Gesetzgebung nicht das geringste zu tun. Mit Demokratie, Gleichbehandlung von Mann und Frau - "Diverse" schon gar nicht!, Anders- oder Nichtgläubigen, Homosexuellen uvm. sowieso nichts. Aber egal... der Islam, und somit auch die Scharia, gehört angebich zu Deutschland und gut iss.
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#9

Ungelesener Beitrag von Miri » Mi, 9. Nov. 2022, 16:50

Salva hat geschrieben:
Di, 8. Nov. 2022, 20:21
Nicht seitens der Regierung. Im Gegenteil: unsere ideologisch völlig verblendete und auch sonst unfähige Innenministerin hat vor Kurzem die Arbeit der Expertenkommission zum Politischen Islam eingestellt. Begründung: kein Bedarf, weil keine Probleme. Unfassbar.
Gegen ein nicht existentes Problem kann man natürlich auch nicht präventiv vorgehen.
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#10

Ungelesener Beitrag von Miri » Mi, 9. Nov. 2022, 17:14

Da gäbe es noch andere Anlaufstellen wie z.B. der Imam in ihrer Moschee...

Sofern der nicht ebenfalls ideologisch verblendet ist, wäre das eigentlich die ideale Anlaufstelle. Wenn er es nicht ist, könnte ich mir allerdings auch vorstellen, dass es für ihn zum Problem werden kann, wenn er seine Bereitschaft in diesen Fragen Anlaufstelle zu sein, gar zu sehr nach außen kommuniziert.
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#11

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 9. Nov. 2022, 18:44

@Miri
Streitigkeiten werden bei den gläubigen Moslems auch oft durch einen Scharia-Richter, auch Friedensrichter genannt, geschlichtet. Falls sich die Streitparteien darauf einlassen, folgen sie dessen Urteil in der Regel dann auch. Alerdings besteht da das Problem, dass z.B. die Frau nicht die gleiche Stellung oder "Zeugenaussagekraft" hat wie der Mann was dazu führen könnte, dass die Frau am Ende dann doch die Arschkarte hat und sich fügen muss. Selbst wenn sie, gemessen an unseren Werten und Gesetzen, im Recht wäre.
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