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1994 | Wipshausen| Artur Linzmaier (52) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Duchonin
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1994 | Wipshausen| Artur Linzmaier (52) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 24. Jan. 2022, 22:38

Maurer und Subunternehmer im Bausektor Artur Linzmaier erschossen

Artur Linzmaier war gelernter Maurer und Subunternehmer im Bausektor.Er lebte on seiner Familie getrennt.
Er beschäftigte u.a. auch polnische Arbeiter.
Das war damals so üblich und wird auch heute noch praktisiert.
Die polnischen Bauarbeiter arbeiten zu niedrigeren Löhnen.
Durch die Zwischenschaltung von Subunternehmern werden eventuelle arbeitsrechtliche Probleme von den großen Bauunternehmen fern gehalten.
Artur Linzmaier saß am 4. Mai 1994 um 22.10 Uhr in seinem Toyota Landcruiser direkt vor der ehemaligen Gaststätte Heidkrug, Celler Straße in Wipshausen bei Edemissen an der Bundesstraße 214. Die Gaststätte Heidkrug hatte am Tattag Ruhetag.
Die Gaststätte Heidkrug ist Ortsansässigen auch als Sauerfleischkurve bekannt. Die ehemalige Gaststätte befindet sich in Fahrtrichtung Braunschweig. Die Strecke nutzen viele Pendler aus Gifhorn oder Peine, die zur Arbeit nach Braunschweig fahren.
Artur L. stand mit seinem dunklen Toyota-Geländewagen auf dem Parkplatz des damaligen Gasthauses, in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn in Fahrtrichtung Braunschweig.
Er wurde vom Täter mit einer Waffe im Kaliber .22 zweimal in den Kopf geschossen.
Die Gastwirtin berichtete später, sie habe sich noch einen Kaffee kochen wollen und mehrere Schüsse gehört. Sie war nach draußen gerannt und hatte gemeinsam mit der Freundin ihres Sohnes Erste Hilfe geleistet, wie sie später der Presse erzählt hatte. Ihr Mann alarmierte inzwischen Polizei und Notarzt.
Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb der Mann zwei Tage später in einem Krankenhaus in Hannover.
Die Ermittler fanden am Tatort Patronenhülsen Kaliber 22, das in Pistolen, Revolvern als auch Gewehren verwendet wird.
Warum musste Artur Linzmaier sterben? Für die Polizei ist das Motiv is heute unklar. Vielleicht war es Eifersucht, vielleicht aber auch Geldgier, oder vielleicht fühlte sich ein Arbeiter, um seinen Lohn gebracht. Man weiß es nicht.
Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden Briefe gefunden, seine Maurer wurden vernommen, es gab sogar Vernehmungen in Polen, doch der Durchbruch gelang nicht.
Trotz zahlreicher Ermittlungen im persönlichen und geschäftlichen Umfeld des getöteten selbständigen Handwerkers aus Braunschweig konnte die Tat nicht aufgeklärt werden. Die Ermittlungen wurden 1995 eingestellt.

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Artur Linzmaier

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Gaststätte Heidekrug Tatort

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Standort Gaststätte Heidekrug
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1994 | Wipshausen| Artur Linzmaier (52) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 24. Jan. 2022, 22:41

Polizeimeldung zur Wiederaufnahme der Ermittlungen:
Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel.
Aufnahme polizeilicher Ermittlungen zu einem Mordfall aus dem Jahr 1994.
Polizei geht neuen Spuren nach.
Edemissen, Celler Straße, Bundesstraße 214, ehemaliges Gasthaus "Heidkrug", Mittwoch, 04. Mai 1994, 22:10 Uhr.
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat in einem "Cold Case" Fall aus dem Jahr 1994 die Ermittlungen erneut aufgenommen. Hierfür wurde im Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel eine eigens eingerichtete Mordkommission eingesetzt.
Bisherige polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der getötete 52-jährige Artur L. zur Tatzeit in seinem Fahrzeug sitzend angeschossen wurde. Die Tat ereignete sich direkt vor der ehemaligen Gaststätte "Heidkrug" an der Bundesstraße 214 zwischen Braunschweig und Celle. Das Fahrzeug des Opfers stand zur Tatzeit vor dem Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn. Den Ortsansässigen ist der Ort auch als "Sauerfleischkurve" bekannt. Die ehemalige Gaststätte befindet sich in Fahrtrichtung Braunschweig.
Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb der Mann zwei Tage später in einem Krankenhaus in Hannover.
Die Polizei in Peine richtete damals eine Mordkommission ein, um die Tat zu klären. Trotz zahlreicher Ermittlungen im persönlichen und geschäftlichen Umfeld des getöteten selbständigen Handwerkers aus Braunschweig konnte die Tat nicht aufgeklärt werden. Die Ermittlungen wurden 1995 eingestellt.
Die Polizei ist in diesem Fall auf Zeugenhinweise angewiesen. Wir suchen Zeugen, die sich an jeglichen Personen- und Fahrzeugverkehr in diesem Zeitraum und am Tatort erinnern können. Auch die kleinsten Hinweise sind für die Ermittler von großer Wichtigkeit. Bitte melden Sie sich in jedem Fall unter der Telefonnummer 05341/18970 bei der Polizei in Salzgitter.
Fernsehteams sind für eine Berichterstattung am damaligen "Tatort" ausdrücklich erwünscht. In Absprache steht Ihnen die Pressestelle der Polizei gerne zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Polizei Salzgitter
Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit
Matthias Pintak
Telefon: 05341/1897-104
E-Mail: pressestelle@pi-sz.polizei.niedersachsen.de
http://www.polizei.niedersachsen.de
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56519/4846464
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1994 | Wipshausen| Artur Linzmaier (52) ermordet

#3

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 24. Jan. 2022, 22:48

Polizei nimmt Ermittlungen in 27 Jahre altem Mordfall an der B 214 wieder auf
............................
1994 wurde Artur L. in seinem Geländewagen vor dem Heidkrug in der „Sauerfleischkurve“ erschossen. 1995 stellte die Polizei die Ermittlungen ein. Nun gibt es neue Erkenntnisse, eine Mordkommission greift den alten Fall wieder auf und setzt auf Zeugenhinweise.
Es war gegen 22.10 Uhr an jenem Mittwochabend im Mai 1994. Der Heidkrug hatte Ruhetag. Artur L. stand mit seinem dunklen Toyota-Geländewagen auf dem Parkplatz des damaligen Gasthauses, in unmittelbarer Nähe zur Fahrbahn in Fahrtrichtung Braunschweig. Die Gastwirtin berichtete später, sie habe sich noch einen Kaffee kochen wollen und mehrere Schüsse gehört. Sie war nach draußen gerannt und hatte gemeinsam mit der Freundin ihres Sohnes Erste Hilfe geleistet, wie sie später der Presse erzählt hatte.
...........................

https://www.waz-online.de/Gifhorn/Papen ... wieder-auf
27 Jahre nach der Tat: Polizei hat neue Spuren zum Wipshäuser „Heidkrug“-Mord

Warum musste Artur Linzmaier sterben, wer ist der Kopfschuss-Killer? Nach dem Mord auf dem Gasthaus-Parkplatz an der B214 bei Wipshausen im Mai 1994 verfolgt die Polizei neue Spuren und hat eine Mordkommission eingerichtet. Mit einem Zeugenaufruf hoffen die Ermittler auf neue Hinweise.
Schnäuzer, Brillenträger, dunkle Haare, Subunternehmer in der Baubranche: 52 Jahre alt war der gelernte Maurer Artur Linzmaier, als er nach zwei Kopfschüssen blutüberströmt am Steuer seines Toyota Landcruisers auf dem „Heidkrug“-Parkplatz an der viel befahrenen Bundesstraße 214 zusammensackte. Zwei Tage später starb der Braunschweiger an den Folgen seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Mord an Artur Linzmaier – er ist jetzt ein sogenannter Cold-Case-Fall.
https://www.paz-online.de/Stadt-Peine/N ... dkrug-Mord

An ein Gewehr als Tatwaffe glaube ich nicht, das wäre zu auffällig. Revolver werfen normalerweise die Patronenhülsen nicht aus.
Bliebe also eine Pistole. Allerdings kann man normalerweise an den Spuren des Schlagbolzens und des Ausziehers am Patronenhülsenboden und an den Spuren am Geschoss den Waffentyp ermitteln.
Was ich auch nicht verstehe, ist wie der Täter vom Tatort weggekommen ist ?
Eine wegfahrendes Auto hätte m.E. die Wirtin gehört. Das würde darauf hindeuten, dass der Täter aus dem Raum Edemissen kam bzw. damals dort tätig war.
Was ich mich frage: Warum wird die Gaststätte Heidekrug nicht mehr betrieben ? Hatte die Gaststätte Übernachtungsmöglichkeiten ?
Der Standort ist m.E. doch recht gut.
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1994 | Wipshausen| Artur Linzmaier (52) ermordet

#4

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 24. Jan. 2022, 23:49

Meine Einschätzung:

Es sind m.E. drei Fallkonstellationen möglich:

1. Auseinandersetzungen zwischen dem Subunternehmer Artur Linzmaier und einem seiner Auftraggeber (Hauptauftragnehmer) um die
Bezahlung von Rechnungen.
Gerade in dem Zeitraum dieser Tat habe ich einen solchen Fall erlebt:
Bauträger verkauft schlüsselfertige Häuser. Die Häuser werden durch Handwerksbetriebe und Subunternehmen aufgebaut.
Die Käufer zahlen Abschlagsrechnungen an den Bauträger. Der Bauträger bezahlt die Handwerksbetriebe und Subunternehmen nicht.
Bei einzelnen Unternehmen waren belaufen sich die offenen Forderungen auf bis zu 80000 DM.
Wenn ein Handwerksbetrieb und Subunternehme die Arbeiten einstellt, sucht man sich die nächsten Handwerksbetriebe und
Subunternehmen weiter weg.
Am Ende kam dann die Insolvenz des Bauträgers.
Ich halte es für möglich, dass Artur Linzmaier einem solchen Bauträger zu sehr gedrängt hat, endlich Rechnungen zu bezahlen.
Vielleicht waren es auch Schwarzaufträge, die nicht in den Büchern zu finden waren. Dann hätte Artur Linzmaier den Bauträger damit unter Druck setzen können.
Vielleicht war ein Treffen vereinbart, bei dem Bargeld übergeben werden sollte.
Gleich 1994 hätte man die Arbeitnehmer nach den Arbeitsorten befragen müssen.
Vielleicht gibt es noch Übernachtungsrechnungen in der Buchführung von Artur Linzmaier, die man mit den abgerechneten Aufträgen vergleichen könnte.

2. Auseinandersetzungen zwischen dem Subunternehmer Artur Linzmaier und einem seiner (polnischen) Arbeitnehmer.
Eine Bedrohung mit einer Waffe wegen nicht bezahltem Lohn könnte ich mir vorstellen, aber eine Erschießung nicht.
Dann bekommt der Arbeitnehmer sein Geld gar nicht.

3. Artur Linzmaier war 52 und lebte von seiner Familie getrennt. Aber er hatte sicher sexuelle Bedürfnisse.
Wie sind die erfüllt worden ?
Eine oder mehrere Geliebte ? -> Eifersuchtstat eines Partners wäre denkbar.
Prostituierte ? In den 2000-er Jahren standen im Raum Celle Wohnwagen mit roten Laternen.
Vermutlich in den 90-iger Jahren auch schon.
Da könnte es Streit mit einem Zuhälter gegeben haben.
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#5

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Fr, 13. Mai. 2022, 19:02

Ich würde nach dem XY-Beitrag ergänzen:

4. Eifersucht des Ex-Partners seiner polnischen Freundin
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