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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

Ungeklärte Fälle im Focus.
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loraflora
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#1

Ungelesener Beitrag von loraflora » Di, 13. Nov. 2018, 18:47

Bild


"Seit dem 06.01.2006 wird das Kind Felix Heger vermisst. Der seinerzeit knapp 3 Jahre alte Junge aus Oftersheim war mit seinem damals 39 jährigen Vater Michael Heger unterwegs. Der Vater wurde am 26.02.2006 tot in einem Waldstück bei Bühlertal aufgefunden. Von Felix fehlt jedoch bis heute jede Spur. Die Umstände, die zum völlig rätselhaften Tod des Vaters führten, konnten bis heute nicht geklärt werden. Die Pannen der Ermittlungsbehörden sind in der Kriminalgeschichte sicherlich einmalig und machen nur noch fassungslos und wütend. Auf dieser Homepage erfahren Sie alles rund um die tragischen Geschehnisse, verbunden mit der Hoffnung, dass hiermit dazu beigetragen werden kann, Felix doch noch zu finden."


Weiter: http://felix-info.net/



Video: Ein vermisstes Kind ist kein totes Kind, Die Suche nach Felix Heger



Sachverhalt

Nach Ausübung seines Besuchsrechts am Wochenende vom 6. bis 8. Januar 2006 brachte der Kindsvater Michael Heger seinen damals zweieinhalbjährigen Sohn Felix nicht wie vereinbart der Kindsmutter, seiner von ihm geschiedenen Ehefrau, zurück.

Am 10. Januar 2006 wurde der PKW des Michael Heger auf dem Waldparkplatz „Wiedenfelsen, zwischen Bühlertal und Sand (Landkreis Rastatt), aufgefunden. Umfangreiche polizeiliche Durchsuchungsmaßnahmen im Bereich des Auffindeortes verliefen negativ.
Am 26. Februar 2006 wurde die Leiche des Michael Heger im Waldgebiet unterhalb Wiedenfelsen aufgefunden. Von einem Suizid oder Unfallgeschehen wird ausgegangen.
Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnte der Aufenthaltsort von Felix Heger bislang nicht festgestellt werden.

Polizeipräsidium Mannheim
L6,1
68161 Mannheim

Telefon: +49 (0) 621 / 174 0 (Zentrale)
E-Mail: mannheim.pp@polizei.bwl.de

Darüber hinaus nimmt auch jede andere Polizeidienststelle Ihre Hinweise entgegen.


Quelle: https://fahndung.polizei-bw.de/tracing/felix-heger/






Video: Aktenzeichen XY Spezial vom 30.03.2011 - Fall Felix Heger Teil 1



Video: Aktenzeichen XY Spezial vom 30.03.2011 - Fall Felix Heger Teil 2
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loraflora
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#2

Ungelesener Beitrag von loraflora » Do, 15. Nov. 2018, 09:42

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5-teilige TV-Doku "Wo ist Felix?"



Video: TV-Doku "Wo ist Felix?" Teil 1/5



Video: TV-Doku "Wo ist Felix?" Teil 2/5



Video: TV-Doku "Wo ist Felix?" Teil 3/5



Video: TV-Doku "Wo ist Felix?" Teil 4/5



Video: TV-Doku "Wo ist Felix?" Teil 5/5


M. Benecke äußert u. a. auch seine Meinung.

Nähere Informationen zum Fall Felix Heger finden Sie auf der offiziellen Homepage unter http://www.felix-info.net/
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Duchonin
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#3

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 14. Jul. 2020, 15:05

1. Leiche des Vaters wurde am Fundort nur abgelegt Nach dem plötzlichen Verschwinden des Michael Heger und seines Sohnes Felix am 06.01.2006 wurde das Kfz des Vaters auf einem Parkplatz in einem Waldgebiet bei Bühlertal entdeckt. Es folgte sogleich ein tagelanges Durchsuchen des Waldes durch mehrere Polizeihundertschaften. Hierbei wurden neben ein paar persönlichen Dingen des Vaters auch zwei leere Schnapsflaschen und eine leere Packung Schlaftabletten gefunden. Die Ermittler gingen daher fortan von einem Selbstmord des Vaters aus. Seine Leiche wurde jedoch nicht gefunden. Sie wurde erst 6 Wochen später durch Spaziergänger entdeckt, allerdings genau dort, wo die Hundertschaften bereits alles abgesucht hatten. Die Leiche lag sichtbar nur wenige Meter direkt neben einem Waldweg. Die Entfernung zum Parkplatz, welcher den Hundertschaften auch als Ausgangspunkt für die tagelangen Suchaktionen diente, belief sich auf wenige 100 Meter. Dies spricht eindeutig für ein erst späteres Verbringung der Leiche zum Fundort, denn ansonsten wäre sie dort nicht unentdeckt geblieben. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Leiche lediglich durch einen Fehler eines Hubschrauberpiloten nicht entdeckt wurde.

2. Staatsanwaltschaft lehnte Spurensicherung ab
Obwohl durch die Rechtsmedizin Freiburg in einer ergänzenden Stellungnahme eingeräumt hatte, dass Michael Heger zum Zeitpunkt seines Todes überhaupt keinen (oder allenfalls kaum) Alkohol getrunken haben kann und es somit naheliegend ist, dass die gefundenen leeren Schnapsflaschen nur zur Vortäuschung eines Suizid-Tatorts platziert wurden, lehnte es die Staatsanwaltschaft Baden-Baden konsequent ab, sie zumindest einmal auf Fingerabdrücke und DNA zu untersuchen. Die ebenfalls vorgefundene leere Packung Schlaftabletten, mit welchen sich Michael Heger angeblich habe umbringen wollen, sind zudem relativ harmlos und rezeptfrei erhältlich. Ein Selbstmordversuch mit Alkohol aus leeren Schnapsflaschen und völlig ungeeigneten Tabletten scheint doch in hohem Maße abwegig. Die irritierende Begründung der Staatsanwaltschaft und dieser folgend auch der Generalstaatsanwaltschaft für die verweigerte Spurensicherung lautete, dass eine solche nichts am Sachverhalt ändern würde, ausserdem könnten sich schliesslich auch Spuren von Personen auf den Flaschen befinden, die gar nichts mit der Sache zu tun hätten. Die Spurensicherung kann inzwischen auch nicht mehr nachgeholt werden, da die Schnapsflaschen und die Schlaftablettenpackung nach Ablauf der Aufbewahrungspflicht nicht weiter asserviert, sondern vernichtet wurden.

3. Suizid mit Todesursache Brust- und Lungenverletzungen
Die offizielle Todesursache des Michael Heger sollen nach der Rechtsmedizin Freiburg und der Staatsanwaltschaft erhebliche Brust- und Lungenverletzungen gewesen sein. Abgesehen davon, dass diese Todesursache nun nicht gerade für einen Selbstmord spricht, ist dies auch deswegen unwahrscheinlich, da eine eingedrückte Brust zwangsläufig Hämatome (blaue Flecken) hätte aufweisen müssen. Diese fehlten jedoch, was auf postmortal zugefügte Verletzungen schliessen lässt. Die offizielle Todesursache ist somit falsch. Zu den fehlenden Hämatomen existiert bis zum heutigen Tage keine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft.

4. Gegengutachten widerlegt offizielle Todesursache
Der äusserst erfahrene Karlsruher Chef- und Facharzt für Brust- und Lungenverletzungen Dr. Dr. Heribert Ortlieb wurde das Obduktionsgutachten zur Prüfung überlassen und auch er kam zu dem Ergebnis, dass die Brust- und Lungenverletzungen des Vaters überhaupt nicht tödlich gewesen sein können ("Solche Verletzungsmuster sind durchaus geläufig, nur an diesen Frakturen verstirbt man nicht."). Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden argumentiert, dass der Facharzt für Brust- und Lungenverletzungen die Tödlichkeit von Brust- und Lungenverletzungen nicht beurteilen könne, da er kein Rechtsmediziner sei.

5. Eingedrückte Brust durch Hinfallen auf Waldboden
Nach Meinung der Staatsanwaltschaft sei der Kindsvater - nach seinem angeblichen Suizidversuch - tödlich verunglückt, weil er im Wald hinfiel und sich hierbei tödliche Brust- und Lungenverletzungen zugezogen habe. Ungeklärt bleibt, wie durch einen Sturz auf den Waldboden die Brust eines 100 kg schweren Mannes eingedrückt worden sein soll, wenn noch nicht einmal ersichtlich ist, dass er zumindest auf einen entsprechenden Gegenstand gefallen sein könnte, welcher derartige Verletzungen hätte verursachen können. Diese können nach fachärztlicher Stellungnahme des Herrn Dr. Dr. Ortlieb nur mit Brachialgewalt zugefügt worden sein. Eine Stellungnahme hierzu liegt von der Staatsanwaltschaft bisher ebenfalls nicht vor.

6. Unangepasste Kleidung und Schleifspuren an der Leiche
Der tote Vater hatte trotz eisiger Temperaturen keine Jacke an und ein Fuss war völlig unbekleidet. Der noch getragene Schuh (ein knöchelhoher fester Wanderschuh) war innenseitig mit Laub, Tannennadeln und Erdabtragungen verdreckt, die Hose darüber war zerrissen und der Unterschenkel war zerkratzt, was deutlich auf ein Schleifen der Leiche zum Fundort hindeutet. Die Kleidung machte keineswegs den Eindruck, als wäre sie einer bereits sechswöchigen winterlichen Witterung ausgesetzt gewesen. Der Dreck im noch getragenen Schuh kann nur durch seitlichen Kontakt mit dem Waldboden ins Schuhinnere gelangt sein, wobei der Oberkörper der Leiche angehoben worden sein muss, da ansonsten auch die Oberkleidung entsprechend verdreckt gewesen wäre. Der Antrag auf nochmalige Untersuchung der Schuhe auf Schleifspuren wurde aber mit der Begründung abgelehnt, dass es sich hier doch nur um Spekulationen handeln würde, ausserdem könnten die Schuhe nicht mehr untersucht werden, da die Behörden sie verloren hätten. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Leiche des Vaters ausgerechnet an der einzigen Stelle des sehr schmalen Waldwegs befand, an welcher ein Pkw wenden konnte.

7. Blutspuren eines äusserlich unverletzten Selbstmörders im gesamten Waldgebiet
Überall im Wald wurden Blutspuren des Vaters gefunden und direkt neben seiner Leiche lag ein mit seinem eigenen Blut durchtränkter Schnürsenkel. Dieser stammte jedoch überhaupt nicht von seinen getragenen Wanderschuhen. Ausserdem ist unklar, wie es zu diesen vielen Blutspuren gekommen sein soll, denn der Vater war äusserlich unverletzt. Die Blutspuren im Wald befanden sich verteilt auf mehreren Plastiktüten, was dafür spricht, dass sie auf diese Weise "konserviert" und entdeckt werden sollten. Auch am Auto des Vaters auf dem Waldparkplatz wurden diese Blutspuren gefunden. Dies legt insgesamt nahe, dass hier mittels falscher Spuren den Ermittlungsbehörden glaubhaft gemacht werden sollte, dass der Kindsvater sich bereits in verletztem oder toten Zustand in diesem Wald befinden würde und sich daher die Suche ganz auf diese Örtlichkeit konzentrieren könne. Die Staatsanwaltschaft hat zu den Blutspuren im Wald bisher keine Stellungnahme abgegeben. Auch eine Stellungnahme, weshalb der Kindsvater seine letzten Atemzüge damit verbracht haben soll, einen mitgeführten Schnürsenkel in Eigenblut (aus einer überhaupt nicht vorhandenen Wunde) zu tränken und neben sich zu legen, existiert bisher nicht.

8. Staatsanwaltschaft lehnte die Empfehlung der Rechtsmedizin zur Erstellung eines für notwenig erachteten Gutachtens ausdrücklich ab Die Rechtsmedizin Freiburg stellte an einem Handgelenk des Vaters eine kleinere Wunde fest, bei welcher es sich um eine Einstichstelle handeln könnte, weswegen sie zur Bestimmung der Todesursache ausdrücklich bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden anregte, ein toxikologisches Gutachten in Auftrag zu geben. Die Staatsanwaltschaft lehnte dies jedoch wegen fehlender Notwendigkeit ab.

9. Erweiterter Suizid
Nachdem der Vater sich nach Auffassung der Ermittlungsbehörden angeblich selbst umgebracht habe, schlossen sie sogleich auf einen sog. erweiterten Suizid, wonach der Vater zunächst seinen Sohn und anschliessend sich selbst getötet habe. Die Staatsanwaltschaft (in diesem Fall in Mannheim) stellte daher auch ein Ermittlungsverfahren wegen Freiheitsberaubung zum Nachteil von Felix ein, weil sich keinerlei Anhaltspunkte für eine solche Tat ergäben (!). Es sei daher davon auszugehen, dass der Vater seinen Sohn ermordet habe. Gleichzeitig wurde auch das Ermittlungsverfahren wegen Mordes eingestellt, da nach der Strafprozessordnung gegen Verstorbene nicht ermittelt wird. Obwohl es also noch nicht einmal die geringste Spur dafür gab, dass Felix überhaupt körperlich etwas zugestossen sein könnte - er ist einfach nur verschwunden - sah die Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte für eine Freiheitsberaubung und unterstellte, dass der Vater sein Kind umgebracht habe.

10. Zeugen
Zwischen dem 11.01.2006 und dem 18.01.2006 wurde der Kindsvater im Beisein von Felix durch insgesamt vier voneinander unabhängigen Zeugen an der jeweils selben Stelle noch lebend gesehen, nämlich auf der französischen Seite des Grenzüberganges an der Staustufe Iffezheim. Eine weitere Zeugin hat den Kindsvater mit seinem Sohn am 11.01.2006 auch in einem Lidl-Markt in Bühl gesehen. Die im Wald durch die Polizeihundertschaften vorgenommenen Sucharbeiten, bei denen auch die Blutspuren und die schliesslich angeblich zum Tod führenden "Suizidmittel" des Vaters sichergestellt wurden, waren jedoch bereits am 09.01.2006 abgeschlossen.

11. Ermittlungsstand
Nachdem die Staatsanwaltschaften die Ermittlungsverfahren mehrfach einstellten und auch die Beschwerden bei der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe keinen Erfolg brachten, wurde im Rahmen der Dienstaufsicht durch das Justizministerium (BW) die Aufnahme weiterer Ermittlungen angeordnet. Diese finden derzeit statt, gestalten sich allerdings schon aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit als sehr schwierig. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat mehrere Gutachten über noch vorhandene und bisher nicht ausgewertete Spuren in Auftrag gegeben, deren Ergebnis abzuwarten bleibt. Die Spuren sind allerdings durchaus vielversprechend.

12. Hinweise
Zur Klärung des Schicksals von Felix ist seine Familie weiterhin auf Ihre Hinweise angewiesen. Diese richten Sie bitte an die auf der Homepage der Felix-Privatinitiative veröffentlichten Kontaktmöglichkeiten (www.felix-info.net) oder an die hiesige Anwaltskanzlei.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!


Baden-Baden, den 21.02.2014

RA Alexander Moser

http://felix-info.net/aktuelles-ra-moser.html

Vorzeitige Festlegung auf "Erweiterten Suizid" durch Polizei und Staatsanwaltschaft und danach wird Alles ignoriert, was nicht dazu passt.
Als Ermittler würde ich mal das damalige und heutige Umfeld der Familie abchecken.
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#4

Ungelesener Beitrag von millenium2020 » Fr, 9. Okt. 2020, 19:03

loraflora hat geschrieben:
Do, 15. Nov. 2018, 09:42
M. Benecke
Diese Bennecke ist eine ziemlich ekelhafte Person, sie hat ein Krankhaftes Interesse an Psychopathen

Lydia Benecke behauptet: weibliche Psychopaten manipulieren und entstehen durch:

wenn ein kleines Mädchen sich hilflos stellt, bekommt es mehr "Süßigkeiten",

das ist ein ekelhaftes und Verrücktes Paar, ES SIND KEINE PROFILER

Im deutsch sprachigen Raum gibt es kaum gute Profiler, und die Polizei Profiler sind nutzlos, siehe auch den Mord Fall an Frauke Liebs, Paderborn 2006. Bis Heute nicht aufgeklärt und es gab keinen einzigen verwertbaren Ansatz

Rebecca Reusch

Bis heute NICHT AUFGEKLÄRT

Wenn diese Profiler so gut sind, warum gab es bis heute kein Täter Profil für einen der genannten Täter?
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Duchonin
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#5

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 24. Jan. 2023, 23:40

Eine Sendung des SWR dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=DoF3Eo32qKk
Am Montag, den 09.01.2006 nahm die zuständige Behörde die Ermittlungen auf.
MH´s Wohnung wurde geöffnet und auf seinem Bett liegend fand man zwei Bücher in denen Suizidmethoden beschrieben sind. MH hatte bereits im Jahre 2000 einen Suizidversuch – der allerdings kein entschlossener Selbsttötungsversuch darstellte. Er befand sich danach in stationärer Behandlung, die er nach 3 Tagen abbrach.

Am Dienstag, den 10.01.2006, startete die Polizei im Bereich der Gemarkungen Schwetzingen/Hockenheim und den angrenzenden Randgebieten eine groß angelegte Suchaktion. Dabei kam auch ein Polizeihelikopter zum Einsatz. Es fehlte von beiden jede Spur!

MH fuhr einen PKW, Marke Opel, Astra, Baujahr 1995, Farbe: weiß, Limousine mit Glasschiebedach, Polizeiliches Kennzeichen: HD-PD 847.

Bereits Tage zuvor in der Nacht vom 06. auf den 07.01 2006 wurde der PKW auf dem Parkplatz Wiedenfelsen/Bühlertal von einer Taxifahrerin wahrgenommen. Am 07.01.2006 morgens fällt der PKW auch einer Polizeistreife auf. Am Dienstag den 10.01.2006, am späten Nachmittag, wurde das im Bühlertal geparkte Fahrzeug als das von MH erkannt.

Ab Mittwoch, den 11.01.2006, wurde eine große Suchaktion gestartet, mit einer Hundertschaft von Polizeibeamten, Personensuchhunden und einem Helikopter wurde das Gelände im Bereich um den Abstellplatz des PKW weiträumig abgesucht. Neben dem PKW fand man eine Mülltüte an der Blutspritzer erkennbar waren. Es wurden Blutspuren auf der Schneeoberfläche sowie einige Plastiktüten mit Blutanhaftungen gefunden, die später eindeutig MH zugeordnet werden konnten . Die Aktion musste am Abend wegen Dunkelheit unterbrochen werden.

Am Freitag, den 13.01.2006, wurden mit mehreren Personensuchhunden die große Suchaktion fortgesetzt. Ca. 300 m vom Parkplatz des PKW entfernt wurde in einer Felsnische ein Unterstand, der nicht als Schlaf- und Aufenthaltsstätte geeignet war, entdeckt. Es wurden unter anderem Kleidungsstücke wie eine Herrenjacke, ein Kinderhandschuh und ein Schnuller, die eindeutig den vermissten Personen zugeordnet werden konnten, sichergestellt. Darüber hinaus fanden sich ein Rucksack, der Personalausweis, EC-Karte, 1 leeres Fläschchen 0,04Ltr. Weinbrand, 1 leere Fl. Likör 0,7 Ltr., 1 leere Verpackung Schlaftabletten. Auf der Führerscheinkopie, die in der Jackentasche gefunden wurde, hatte MH auf der Rückseite ein Brief an seine Ex-Frau geschrieben.

Die groß angelegte Suchaktion verlief bis einschließlich 14.01.2006. Danach musste diese letztendlich komplett wegen starken Schneefalls abgebrochen werden. MH und Felix wurden nicht gefunden!!!

MH und Felix wurden von mehreren Zeugen im Zeitraum des 06.01.2006 bis ca. 18.01.2006 gesehen. So gibt es eine Zeugin die beide am Mittwoch, den 11.01.2006 gegen 17.30 Uhr im Supermarkt in Bühl beobachtet hat. Ihr fiel auf, dass die erwachsene Person sonst gepflegt war, aber sehr schmutzige Hände hatte. Des weiteren wurden MH mit Felix von 2 verschiedenen Zeugen am Freitag, den 13.01.2006, in der Zeit zwischen 7.20 Uhr und 7.25 Uhr in Nähe des Grenzübergang Staustufe Iffezheim auf französischer Seite und auf dem Parkplatz des ehemaligen Zollgebäudes gesehen. Nach Aussage der beiden Zeugen müsse der Mann mit dem Kind zu Fuß unterwegs gewesen sein, denn es war weit und breit kein geparktes Fahrzeug zu sehen. Am 18.01.2006 will ein Verkehrsteilnehmer MH mit Felix an der Staustufe Iffezheim gesehen haben. Eine sofort eingeleitete Fahndung - auch nach Frankreich ausgeweitet - verlief negativ.

Am Sonntag, den 26.02.06 gegen 14.20 Uhr - ganze sieben Wochen später - wurde in Bühlertal, Bereich Gertelbacher Wasserfälle eine, von Wildtieren im Gesicht angenagte männliche Leiche, vom Hund eines Spaziergängers, entdeckt. Der Fundort des Leichnams lag nur 300 m unterhalb des Parkplatzes wo die Polizei den Wagen von MH am 10.01.2006 sicherstellte.

Nachdem feststand, dass es sich bei der unbekannte Leiche um MH handelte wurde am Dienstag, den 28.02.2006 nach dem vermissten Kind eine großangelegte Suchaktion mit 4 Leichen- und Blutspürhunde durchgeführt. Zwei Blutspritzer unter der Schneedecke haben die Hunde erschnüffelt, die MH zugeordnet werden konnten.. Aber von Felix wurde keine Spur gefunden. Die Suchaktion musste wiederum wegen starken Schneefalls eingestellt werden. MH hat Suizid begangen!

Am Dienstag den 04.04.06 und dem darauffolgenden Tag wurde nochmals eine Suchaktion, dieses Mal mit 5 Leichensuchhunden der Kriminalpolizei Karlsruhe, durchgeführt. Hätte der Vater seinen Sohn vielleicht begraben so hätten sicher die Hunde etwas gefunden. Es herrschte zu der Zeit strenger Frost – wochenlange Minusgrade – so entfällt auf jeden Fall diese Theorie, denn der Boden war fest gefroren! Auch hätte er seinen Sohn nicht ins Wasser werfen können, denn durch den strengen Frost gab es kein fließendes Wasser in den Bächen, es war alles fest gefroren.

Felix wurde nicht gefunden und eines wurde klar: Es fand sich nicht der geringste Hinweis, dass Felix jemals dort im Schwarzwald gewesen war. Die Suchhunde haben keine Spur von Felix aufnehmen können. Auch bei der großen Suchaktion zwischen dem 11.01.2006 und 14.01.2006 hat man dieses Gebiet mehrfach durchkämmt und vom Helikopter aus mit Wärmebildkameras abgesucht aber dabei keinen Mensch gesehen.

Menschen können sich nicht unsichtbar machen, darum muss davon ausgegangen werden, dass MH sich mit seinem Sohn von einer dritten Person vom Parkplatz Wiedenfelsen/Bühlertal abholen lies. Es ist davon auszugehen, dass MH seinen Sohn Felix an eine bis heute noch nicht bekannte Person übergeben hat. Seine groß angelegte Fluchtaktion war geplant und gut vorbereitet. Er legte bewusst falsche Spuren, wie zum Beispiel Blutspritzer im Wagen, blutverschmierte Plastiktüten am Waldesrand, das Einrichten eines Unterstandes der leicht aufzuspüren war und letztendlich der handgeschriebene Brief an seine Ex-Frau, der als ein sogenannten Abschiedbrief angesehen werden sollte.

MH gab überall an, seinen Sohn zu lieben. Seine Freundin hatte sich im Dezember 2005 von ihm getrennt. Das Jugendamt saß ihm im Nacken, er hatte keine Aussicht auf einen Arbeitsplatz. Er war voller Selbstmitleid! Für Felix war er ein guter Vater, wenn er ihn in seiner Obhut hatte! Er hasste seine Frau und fühlte sich von ihr verletzt und betrogen.

Im Jahr 1997 besuchte MH ein 7-wöchiges Seminar in der Gruppe *ZEGG * in Portugal. Ab diesem Zeitpunkt hatte er sich total verändert. Sein ganzes Wesen, seine Einstellung zur Umwelt, sein Lebensstil und alles. Er besuchte im Schwarzwald das Wassermannzentrum. Dieses bestand bis 1999, danach wurde es unter neuem Namen *LICHTNETZ EUROPA* weitergeführt. Zu welchen Sektengruppen er Kontakt hielt ist bis heute unbekannt. Es gibt viele Gruppierungen im Schwarzwald die als Sekten bekannt sind. MH kannte sich im Schwarzwald bestens aus. Er kannte dort jeden Winkel.

Gerade deshalb suchen wir auch verstärkt weiter im Bereich Süddeutschland/Frankreich/Schweiz nach Felix. Die Suche überall im Ausland bleibt aber natürlich auch weiterhin ununterbrochen.

NEUE HINWEISE UND AKTUALISIERUNGEN

Ein wichtiger Hinweis wurde am 11.01.2006 nicht beachtet. Ein Zeuge hatte am Fundort des PKW´s sich gemeldet und darauf hingewiesen, dass er und seine Frau bereits am 2. Weihnachtsfeiertag, dem 26.12.2005 gegen 10.30 Uhr den PKW auf dem Parkplatz hat stehen sehen. An Silvester, den 31.12.2005 vormittags – gegen 10.00 Uhr – stand das Fahrzeug immer noch an der selben Stelle in der Parkeinbuchtung oberhalb des Wiedenfelsen, wo es letztendlich am 10.01.2006 als das von MH sichergestellt wurde.
Foto und Quelle:
www.felix-info.net
TEXTWer war Michael Heger?

Michael Heger ging in Walldorf bei Heidelberg zur Schule. Er studierte in Mannheim Germanistik, Englisch und Politik. Er hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung. Vor seinem Verschwinden übte er keinen Beruf aus.

1997 besuchte er ein 7-wöchiges Seminar in der Gruppe "ZEGG" in Portugal. Im Schwarzwald besuchte er bis 1999 das Wassermannzentrum welches danach unter dem Namen "Lichtnetz Europa" weitergeführt wurde. Er nahm mehrfach an Seminaren teil.
Er hielt sich in Sektenkreisen auf, deren Namen bis heute unbekannt sind.
Niemand in der Familie hat je daran gedacht, dass er seinem Sohn Felix etwas angetan haben könnte, dafür liebte er ihn zu sehr. Michael Heger war ein friedfertiger Mensch. Er hatte eine völlig andere Lebensphilosophie, dem normalen bürgerlichen Leben konnte er nichts abgewinnen.
Er wollte seinen freien Lebensstil nicht aufgeben und auch seinen geliebten Sohn wollte er anders aufwachsen sehen.


Fragen zu Michael Heger

→ Wo hielt sich Michael Heger üblicherweise auf?

→ Wer kann Hinweise geben auf mögliche Personen mit denen er Kontakt hatte?

→ Wer hat Michael Heger, mit oder ohne Felix, zwischen dem 26.12.2005 bis Mitte Febr. 2006 gesehen?


Hinweis zum PKW des Michael Heger

Michael Heger fuhr einen PKW, Marke Opel, Modell Astra, Baujahr 1995, Farbe: weiß, Limousine mit Glasschiebedach, Polizeiliches Kennzeichen: HD-PD 847.

Laut Zeugenaussage stand am 2. Weihnachtsfeiertag, dem 26.12.2005 gegen 10.30 Uhr der PKW auf dem Parkplatz. Am Silvester, den 31.12.2005 vormittags – gegen 10.00 Uhr – stand das Fahrzeug immer noch an der selben Stelle in der Parkeinbuchtung oberhalb des Wiedenfelsen, wo es am 10.01.2006 von der Polizei sichergestellt wurde.

Fotos auf www.felix-info.net

Wem ist dieser PKW in der Zeit zwischen dem 26.12.2005 und dem 10.01.2006 dort auf dem Parkplatz stehend aufgefallen?


Zu Felix:

Felix wurde von seinem Vater am 06.01.2006 in seine Obhut genommen und gilt bis heute als vermisst!

Felix war an Heiligabend, 24.12.2005 sowie am 2. Weihnachtsfeiertag den 26.12.2005, an Silvester, den 31.12.2005 und am Dreikönigstag, den 06.01.2006 mit seinem Vater unterwegs, jeweils an diesen Tagen wurde er von ihm morgens bei seiner Mutter abgeholt und stets verabredungsgemäß wieder zurückgebracht. Nur nicht nach dem 06.01.2006! Es sollte das erste verlängerte Wochenende für Vater und Sohn werden. Er hätte Felix am Sonntag, den 08.01.2006 zurück bringen sollen.

Bis heute fehlt von dem Kleinen jede Spur!

Am Freitag, den 06.01.2006 (Dreikönigstag), gegen Nachmittag wurde Felix mit seinem Vater von einer gemeinsamen Freundin der Eltern oberhalb der Grillhütte in Oftersheim, im Wald/Oberfeldweg zuletzt gesehen.

Es gab einige Hinweise, dass Michael Heger mit seinem Sohn zwischen dem 11.01.2006 und dem 13.01.2006 mehrfach gesehen wurde. Die einzelnen Aufenthaltsorte liegen überwiegend in Bühl/Schwarzwald und in der Region Elsass, Grenzübergang Staustufe Iffezheim.

Michael Heger hatte stets einen einfachen, billigen, schwarzen Rucksack in dem er die Kleidung, Windeln und sonstige Utensilien für Felix transportierte. Vielleicht ist dieser Rucksack mit oder auch ohne Inhalt irgendwo aufgefallen oder jemand hat ihn gefunden und dachte, dass dieser achtlos weggeworfen wurde!?

Felix war damals 2 3/4 Jahre alt, ca. 90 cm groß und trug Kindergröße 86.
Er hat braune Haare, ca. 15 cm lang, seine Augenfarbe ist braun.

Felix war am 06.01.2006, als er von seinem Vater abgeholt wurde, wie folgt bekleidet:

Er trug eine weinrote Kapuzenjacke mit Fellbesatz, eine blaue Cord-Latzhose mit hellblau/weißem Karomuster, auf dem linken Hosenbein eine Hundeapplikation (siehe Bild unten). Einen gelben Fleecepulli mit drei Figuren auf der Vorderseite, mittelbraune Glattlederschuhe mit Schnürsenkel, knöchelhoch, Schuhgröße 24-25. Felix brauchte noch Windeln.

Fotos www.felix-info.net

→ Wer hat Felix nach dem 06.01.2006 alleine oder mit einer fremden Person gesehen?
→ Wer kann Hinweise geben oder kennt vielleicht jemanden, der noch etwas über Felix Aufenthaltsort wissen könnte?
→ Wer hat einen schwarzen Rucksack mit Kinderkleidung gefunden oder kann nähere Angaben zu solch einem Utensil machen?

Jeder scheinbar noch so unwichtige Hinweis kann zum Aufenthaltsort von Felix führen!

Aktualisierung v. 05.01.2010

Oftersheim. Die Zeit, heißt es, heilt alle Wunden. Nur manche dieser Wunden sind zu tief, als dass sie Linderung erfahren könnten. Zu tief sitzt der Schmerz, zu groß ist die Ungewissheit - wie etwa bei Maria und Johann Schmitz. Morgen ist es vier Jahre her, seit die seit vielen Jahren in Schwetzingen lebende Rheinländerin und ihr Mann ihren Enkel Felix letztmalig gesehen haben. Seit dem Dreikönigstag 2006 ist er spurlos verschwunden, was mit ihm geschah und ob er noch lebt, ist bis zum heutigen Tag nicht klar. Im Interview mit unserer Zeitung untermauert der mit dem Fall betraute Rechtsanwalt Alexander Moser aus Baden-Baden seine Thesen, die, anders als bislang, nicht von einem Selbstmord des Vaters von Felix ausgehen, sondern von einem Verbrechen.

Herr Moser, worauf stützt sich Ihre These, demnach Michael Heger keinen Suizid verübt hat, sondern eventuell einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel?

Alexander Moser: Es gab bei den Ermittlungen deutliche Hinweise, dass der Vater sich nicht selbst getötet hat. Auch der Obduktionsbericht spricht keineswegs von einem Suizid durch Tabletten und Alkohol, auch wenn dies seinerzeit in der Presse so verlautbart wurde. Die offizielle Todesursache wurde in diesem Bericht nämlich mit "erheblichen Brust- und Lungenverletzungen" angegeben, wobei völlig unklar ist, woher diese stammen könnten.

Das bedeutet?

Moser: Ich habe den Obduktionsbericht durch einen Facharzt für Brustverletzungen überprüfen lassen und das erstaunliche Ergebnis war, dass Michael Heger auch nicht an diesen Verletzungen gestorben sein kann. Die Todesursache ist daher weiterhin unklar. Allerdings wurde an der Innenseite einer Hand des Kindsvaters eine Einstichstelle entdeckt, an welcher etwas eingespritzt worden sein könnte. Dies ist aber nur durch ein toxikologisches Gutachten festzustellen, dessen Anfertigung auch von der Rechtsmedizin in Freiburg ausdrücklich angeregt, aber durch die Staatsanwaltschaft abgelehnt wurde.

Was ist Ihrer Ansicht nach tatsächlich geschehen?

Moser: Schwer zu sagen. Zahlreiche Spuren deuten darauf hin, dass sich der Vater von Felix nicht selbst tötete. So wurde beispielsweise neben der Leiche des Kindsvaters ein blutdurchtränkter Schnürsenkel gefunden, der nicht von den Schuhen des Vaters stammte. Dieser Schnürsenkel wurde durch die Rechtsmedizin lediglich der Länge nach vermessen, ansonsten fanden die doch eigentlich sehr nahe liegenden weiteren Untersuchungen, zum Beispiel, um wessen Blut es sich hier handelt, offenbar nicht statt. Da dieser Schnürsenkel nicht vom Vater stammte und sicherlich ausgeschlossen werden kann, dass er rein zufällig neben der Leiche lag, würde es mich schon interessieren, um wessen Blut es sich handelt. Nachdem das Auto des Kindsvaters auf einem Waldparkplatz gefunden wurde, haben sofort mehrere Hundertschaften der Polizei das Waldgebiet mehrere Tage durchkämmt, aber die Leiche des Vaters wurde nicht gefunden. Allerdings wurden zahlreiche Gegenstände gefunden, die dem Vater gehörten und irgendwie den Eindruck erweckten, als seien sie dort durch einen Dritten gut sichtbar deponiert worden. Die Leiche selbst wurde erst mehrere Wochen später entdeckt, und zwar in unmittelbarer Nähe zum Fahrzeug, also genau dort, wo die Hundertschaften der Polizei tagelang alles abgesucht haben. Nach alledem gehe ich davon aus, dass Michael Heger selbst Opfer eines Verbrechens wurde und er am Fundort nur abgelegt wurde. Daher ist auch kein Raum mehr für die Theorie der Ermittlungsbehörden, dass Heger seinen Sohn umbrachte, bevor er sich selbst tötete - wobei auch nicht unerwähnt bleiben darf, dass bis heute keinerlei Hinweise existieren, die auf eine Verletzung oder sogar den Tod von Felix schließen lassen. Felix ist einfach nur verschwunden. Möglicherweise wurde der Vater getötet, um Felix entführen zu können.

Sie haben die Wiederaufnahme des Falls bei der Staatsanwalt beantragt, weshalb?

Moser: Ich habe unter Darlegung der eben genannten Aspekte Strafanzeige wegen Mordes beziehungsweise Totschlag zum Nachteil des Kindsvaters und wegen Freiheitsberaubung zum Nachteil des Felix gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden erstattet und konnte erreichen, dass die Ermittlungsverfahren tatsächlich wieder aufgenommen wurden. Die Staatsanwaltschaft hat nun als erste Maßnahme ein neues Obduktionsgutachten in Auftrag gegeben.

Wie geht es nun weiter?

Moser: Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft auch weitere Ermittlungen im näheren Umfeld des Vaters anstrengt, da die für den Tod des Kindsvaters verantwortlichen Täter sicherlich auch den Verbleib von Felix kennen.

Können Oftersheimer Bürger in der Sache eventuell weiterhelfen?

Moser: Unbedingt! Es ist vor allem wichtig, dass sich Menschen melden, die Michael Heger vor seinem Ableben gesehen beziehungsweise mit ihm gesprochen haben.

Wurde in der Angelegenheit zu früh auf eine falsche Spur gesetzt, gab es Ihres Erachtens nach Versäumnisse?

Moser: Nun, wie gesagt, ich bin der Meinung, dass das Ermittlungsverfahren wegen des Todes des Kindsvaters verfrüht eingestellt worden ist. Da nun aber die ganze Angelegenheit wieder aufgenommen wird, hoffe ich, dass wir doch noch Licht ins Dunkel bekommen!

Schwetzinger Zeitung
05. Januar 2010
http://www.morgenweb.de/region/schwetzi ... gen/201001...
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#6

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mi, 25. Jan. 2023, 11:15

Kleinkind verschwindet 2006 im Schwarzwald

Bühlertal/Oftersheim (sga) – Der Vermisstenfall Felix Heger beschäftigt auch heute noch die Großeltern des damals Zweijährigen. Seit 14 Jahren suchen sie bereits ihren Enkel.

Am Morgen des 6. Januar holt Michael Heger seinen Sohn Felix bei dessen Mutter ab, um mit ihm ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Zwei Tage später soll der Zweijährige wieder in Oftersheim sein, doch er kommt nicht. Wochen später wird die Leiche von Michael Heger in Bühlertal gefunden. Was ist an dem Wochenende passiert? Und wo ist Felix?

6. Januar 2006. Es ist einer dieser eisigen Winter, in denen sich der Schnee wie eine dicke, weiße Decke über die Landschaft legt und die Straßen vereist sind. Michael Heger, ein unauffälliger Mann mittleren Alters, kurze braune Haare, Brillenträger, macht sich auf den Weg zu seinem zweijährigen Sohn. Mit Felix, der seit der Scheidung seiner Eltern bei seiner Mutter in Oftersheim lebt, will er ein „Papa-Wochenende“ verbringen.

Zwei Tage später wird die Kriminalpolizei Schwetzingen von einer Frau kontaktiert, die ihren Sohn vermisst. Es ist die Mutter von Felix, der nach dem gemeinsamen Wochenende nicht von seinem Vater nach Hause gebracht worden ist. Wo der Herr sich aufhalte, wollen die Beamten wissen. Sie wisse es nicht, antwortet die Frau aufgelöst. Er gehe nicht an sein Telefon und sei auch nicht in seiner Wohnung, erzählt sie – und zeigt ihren Ex-Mann wegen des Verdachts auf Kindesentziehung an.

Verdacht auf Selbstmord

9. Januar 2006. Die zuständige Behörde beginnt mit ihren Ermittlungen, Hegers Wohnung wird geöffnet. Auf seinem Bett liegen zwei Bücher, in denen verschiedene Suizidmethoden beschrieben werden. Sofort kommt ein Verdacht auf: Will sich der 39-Jährige umbringen? Immerhin hat er bereits im Jahr 2000 einen Suizidversuch unternommen, nach welchem er sich in stationäre Behandlung begeben hat. Was, wenn er erneut einen Selbstmord plant – und was hat er mit Felix vor?

Ein Tag später startet die Polizei im Bereich der Gemarkung Schwetzingen/Hockenheim und den angrenzenden Randgebieten eine große Suchaktion mit einem Helikopter. Von Vater und Sohn fehlt jegliche Spur. Zumindest dort, wo nach ihnen gesucht wird. Knapp 100 Kilometer entfernt wird das Auto des 39-Jährigen gefunden: Der weiße Opel Astra, eine Limousine mit Glasschiebedach, steht auf dem Parkplatz beim Wiedenfelsen in Bühlertal. Das Gebiet, in dem sich Michael und Felix Heger aufhalten könnten, vergrößert sich.

Blutspritzer bei Suchaktion um Wiedenfelsen gefunden

Am 11. Januar beginnt eine große Suchaktion rund um den Wiedenfelsen. Eine Hundertschaft der Polizei kämpft sich mit Hunden, die auf die Personensuche spezialisiert sind, durch den schneebedeckten Wald. Erneut wird ein Helikopter eingesetzt. Diesmal werden die Beamten fündig: Auf der Schneeoberfläche sowie auf einer grünen Plastiktüte, die unmittelbar neben dem Pkw liegt, und weiteren, die im Wald verstreut liegen, sind Blutspritzer zu sehen. Blutspritzer, die eindeutig Michael Heger zugeordnet werden können. Mit Einbruch der Dunkelheit muss die Suche unterbrochen werden.

13. Januar 2006. Die Suche geht weiter. Zirka 300 Meter von dem Ort entfernt, an dem zuvor das Auto gefunden worden ist, entdecken die Ermittler eine Felsnische. Gefunden werden dort nicht nur eine Herrenjacke, ein Kinderhandschuh und ein Schnuller, sondern auch der Personalausweis und die EC-Karte von Michael Heger. Auf einer Kopie seines Führerscheins steht ein Brief an seine Ex-Frau geschrieben, daneben liegen leere Flaschen Weinbrand und Likör sowie eine leere Verpackung Schlaftabletten. Wieder deutet alles auf einen Suizid hin. Und wieder fragen sich die Ermittler: Wo ist Felix Heger?

Zeugen wollen Vater und Sohn gesehen haben

Bis zum 14. Januar 2006 wird nach Michael Heger und seinem Sohn gesucht, dann muss die Aktion wegen schweren Schneefalls übergangsweise abgebrochen werden. Unterdessen melden sich mehrere Zeugen, die den Vater mit seinem Sohn gesehen haben wollen: am 11. Januar in einem Supermarkt in Bühl, am 13. und 18. Januar in der Nähe des Grenzübergangs an der Staustufe Iffezheim. Zwischenzeitlich wird die Fahndung bis nach Frankreich ausgeweitet. Doch Michael und Felix Heger tauchen nicht auf.

Dann kommt der 26. Februar. Der Tag, an dem der Hund eines Spaziergängers eine Leiche findet, deren Gesicht bereits von Wildtieren angenagt worden ist. Es ist der Körper von Michael Heger, der leblos am Waldrand liegt. Nur 300 Meter von dem Parkplatz entfernt, an dem bereits das Auto des 39-Jährigen gefunden worden ist. Sieben Wochen zuvor. Wie kann es sein, dass Hunderte Polizisten und mehrere Spürhunde damals nicht die Leiche gefunden haben?

„Weil sie nachträglich dort platziert worden ist“, ist sich Alexander Moser sicher. Seit 2009 kämpft der Anwalt aus Baden-Baden dafür, den heute 17-jährigen Felix zu finden. Und er kämpft dafür, den angeblichen Suizid „endlich aufzuklären, denn es fehlt eindeutig an Beweisen“, erzählt er im BT-Gespräch anlässlich des morgigen Tages der Verschwundenen. Der internationale Gedenktag soll an das Schicksal von Menschen erinnern, die gegen ihren Willen an einem Aufenthaltsort festgehalten werden.

„Vater und Sohn sind nie dort gewesen“

Mit der Übernahme des Falls beginnt Moser, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Frage zu stellen. „Michael Heger hat sich nicht umgebracht, und dafür gibt es Beweise“, ist er der Meinung – und fährt fort: „Ja, es wurden Kleidungsstücke in einer Felsnische gefunden. Aber eine Felsnische, bei minus 15 Grad in der Nacht – da kann kein Mensch überleben. Und auch die Spürhunde haben keine Fährte von Felix aufgenommen. Ich bin überzeugt: Vater und Sohn sind nie dort gewesen.“

Auch Johann und Maria Schmitz glauben nicht „an die Geschichten“, die ihnen „jahrelang von der Staatsanwaltschaft eingetrichtert wurden“. Im BT-Gespräch erzählen die Großeltern des Vermissten: „Wir sind uns sicher, dass Michael mit unserem Enkel abhauen wollte. Er war ein hochintelligenter, friedfertiger Mensch. Wir hatten nie persönliche Probleme mit ihm. Aber er konnte sich nie wirklich anpassen, er hat sich immer ein anderes Leben gewünscht.“

So sei er wie ausgewechselt gewesen, als er 1997 nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in Portugal zurück nach Hause kam. Dort sei er im Camp „Tamera“ gewesen, eine 1995 gegründete Arbeits- und Lebensgemeinschaft, die mit dem Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung (ZEGG) in Verbindung gebracht wird, „einer Sekte“, wie Johann Schmitz die Organisation nennt. Er und seine Frau vermuten, Heger wollte mit seinem Sohn zurück zu ZEGG, um dort ein neues Leben anzufangen.

Anwalt vermutet Gewaltverbrechen

Alexander Moser, der die Familie seit elf Jahren bei der Suche nach dem heute 17-Jährigen unterstützt, ist während all der Jahre immer wieder in Kontakt mit der Staatsanwaltschaft. „Ich will verstehen, was dem Herrn Heger passiert ist“, erzählt er. Und weiter: „Es kann nicht sein, dass bei einer Suchaktion mit einer Hundertschaft und mehreren Spürhunden die Leiche übersehen und dass sie erst sieben Wochen später von einem Spaziergänger gefunden wird.“ Laut dem Anwalt habe die Leiche definitiv nicht auf einen Suizid hingewiesen: Hegers Kleidungsstücke seien im unteren Bereich zerrissen gewesen, an einem Fuß ohne Schuh habe die Polizei Schleifspuren entdeckt. Moser ist sich sicher: Es deutet alles auf ein Gewaltverbrechen hin. Und auch in den Akten, wie Großvater Johann Schmitz erläutert, sei kein Selbstmord eingetragen, sondern die Todesursache als ungeklärt vermerkt worden.

Aber was ist mit den Alkoholflaschen und den Schmerztabletten, die in der Felsnische gefunden worden sind? „Die gehörten nicht Herr Heger. In seinem Blut wurde nicht ein einziger Tropfen Alkohol gefunden“, so Moser. Was ihn am meisten stutzig macht: Nachdem die Leiche gefunden worden ist, seien die Polizisten von einem Spürhund zu einem nahe liegendem Mehrfamilienhaus geführt worden – direkt vor die Tür einer Wohnung, in der schließlich blutverschmierte Laken gefunden worden sind. „Die Aussagen der Mieter waren vollkommen suspekt. Da stimmte definitiv etwas nicht“, erinnert sich Moser. Doch die Staatsanwaltschaft geht dem nicht weiter nach – „wie so vielem nicht“, ärgert sich der Anwalt.

Bis heute versucht er aufzuklären, was sich an dem Wochenende vom 6. Januar zugetragen hat. Er ist sich sicher: Felix Heger lebt noch. Doch wo er ist, kann keiner sagen. Johann Schmitz weiß nur eins: „Meine Frau und ich haben die vergangenen 14 Jahre nichts anderes gemacht, als nach unserem Enkel zu suchen. Und wir werden so lang weitermachen, wie es uns das Leben erlaubt.“
https://unternehmen.badisches-tagblatt. ... 52892.html
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2006 | Oftersheim | Felix Heger (2 1/2) vermisst

#7

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mi, 25. Jan. 2023, 12:03

NEUE HINWEISE UND AKTUALISIERUNGEN

Ein wichtiger Hinweis wurde am 11.01.2006 nicht beachtet. Ein Zeuge hatte am Fundort des PKW´s sich gemeldet und darauf hingewiesen, dass er und seine Frau bereits am 2. Weihnachtsfeiertag, dem 26.12.2005 gegen 10.30 Uhr den PKW auf dem Parkplatz hat stehen sehen. An Silvester, den 31.12.2005 vormittags – gegen 10.00 Uhr – stand das Fahrzeug immer noch an der selben Stelle in der Parkeinbuchtung oberhalb des Wiedenfelsen, wo es letztendlich am 10.01.2006 als das von MH sichergestellt wurde

Felix war an Heiligabend, 24.12.2005 sowie am 2. Weihnachtsfeiertag den 26.12.2005, an Silvester, den 31.12.2005 und am Dreikönigstag, den 06.01.2006 mit seinem Vater unterwegs, jeweils an diesen Tagen wurde er von ihm morgens bei seiner Mutter abgeholt und stets verabredungsgemäß wieder zurückgebracht. Nur nicht nach dem 06.01.2006! Es sollte das erste verlängerte Wochenende für Vater und Sohn werden. Er hätte Felix am Sonntag, den 08.01.2006 zurück bringen sollen..
https://vermisstepersonen.hpage.com/felix-heger.html

Das Auto wurde also am späteren Auffindeort in der Parkbucht gegenüber dem Hotel Wiedenfelsen an den Tagen gesehen, als Felix bei seinem Vater war.
Wo war Michael Heger am 26.12.2005 und 31.12.2005 mit Felix ?
Was hat Felix an diesen Tagen erlebt ?
Warum wollte Felix am 06.01.2006 nicht mit seinem Vater mitgehen ?
Das Hotel Wiedenfelsen wird inzwischen als "Eventhaus" bezeichnet. Welcher "Event" fand dort zwischen 26.12.2005 und 31.12.2005 statt ?

Michael Heger war zeitweise im ZEGG (Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung) tätig.

ZEGG war zumindestens bis ci. 2015 umstritten:
Besonders scharfe Angriffe kamen von Jutta Ditfurth; sie bezeichnete das ZEGG 1996 als „autoritäre Sex-Sekte“, kritisierte die Nähe zu Otto Muehl, Rudolf Bahro und der Findhorn-Bewegung[2] und warf dem Zentrum Nähe zur NS-Ideologie und die Verharmlosung von Kindesmissbrauch vor, da bei Seminaren vermittelt worden sei, hinter den Prozessen wegen sexueller Gewalt stehe „eine »Zusammenarbeit von organisiertem Feminismus, Presse und Kirche« und »der Hass durchgedrehter Radikalfeministinnen«“
https://openlibrary.org/works/OL2899974 ... e_Barbarei
https://taz.de/!1606677

Meine Einschätzung: Michael war mit Felix bei einer Psychosekte, eventuell bei ZEGG (Ob die Darstellungen über ZEGG stimmen, lasse ich mal offen). Eventuell war es auch eine andere Gruppierung. Auch eine Abspaltung einer Gruppe von ZEGG wäre auch möglich. Die Einbeziehung von Felix in eine Ritual wurde von Felix abgelehnt. Weil Michael Heger nicht vollständig mit der Einbeziehung von Felix einverstanden war, wurde er ermordet.

Es sollte durch die Polizei versucht werden zu ermitteln, welcher Events Ende 2005 in dem damaligen Hotel und heutigem Eventhaus stattgefunden.
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