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1996 | Vechelde | Yasmin Stieler (18) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Duchonin
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1996 | Vechelde | Yasmin Stieler (18) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mi, 11. Mai. 2022, 10:03

Tötungsdelikt

Yasmin Stieler aus Uelzen wollte per Bahn zur Disko in Braunschweig. Sie wurde ermordet und zerstückelt

Bild

Foto:

Zur Person
GeschlechtWeiblich
Titel...
NameStieler
VornameYasmin
Geboren am18.07.1978
Alter18
GeburtsortUelzen
NationalitätDeutsch
Letzter WohnortUelzen

► Personenbeschreibung


► Kleidung/Besonderheiten


► Anmerkungen


Angaben zum Sachverhalt
Datum des Ereignisses06.10.1996
Zeitraum des Ereignisses05.10.1996 bis 07.10.1996
Ort des EreignissesVechelde


Polizeiliche Angaben, Fragen etc.
Yasmin Stieler (18) aus Uelzen, wollte am Abend des 05.10.1996 mit der Bahn nach Braunschweig in die Disco Atlantis fahren. Ob sie in der Disco ankam ist unklar. Ihr Torso wurde etwa neun Tage später zerstückelt am Bahndamm bei Vechelde aufgefunden. Wochen später wurden ihre Beine in den Ricklinger Kiesteichen bei Hannover gefunden. Einige Zeit später wurde der Kopf im Wald bei Hämelerwald gefunden. Die Arme mit den Händen fehlen bis heute.Die Polizei sucht Zeugen, die Yasmin am späten Abend des 05.10.1996 bzw. frühen Morgenstunden des 06.10.1996 gesehen haben. Hatte sie einen Begleiter ? Insbesondere werden Zeugen gesucht, die Yasmin auf der Bahnfahrt und in der Disco Atlantis gesehen haben.

Quellen

Pressemitteilung OLG Braunschweig
Fallbeschreibung durch Stern

► Sachverhalt
0



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1996 | Vechelde | Yasmin Stieler (18) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mi, 11. Mai. 2022, 10:40

Es gibt sehr wenige Informationen im Internet zu dem Fall.
Die Polizei gibt an:
Yasmin Stieler (18) aus Uelzen, wollte am Abend des 05.10.1996 mit der Bahn nach Braunschweig in die Disco Atlantis fahren. Ob sie in der Disco ankam ist unklar. Ihr Torso wurde etwa neun Tage später zufällig durch einen Klein gärtner zerstückelt am Bahndamm bei Vechelde aufgefunden. Wochen später wurden ihre Beine in den Ricklinger Kiesteichen bei Hannover gefunden. Einige Zeit später wurde der Kopf im Wald bei Hämelerwald gefunden. Die Arme mit den Händen fehlen bis heute.
Der Chef der Disko gibt an, Yasmin in ihrem ungewöhnlichen Kuhfellähnlichem T-Shirt am 05.10./06.10.1996 in der Disco gesehen zu haben. Warum die Polizei diese Aussage anzweifelt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Durch die Polizei wird auf Grundlage von 2 gefundenen Haaren Im Dezember 1996 ein Massengentest mit 1300 Männer aus Vechelde Durch verfeinerte Untersuchungsmethoden wissen die Ermittler heute, dass die Haare aller Wahrscheinlichkeit nach von Yasmin selber stammen. 1992wurden Genkarten für die Chromosomen 21 und Y veröffentlicht.
Wieso man nicht das Geschlecht der Haare zuerst ermittelt hat, bleibt mir unverständlich.
DNA- Massentests galten damals noch als außergewöhnlich, ebenso wie der Einsatz eines Profilers.
Dazu kommt dass Yasmin ja mit der Bahn anreiste und vermutlich sollte auch die Rückreise mit der Bahn erfolgen. Ein auf Männer aus Vechelde begrenzter Gentest macht dam.E. wenig Sinn.

XY ungelöst vom 21.03.1997 bei Dailymotion mit dem Fall
https://www.dailymotion.com/video/x2r80hf

BILD Cold Case
https://www.youtube.com/watch?v=CFz9rMYuzco
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1996 | Vechelde | Yasmin Stieler (18) ermordet

#3

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 2. Aug. 2022, 10:24

Der Fall Yasmin Stieler
Das 18-Jährige Mädchen aus Uelzen kehrt von einem Discobesuch nach Braunschweig nicht zurück. Sie wird um den 6. Oktober 1996 ermordet und zerstückelt. Ihre Leichenteile werden an verschiedenen Stellen in Hannover und an der Bahnstrecke bei Peine gefunden.
Viele Indizien sprechen für einen 41-jährigen Verdächtigen als Mörder, doch das Landgericht Braunschweig lässt die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft nicht zu. Für Hinweise, die zu einer Verurteilung führen, sind 50.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

https://archive.ph/UrrZ7#selection-1155.0-1165.249

Mordfall Yasmin Stieler
Oberlandesgericht Braunschweig verwirft sofortige Beschwerden der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger gegen Nichteröffnungsbeschluss des Landgerichts Braunschweig vom 02.03.2009.

Der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Braunschweig (OLG) hat jetzt per Beschluss (Geschäftsnummer: Ws 86/09) die sofortigen Beschwerden der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger gegen den Nichteröffnungsbeschluss des Landgerichts Braunschweig (LG) vom 02.03.2009 verworfen. Damit bleibt es bei der Entscheidung des LG Braunschweig, das Hauptverfahren gegen den Angeschuldigten K nicht zu eröffnen.

Gegen die Entscheidung des OLG Braunschweig gibt es kein Rechtsmittel.

OLG bestätigt: LG hat das Hauptverfahren zu Recht nicht eröffnet
Nach der Strafprozessordnung (StPO) darf das Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens nur beschließen, wenn der Angeschuldigte einer Straftat hinreichend verdächtig ist. Diesen nach § 203 StPO erforderlichen hinreichenden Tatverdacht hat der Strafsenat verneint, weil nach Aktenlage eine Verurteilung nicht wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch.

Oberlandesgericht Braunschweig

Im Wesentlichen sprechen nach den Ausführungen des Strafsenats folgende Gründe gegen eine Verurteilung des Angeschuldigten:

- Ob und wie sich ein möglicher Kontakt zwischen dem Angeschuldigten und der später getöteten Yasmin Stieler ergeben habe, sei unklar. Dem Angeschuldigten, der die Tat leugne, könne nicht nachgewiesen werden, vor der Tat mit dem Opfer in Verbindung gestanden zu haben.

- Unklar bleibe, was zu der Tat geführt habe und wie diese überhaupt abgelaufen sein könnte sowie schließlich, wann und wo der Leichnam durch wen zerteilt und die einzelnen Leichenteile versteckt worden seien. Eine umfangreiche Spurensuche am Tatort habe keinerlei Hinweis auf eine Beteiligung des Angeschuldigten ergeben.

- Darüber hinaus werde sich voraussichtlich auch nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausschließen lassen, dass ein anderer als Täter in Betracht kommt. Vor dem Hintergrund eines nur auf Indizien beruhenden Verdachts lasse sich ein hinreichender Tatverdacht schon dann nicht mehr begründen, wenn aufgrund der aufgezeigten objektiven Anhaltspunkte nicht nur theoretisch nicht auszuschließen ist, dass ein anderer die Tat begangen habe.

- Auch aus dem Fund eines Spatens im März 2008 am früheren Arbeitsplatz des Angeschuldigten, der letztlich zur Anklageerhebung führte, lassen sich keine eindeutigen Indizien ableiten.
Der Senat führt hierzu aus, dass an dem Gerät zwar Erdanhaftungen gefunden worden seien, die sehr wahrscheinlich mit Bodenproben identisch seien, die im Jahre 1996 am Fundort des Torsos genommen wurden, und dass sich in einer im März 2008 genommenen Bodenprobe ein Lacksplitter befunden habe, der mit dem auf dem sichergestellten Spaten befindlichen Lack identisch sei. Daraus ergebe sich, dass mit dem Spaten an der Torsofundstelle gegraben worden sei. Unklar bleibe aber, zu welchem Zeitpunkt der Spaten durch wen an der Fundstelle benutzt worden sei, zumal mehrere Personen nach der Tat auf den Spaten Zugriff gehabt hätten. Es sei daher nicht sicher auszuschließen, dass der Spaten seit 1996 nicht mehr genutzt worden sei.

- Schließlich habe der Angeschuldigte zu keinem Zeitpunkt eindeutig und unmissverständlich die Begehung der Tat eingeräumt. Dass einige seiner Äußerungen widersprüchlich und widerlegbar seien, ließe keinen hinreichend sicheren Schluss auf eine Täterschaft des Angeschuldigten zu.

Zum Hintergrund
Mit ihrer Anklageschrift vom 7.11.2008 legt die Staatsanwaltschaft Braunschweig dem Angeschuldigten K zur Last, in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 1996 in Vechelde-Bodenstedt die Schülerin Yasmin Stieler gegen Mitternacht im Bodenstedter Holz erwürgt oder erdrosselt zu haben. Da es unmittelbare Tatzeugen nicht gibt, stützt die Staatsanwaltschaft diesen Tatvorwurf auf eine Vielzahl von Indizien, die aus ihrer Sicht den - die Tat bestreitenden - Angeschuldigten belasten. K befand sich vom 4.9.2008 bis zum 2.3.2009 in Untersuchungshaft.

Das Landgericht Braunschweig hat mit dem angefochtenen Beschluss vom 2.3.2009 die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt und den Haftbefehl des Amtsgerichts Braunschweig vom 3.9.2008 aufgehoben. Dies hat das Landgericht damit begründet, dass auch bei einer Gesamtschau aller belastenden Indizien "mit großer Wahrscheinlichkeit" am Ende einer Hauptverhandlung mit einem Freispruch des Angeschuldigten aus tatsächlichen Gründen zu rechnen sei.

https://oberlandesgericht-braunschweig. ... 65518.html

Ich schließe mich hier den Urteilen des LG und des OLG an.

Insbesondere sehe ich kein Motiv für die Zerteilung der Leiche.
Selbst wenn man der Anahme der Polizei folgen würde, er habe Yasmin getötet, gibt es für die Zerteilung der Leiche kein sinnvolles Motiv. Für eine Leichenzerstücklung aus sexuellen Gründen gibt es bei dem durch die Polizei der Tat verdächtigten Mann keinen Ansatz. Solche Fälle sind sehr selten. Der hier Angeschuldigte ist LKW-Fahrer. am Tag nach Yasmins Verschwinden hatte er eine Tour in den Westen Deutschlands. Dabei hat er u.a. Weser und Rhein sowie weitere größere Flüsse überquert. Eine Entsorgung der Leiche bzw. von Leichenteilen wäre für ihn relativ einfach möglich gewesen.
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#4

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 2. Aug. 2022, 10:25

ICH MUSS HIER MEINE DARSTELLUNG UNTERBRECHEN.
BITTE MIT KOMMENDAREN WARTEN,BIS ICH DIE DARSTELLUNG FERTIG HABE.
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Omas Bioladen
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#5

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Di, 2. Aug. 2022, 20:08

[...] BITTE MIT KOMMENTAREN WARTEN,BIS ICH DIE DARSTELLUNG FERTIG HABE.
:face_screaming: Ich drängele mich mal schnell hier rein. :ups:

Ein möglicher Grund für die Zerteilung der Leiche könnte schon die Weise der Verbringung sein, die zu einem Lastwagenfahrer passt. Denn wo sollte er einen gesamten Körper unterbringen? Im Fahrerhäuschen oder auf der Ladepritsche? Geht beides nicht. Hätte er Teile auf seinen Strecken abgeworfen, die er beruflich fuhr hätte das Rückschlüsse auf ihn zulassen können. Wenn er aber Teile des Körpers unter dem Anhänger oder der Pritsche anbringt kann er sie jederzeit auf einem Parkplatz dort lösen und im nahegelegenen Wald abwerfen. So würde er sogar unversehen durch eine mögliche Polizeikontrolle und Durchsuchung seines Fahrerhäuschens und des Laderaums kommen. Sein Handeln scheint ihm recht zu geben und lassen auf einen Täter mit geistigen Fähigkeiten schließen, die auch erklären könnten wie er überhaupt an das junge Mädchen herangekommen ist ohne sie zu verschrecken.

:thinking:
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